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Der Vorgarten Visitenkarte des Hauses

Vorgarten mit Stauden
© Stein
Vorgarten mit Stauden

Februar 2016 Mit gediegener Eleganz, fröhlich bunt oder rein funktionell - wie darf der Vorgarten ausfallen? Die Gestaltung fällt dabei oft nicht leicht, denn Zweck und Schönheit sollen miteinander verbunden werden.


Der Vorgarten soll einladend sein, aber er ist zwangsläufig wenig privat, sondern hat allerhand Funktionen zu erfüllen. Der Zugang zum Haus, zum Keller, zum Öltank, zur Garage − alles verläuft durch den Vorgarten. Obwohl nicht zu sehen, sind hier doch verschiedene Leitungen verlegt, für Strom, Wasser und auch für Gas. Es empfiehlt sich, die Leitungen gleich beim Verlegen zu fotografieren, denn später sind sie oft schwierig zu orten.

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Für Vorgärten hat sich als praktisch erwiesen: der Hauptweg zum Haus, wo möglich noch mit Fahrzeugen befahrbar, sollte möglichst seitlich entlang der Grundstücksgrenze verlaufen. Verläuft dieser Weg schnurstracks in der Mitte, dann teilt er den oft knappen Platz und macht den Garten klein. Eine solche Zuordnung verhindert von vornherein viele gefällige Gestaltungsideen und ist daher nur bei großen Grundstücken empfehlenswert.

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nach obenMultifunktionell

Auch die Garage, der Carport oder ein offener Stellplatz für Autos, Fahrräder und Kinderwagen sind Bestandteil der Gartenplanung. Dabei lässt sich selbst eine funktionelle Situation wie ein Autostellplatz mit viel Geschick in eine hübsch bepflanzte Oase für niedrige Stauden oder Sommerblumen verwandeln. Ähnliches gilt für den Postkasten und für die Mülltonnen, die gut in die Bepflanzung eingebunden und doch leicht zugänglich hinter Holzpalisaden oder Büschen und Hecken versteckt aufgestellt werden können.

Solarleuchten
© Stein
Solarleuchten
Wie sieht der Zugang zum Haus am Abend aus? Sind die Aufgänge, Eingänge und Wege ausreichend gut mit geschmackvollen Leuchten bestückt? Es gibt viele formschöne Solarleuchten, die an jedem Platz des Gartens ohne Stromanschluss ihren Dienst tun. Für kurze Entfernungen empfehlen sich auch günstige infrarot- gesteuerte Leuchten, die sich beim Betreten automatisch an- und ausschalten.

nach obenZäune und Mauern

In Deutschland besteht die Abgrenzung zum Nachbarn je nach Geschmack oder Bauordnung aus Mauern oder Zäunen aus Holz-Bohlen, Palisaden, Staketen, Draht, Aluminium oder verzinktem Eisen. Holz erweist sich dabei als schön, aber pflegeaufwändig, besonders wenn es farbig gestrichen wird. Vorzuziehen ist daher eher eine zurückhaltende Farbgebung, die mit überstreichbaren Holzschutzmitteln erreicht wird.

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Sehr großzügig wirkt ein Grundstück, wenn ganz und gar auf eine Abgrenzung verzichtet wird, wenn Straße und Gartenanlage ineinander übergehen und das Ende des Gartens lediglich an der Gestaltung oder an einer bodennahen Bohle sichtbar wird. Diese Lösung bietet sich insbesondere auf dem Lande oder bei kleinen Grundstücken mit wenig Platz an. Ist man sich mit dem Nachbarn einig, kann die Gestaltung mit Stauden, Sommerblumen oder kleinen Gehölzen auch grundstücksübergreifend gemeinsam erfolgen. Davon haben zum Schluss beide Partner etwas.

Es entspricht auch den Grundsätzen moderner Gartengestaltung, wenn der Vorgarten den Straßenraum mit einbezieht und eine geschickte Bepflanzung mit Bodendeckern, Blütengehölzen, Stauden, immergrünen Koniferen und Heide den Garten größer erscheinen lässt. Sehr häufig jedoch ist eine Abgrenzung nicht nur gewünscht, sondern auch dringend nötig, in verkehrsreichen Straßen zum Beispiel.

nach obenGefahrenquellen

Für Kleinkinder sind Vorgärten dann gefährlich, wenn in ihnen Sandkisten oder Turngeräte zum Spielen aufgestellt oder Gartenteiche eingerichtet werden − und seien sie noch so flach. Der leichte Zugang von der Straße her oder der Verkehr, der nur wenige Meter entfernt vorbeiführt, schaffen Gefahren, die leicht vermieden werden können, wenn diese Anlagen mit den nötigen Sicherheitsvorkehrungen versehen im geschützteren und privaten Teil des Gartens untergebracht sind.

