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Frischekick mit Radieschen

Aussaat von Radieschen
© Stein
Aussaat von Radieschen

März 2016 Appetitlich in Rot-Weiß, knackig beim Reinbeißen und würzig im Geschmack, dazu gesunde Vitamine - Radieschen sind gerade im Frühjahr eines der Lieblingsgemüse für den Salat oder zum Rohverzehr. Die kleinen Rüben wachsen jetzt schnell und einfach, ob im Gewächshaus oder im Beet. Ideal für den ersten Frischegenuss von eigenen Gemüsen!


Radieschen gehören neben Salaten zu den frühesten Gemüsen. Denn in nur wenigen Wochen sind sie erntereif. Besonders einfach gelingt die Kultur im zeitigen Frühjahr im Gewächshaus oder im Frühbeet. Aber auch im Gemüsebeet gedeihen die wüchsigen Pflanzen freudig, wenn eine Lochfolie oder ein luftiges Vlies die zarten Jungpflanzen vor starken Witterungseinflüssen schützt. Unter der schützenden Hülle entwickelt sich mit den ersten Sonnenstrahlen ein wärmendes Kleinklima, das den Pflanzen gut bekommt und sie rasch gedeihen lässt. So sind mitunter bereits im April die ersten Radieschen zu ernten.

nach obenEhemals aus Asien

Radieschen sind nahe verwandt mit Rettichen. Die Heimat der zu den Kreuzblütlern zählenden Gemüse ist Vorderasien. Von dort haben sie sich nach Europa, aber auch nach Asien (China, Japan) verbreitet. Eine kurze Kulturzeit von nur fünf bis neun Wochen und der pikante würzige Geschmack machen Radieschen schon seit der Antike zu einem begehrten Gemüse. Die aus der verdickten Wurzel entspringenden runden, spitzkegeligen oder walzenförmigen Knollen können rot, weiß, gelb, violett oder rot-weiß gefärbt sein. Ob sie scharf oder mild schmecken, hängt von genügend Wasser, von der Jahreszeit und der Sorte ab. Frisch gewaschen in den Mund gesteckt, in Scheiben aufs Butterbrot geschnitten oder als würzige Zierde unter grüne Salate, Keimsprossen oder luftige Salatkreationen gemischt, erfreuen die knackigen Fitness-Kugeln Auge, Mund und Magen. Denn Radieschen tun der Gesundheit überaus gut. Der anregend scharfe Geschmack kommt von enthaltenen Senfölen, die vor Erkältungen schützen und weitere positive Eigenschaften besitzen.

nach obenGesunde Inhaltsstoffe

Die in den Radieschen enthaltenen Senfölglykoside sind hochwirksame Pflanzenstoffe, die im Magen und Darm schädliche Bakterien und Pilze abtöten können. Außerdem wird ihnen nachgesagt, gegen Krebszellen aktiv zu sein. Doch Radieschen können noch mehr. Besonders rote Radieschen enthalten viel Vitamin C, das unser Immunsystem unterstützt. Dazu bieten sie noch wertvolles Selen, das als Antioxidant wirkt, Folsäure, die besonders für Schwangere wichtig ist, sowie wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Calcium und Eisen. Ein Grund mehr, die schmackhaften kleinen Knollen selbst anzubauen.

nach obenKultur

Die Schwachzehrer gedeihen auf jedem Gartenboden an sonniger Stelle. Sie können fast das ganze Jahr ausgesät werden, denn selbst im Winter ist im geheizten Gewächshaus eine Ernte möglich. Aussaatzeit der Freilandsorten ist von März bis Anfang Oktober, im Gewächshaus von Januar bis Anfang Oktober bei Keimtemperaturen von 10 bis 25 °C. Säen Sie möglichst dünn in Reihen von 20 bis 25 cm Abstand und flach (1 bis 1,5 cm), denn bei zu tiefer Aussaat bleiben die Knollen nicht rund, sondern verformen sich spitz. Ihr Lichtbedarf ist hoch, weshalb sie nicht zu eng stehen dürfen. Nach dem Aufgang möchten sie daher auf einen Abstand von 3 bis 5 cm vereinzelt werden, d. h. überzählige Keimlinge sollten dazwischen entfernt werden. Als Düngung reicht eine Kompostgabe von 4 bis 5 Liter/m2.

nach obenSaatband und Kulturschutznetz

Es lohnt sich, Radieschen im Saatband auszusäen. Denn darin sind die Samenkörner bereits im passenden Abstand enthalten. Vereinzeln ist daher überflüssig. Legen Sie das Saatband in eine 1 bis 2 cm tiefe Rille, dann angießen, Erde darüber ziehen und mit dem Harkenrücken andrücken. Weiterhin fleißig gießen, lassen Sie die Keimlinge nie austrocknen!

