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Die Mischung macht's − Der richtige Rasen für Ihren Garten

© Sunny studio/Fotolia.com

April 2016 Jetzt ist die Zeit günstig für die Aussaat von neuen Rasenflächen. Neben guten Wachstumsbedingungen sind hochwertige Rasenmischungen wichtig für den Erfolg. Davon gibt es eine Vielzahl im Handel – ob Spiel- und Sportrasen, Schattenrasen, Mulchrasen oder neuerdings auch Rasen für Rasenroboter. Worauf es jeweils ankommt, erfahren Sie hier.


Kaum etwas ist wichtiger im Garten als der Rasen. Er setzt Blumen und Sträucher richtig in Szene, vor allem aber braucht man ihn zum Spielen, Erholen und Feiern. Er sollte daher robust sein und gut gedeihen. Die Grundlage dafür ist die passende Rasenmischung. Das erweist sich für den Laien oft als Wissenschaft für sich, angesichts der vielen verschiedenen Mischungen, die es im Handel gibt. Dabei ist es gar nicht so schwierig, wenn man auf die wichtigsten Unterschiede achtet. Ob Spielrasen zum Toben, feiner Schattenrasen unter Bäumen oder Strapazierrasen für alle Tage mit prächtigem Aussehen, zwischen ihnen fällt die Entscheidung, wenn es um eine Rasenneuanlage geht.

Von Rasenzüchtern wird viel Züchtungs- und Forschungsarbeit in die Entwicklung neuer Gräsersorten und Mischungen investiert, was sich deutlich an verbesserten Eigenschaften und besonders hoher Qualität zeigt. Greifen Sie daher lieber zu hochwertigem Saatgut und erfreuen Sie sich danach an gut gedeihendem, dichtem und robusten Rasen. Dabei ist Spitzensaatgut auch ausgesprochen rentabel, denn mit feinem Saatgut kann man oft mehr als die doppelte Fläche besäen.

Das Angebot an Rasenmischungen für unterschiedlichste Ansprüche ist fast unüberschaubar. In letzter Zeit konzentriert sich die Saatgutindustrie stark auf Reparatur-Mischungen.
© Hersteller
Das Angebot an Rasenmischungen für unterschiedlichste Ansprüche ist fast unüberschaubar. In letzter Zeit konzentriert sich die Saatgutindustrie stark auf Reparatur-Mischungen.

nach obenZierrasen

Zierrasen ist für Hausgärten gedacht. Er hat zu allen Jahreszeiten einen hohen Zierwert, kann aber nur in mäßigem Umfang bespielt und betreten werden − ideal also für Vorgärten. Zierrasen besteht meist aus Gräsern, die besonders fein und dicht werden, und dabei relativ langsam und niedrig wachsen. Die pflegeleichte Mischung kommt mit vergleichsweise wenig Mähfolgen aus. 'Berliner Tiergarten' ist eine gängige, preisgünstige und grobe Mischung für nicht allzu hohe Ansprüche. Außergewöhnlich dunkelgrün und damit gesund und gepflegt wirkt die Mischung 'Dunkelgrüner Gala-Rasen' von Kiepenkerl Profi-Line, deren strapazierfähige Gräser auch ohne starkes Düngen und Mähen mit einer sattgrünen Farbe aufwarten. Der feine Samen aus gesunden, robusten Gräserzüchtungen entwickelt sich schnell zu einem dichten, dunkelgrünen und trittfesten Rasenteppich. Aussaatmenge: 5 bis 40 g/m2.

nach obenSchattenrasen

Sattgrün und dicht, wunderbar weich und trotzdem strapazierfähig, so sollte Rasen auch an lichtarmen Gartenplätzen wie zum Beispiel in der Nähe von Bäumen und Sträuchern sein. Doch das ist nur mit speziellen Schattenrasenmischungen wie z. B. mit dem Kiepenkerl Profi-Line 'Schatten-Rasen', dem 'Terra Vital Licht & Schattenrasen' von Neudorff oder dem Schattenrasen von Compo möglich. Darin sind Gräser enthalten, die auch bei wenig Licht gut gedeihen. Der Rasen zeichnet sich meist durch besonders feine Halme aus. Kurze Keimzeiten, höchste Keimfähigkeit und Saatgutreinheit sorgen für guten Erfolg bei der Aussaat. Eine rasche Anfangsentwicklung bremst aufkeimendes Unkraut aus, kräftige Wurzelentwicklung und Verzweigung lassen schnell und dauerhaft einen dichten Rasenteppich entstehen, der sich gut gegen Moos durchsetzen kann. Aussaatmenge: 20 bis 25 g/m2.