Schon in 20 cm tiefen Springbrunnen-Becken sind Kinder ertrunken. Laut Gesetz haftet jeder für Unfälle, die sich aus selbst geschaffenen Gefahrenquellen ergeben − gleichgültig, ob das Grundstück leicht zugänglich ist oder nicht.

nach obenBelag für den Weg

Mehr denn je prägt die Gestaltung der Wege den ganzen Garten mit. Bei der Auswahl des Materials ist nicht nur der Geldbeutel entscheidend − wichtiger ist es auf längere Sicht, wie der Bodenbelag mit dem übrigen Garten und vor allem mit dem Material harmoniert, aus dem das Haus errichtet wurde. Natürliche Steine, vor allem neues oder gebrauchtes Kleinpflaster aus Granit, Basalt, Porphyr oder Gneis stehen hoch im Kurs.

Hiermit lassen sich auch reizvolle Muster gestalten, Pflanzbuchten einrichten oder Treppen mauern.

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Pflastersteine altern kaum und verlieren nicht an Wert, weil sie bei späteren Änderungen immer wieder verwendet werden können. Das Verlegen jedoch ist arbeitsaufwändig, damit teuer. Aus diesem Grunde hat die Betonwaren-Industrie Kunststeine jeder Art mit annähernd natürlichem Aussehen geschaffen, die preisgünstiger sind und sich ähnlich leicht wie Klinker oder Betonsteine im Rastermaß verlegen lassen. Auch mit ihnen lassen sich Muster, Bögen und geschwungene Wege gestalten. Immer jedoch sollte man höchstens zwei verschiedene Materialien oder Farbschattierungen miteinander kombinieren, damit die Gestaltung nicht zu unruhig wird.

Viele Kunststeine bleichen schon nach wenigen Jahren aus. Deshalb sollten Sie vor dem Kauf nach Musteranlagen bei Baustoff- oder Gestaltungsfirmen Ausschau halten, die schon längere Zeit existieren und Vergleiche ermöglichen.

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nach obenBelastbare Flächen

Ein preisgünstiges Material ist Gesteinsmehl (Splitt), das es mit etwas Lehm angemischt für Fahr- und Gartenwege kubikmeterweise gibt. Die Erfahrungen mit diesem natürlichen Material sind ausgesprochen gut. Nur unter überdachten Flächen (z. B. unter dem Carport) wird Gesteinsmehl nicht ausreichend fest, weil dort für einen haltbaren Belag die Feuchtigkeit fehlt.

Auf befahrbaren Flächen erzielt man mit Rasengittern einen angenehmen Übergang zum Rasen. Sie werden mit Boden gefüllt und später wird mähbarer Rasen eingesät.

Ob Naturstein, Kunststein oder Rasengittersteine: bei befahrbaren Wegen ist es besonders wichtig, dass der Untergrund mit Maschinen fachgerecht verdichtet wird.

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nach obenBepflanzung

Nach den grundsätzlichen Entscheidungen kann endlich die eigene Phantasie walten oder die gärtnerische Hilfe hinzugezogen werden.

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Bevor es dann ans Pflanzen geht, muss dem Boden etwas Aufmerksamkeit gewidmet werden. Verdichteter Boden sollte bis in den Untergrund gelockert, geeigneter Mutterboden mindestens 30 bis 40 cm dick aufgetragen werden. Rindenkompost, Grüntonnenkompost und vorher eingesäte Gründüngung bringen Leben und Nährstoffe in den Boden, die den späteren Pflanzen zugute kommen.

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Lebensbereiche Felssteppe, trockener Boden Einige Beispielpflanzen: Woll-Ziest, Alpen-Aster, Katzenminze
Rettet den Vorgarten!
Geschützt parken
Geschützt parken / Seite 2

Schlagworte dieser Seite:

Aufgänge, Bepflanzung, Carport, Eingänge, Gefahrenquelle, Gesteinsmehl, Grundstücksgrenze, Kinder, Kunststeine, Mauern, Multifunktionell, Pflastersteine, Springbrunnen, Staude, Stellplatz, Vorgarten, Zäune

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