Das Abdecken der Beete mit einem Kulturschutznetz ab Mitte April bis zur Ernte sperrt Schädlinge wie Erdflöhe, Schnecken, Blattläuse, Rettichfliegen, Raupen, Vögel, Hagel und allzu harte Winde aus. Das geerntete Gemüse bleibt so gesund und appetitlich.

nach obenVerschiedene Sorten

Es gibt Züchtungen für jede Jahreszeit, wobei man für Frühling und Herbst die gleichen Züchtungen verwenden kann. Sommersorten werden größer (bis etwa acht Zentimeter Durchmesser) und können länger in zartem Zustand geerntet werden. Zu viel Sonne, Trockenheit und Stress lassen unangepasste Sorten leicht hohl und pelzig werden.

'Rudi'
© Stein
'Rudi'
'Vienna'
© Stein
'Vienna'
'French Breakfast'
© Stein
'French Breakfast'
'Eiszapfen'
© Stein
'Eiszapfen'

Sorten für die Aussaat mit besonderer Widerstandsfähigkeit gegen Pelzigwerden sind 'Rudi', 'Stoplite', 'Parat', 'Vienna', und 'Sora'. Ab September kommt es mehr auf schnellen Wuchs an. Alle Sorten für den Frühjahrsanbau kommen jetzt wieder infrage, 'Lucia', 'Rudi', 'Saxa', aber auch die rotweißen Sorten 'Flamboyant', 'French Breakfast', 'Ostereier-Mix' und der weiße Minirettich 'Eiszapfen'.

'Radies-Kombination III'
© Sperli GmbH
'Radies-Kombination III'
Eine große Vielfalt bieten Mischungen wie die 'Radies-Kombination III' im Saatband, die mit weißen, gelben und violetten Knollen ein herrlich buntes Trio liefert (für den Frühjahrs- und Sommeranbau) oder die 'Kombination II' mit drei unterschiedlichen Sorten für die Aussaat im Sommer (beide von Sperli).

nach obenErnten und lagern

Radieschen sind erntereif, wenn die Knolle sich deutlich sichtbar aus der Erde erhebt. Das Blattgrün sollte direkt an der Knolle ansetzen, also noch nicht schießen, saftig grün sein und straff stehen. Frisch geerntet auf den Tisch schmecken sie einfach am besten. Allerdings lassen sie sich auch ein paar Tage im Kühlschrank lagern. Drehen Sie dazu die Blätter von den Knollen ab, das vermindert den Wasserverlust. Radieschen verlieren schnell Wasser und werden nach ein paar Tagen leicht schrumpelig. Doch man kann sie wieder aufpeppen: einfach in eine Schale Wasser legen, dann werden sie wieder frisch und knackig.

Radieschen in Topfpaletten
© Stein
Radieschen in Topfpaletten

nach obenTipp : Radieschen im Blumentopf

Interessiert an den vorgestellten Sorten?

Sie erhalten sie im Handel sowie im Versandhandel wie z.B. Amazon.de. Die orange-markierten Sorten führen Sie direkt zur Fundstelle bei Amazon.de.
Viel Spaß beim Gärtnern!
Würzige knackige Radieschen ernten und das mitten im Winter. Das gelingt leicht bei Zimmertemperaturen von 15 bis 18 °C auf einer hellen Fensterbank. Man braucht dazu einen Topf mit Pflanzerde und sät darin dünn verteilt die Samen einer schnellwüchsigen Sorte wie 'Lucia', 'Rodos', 'Eiszapfen' oder 'Bicolor' aus. Gut geeignet sind auch Topfplatten. In jeden Topf gibt man ein bis zwei Samen, deckt dünn mit Erde ab und gießt gründlich an. Schon bald entwickeln sich die Keimlinge. Zu dicht stehende Pflanzen entfernen. Bereits nach etwa sechs Wochen können Sie frische würzige Radieschen ernten.

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Schlagworte dieser Seite:

Anbau, Aussaat, Jungpflanzen, Radieschen, Rettich, Schädling

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