      


nach obenSpiel- und Sportrasen

Spiel- und Sportrasen ist für Freiflächen gedacht, bei denen die Belastbarkeit im Vordergrund steht und nicht der perfekte Zierwert. Denn der Rasen muss beim Herumtollen und Fußballspielen schon einiges aushalten können. Die Mischungen bestehen aus besonders robusten Gräsern, die schon sehr schnell nach der Aussaat einen dichten Rasenteppich bilden, Belastungen durch eine hohe Regenerationsfähigkeit ausgleichen und sich durch eine gute Widerstandsfähigkeit gegen Unkräuter und Moos auszeichnen. Spiel- und Sportrasen erfordert meist viel Pflege. Da er schneller wächst als andere Mischungen, sollte regelmäßig gemäht und häufiger gedüngt werden. Mischungen gibt es von Wolf-Garten, Kiepenkerl, Compo oder Pegasus. Aussaatmenge: 25 bis 50 g/m2.

         


nach obenMulchrasen

Besonders arbeitssparend ist Mulchrasen, denn bei ihm muss das Schnittgut nach dem Mähen nicht entfernt werden. Speziell ausgewählte Gräsersorten machen es möglich, dass das Schnittgut ohne Gefahr des Verfilzens auf der Rasenfläche verbleibt, sich zersetzt und dazu noch als wichtiger organischer Dünger dient. Hinzu kommt ein langsames Wachstum der feinen Edelgräser, was längere Mähintervalle zulässt und damit Arbeit spart. Mulchrasen ist ideal für alle Rasenflächen, die mit einem Mulch-Rasenmäher in guter Form gehalten werden.

nach obenTrockene Standorte

In heißen Monaten (und das kann unter heutigen Klima-Bedingungen schon im Frühjahr sein) ist das regelmäßige Wässern ein zunehmendes Problem. Hitze und Trockenheit dörren den grünen Teppich aus und lassen den Rasen ungepflegt, braun und lückig erscheinen. Nicht so bei besonders hitzeverträglichen Gräsermischungen wie z. B. dem 'Universal-Rasen' von Wolf-Garten oder dem 'Rasen für trockene Standorte' von Kiepenkerl. Sie wachsen intensiv grün auch bei Hitzeperioden. Ihr Geheimnis sind spezielle trockenheitsverträgliche Gräser, die mit langen Wurzeln besonders tief in den Boden dringen.



© Stein

nach obenRoborasen

Immer mehr Gartenbesitzer entdecken den Mähroboter für sich. Solche Geräte fahren in regelmäßigen Abständen selbstständig über den Rasen und mähen ihn dabei um wenige Millimeter ab. Da das Mähgut so klein ist, kann es problemlos im Rasen verschwinden und dient ihm gleichzeitig als Mulchmaterial und organische Düngung. Neu auf dem Markt ist jetzt der 'Robo-Rasen' aus dem Comfort-Programm von Kiepenkerl. Er enthält eine Gräsermischung mit besonders langsam wachsenden Gräsern, denen auch kurze Schnittintervalle des Mähroboters nichts ausmachen.

nach obenNachsaat- und Reparaturrasen

Dass ein Rasen fleckenfrei durch das Jahr kommt, ist selten. Ob im Sommer durch zu viel Sonne verbrannt, Maulwurfshügel im Herbst, zu viel Nässe im Winter, Unkraut oder "Pipi-Flecken" vom Hund − löchrige Stellen im Rasen entstehen auf vielfältige Weise. Für diese Stellen eignet sich z. B. Nachsaat-Rasen von Compo, die Mischung 'Sperlings Gartendoktor' oder das 'Magische Rasenpflaster' von Substral. Sie werden auf den leicht mit einer Harke angerissenen Boden eingestreut, gut angedrückt und regelmäßig gewässert.

      


© Neudorff


nach obenTipp: Wildblumenrasen

Diese Besonderheit wurde in den letzten Jahren immer beliebter. Er soll wenige Rasengräser, dafür viele einjährige Wildblumen und vor allem ausdauernde Wiesenkräuter enthalten. Diese artenreiche Mischung ist ideal für den pflegeleichten Naturgarten, denn die Naturwiese erfreut über viele Jahre mit wunderbarer Blütenpracht, die vielen Tieren einen Lebensraum und besonders Bienen und Schmetterlingen eine üppige Nahrungsquelle bietet. Geeignete Mischungen gibt es beispielsweise von Neudorff. Die Blumenwiese gelingt am besten als Neuanlage auf abgemagertem, ungedüngtem Boden. Aussaatmenge: 15 bis 20 g/m2.

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Mit einem Streuwagen können Sie genau die richtige Menge des Saatguts ausbringen und Sie erfreuen sich bald eines dichten, grünen Rasens.
Tipps zur Rasenanlage
Schritt 4: Abdecken
Frühjahrskur für den Rasen
Tipps zur Rasenneuanlage

Schlagworte dieser Seite:

Garten, Mulchrasen, Nachsaat, Rasen, Rasenmischung, Rasenneuanlage, Reparaturrasen, Roborasen, Schattenrasen, Spielrasen, Spitzensaatgut, Strapazierrasen, Trockenheit, Wildblumenrasen, Zierrasen

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