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Wildobst-Spezialitäten

November 2015 Reich gedeckt ist der Tisch zu dieser Jahreszeit für Vögel, Igel, Spitzmäuse und viele nützliche Mitbewohner in der freien Natur. Mit Wildobst-Gehölzen können Sie den Kleintieren helfen, auch in Ihrem Garten fündig zu werden. Wir zeigen Ihnen einige Spezialitäten, die das Anpflanzen lohnen.


Die ökologisch wertvollen Gehölze bieten zunächst der Tierwelt Unterschlupf und während der Blütezeit reichlich Pollen, Nektar, Insekten und Früchte als Nahrung. Schmecken die Wildformen mitunter auch bitter oder sauer − längst hat der Mensch daraus auch Kultursorten gezüchtet, die neben dem prächtigen Aussehen, den vielen Vitaminen und Mineralstoffen der Naturarten mehr Wohlgeschmack und deutlich größere Früchte bieten. In Baumschulen und Gartencentern finden die meist schwachwüchsigen Gehölze als Alternative zu Kiefer und Lebensbaum viel Interesse. Die meisten eignen sich gut für Naturhecken, die kaum Schnitt und Pflege brauchen, für Wind- und Sichtschutz. Andere sind wie die Apfelbeere oder die Zierquitte kleine Bäumchen für den Ziergarten mit hübschen Blüten und dekorativen Früchten.

nach obenBlütenzauber im Frühjahr

Zierquitten (Choenomeles japonica)
© Redaktionsbüro Stein GbR
Zierquitten (Choenomeles japonica)
Zierquitten (Choenomeles japonica) sind den meisten Gartenliebhabern als dornige Heckenpflanzen bekannt, die sich im Frühjahr über Wochen mit großen, orangeroten Blüten schmücken. Dass sie zahlreiche pfirsichgroße Früchte bringen, die im Oktober reifen, wird kaum wahrgenommen. Dabei stehen die tennisballgroßen Früchte aus der Hecke denen vom Quittenbaum in puncto Aroma und Nutzen in nichts nach. Sie lassen sich leicht ernten und vielseitig verwerten. Zwar sind die harten gelben Früchte roh nicht genießbar, doch nach dem Kochen kann man den Saft zu herrlich fruchtig schmeckenden Gelees, zu Mus, Kuchen oder Marmelade verarbeiten. Eine gute Kultursorte ist 'Cido'.

Die Felsenbirne (Amelanchier lamarckii)
© Redaktionsbüro Stein GbR
Die Felsenbirne (Amelanchier lamarckii)
Die Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) aus Nordamerika bringt einen Doppelnutzen. Der fast in jedem Garten zu findende Zierstrauch blüht im April herrlich weiß und üppig. Dann folgen im Juli-August zahlreiche violettblaue Früchte, die Heidelbeeren ähneln, sehr saftig sind und wirklich delikat und angenehm schmecken. Gute Kultursorten sind 'Ballerina' und 'Rubescens'. Ein allgegenwärtiges Naschobst zum Frischverzehr, von dem erstaunlicherweise bislang kaum jemand Notiz genommen hat.

nach obenVogelnährgehölz

Apfelbeeren (Aronia melanocarpa)
© Redaktionsbüro Stein GbR
Apfelbeeren (Aronia melanocarpa)
Apfelbeeren (Aronia melanocarpa) mit den Sorten 'Viking' und 'Nero' sind winterharte attraktiv aussehende kleine Sträucher von etwa 1 m Höhe mit dunkelgrünen Blättern und vielen weißen Blüten im Mai. Die Pflanzen sind selbstfruchtbar, jede einzelne bringt deshalb im Frühherbst viele saftige schwarze vitaminreiche Früchte, die sich zum Saften, Kompott und zu Marmelade verarbeiten lassen. Ein sehr gutes Vogelnährgehölz, das sich auch für Gefäße und kleine Gärten eignet.

Maulbeeren
© M.v.S._Scheherazade/pixelio.de, pixelio.de
Maulbeeren
Maulbeeren: Auch die Maulbeere ist zugewandert, doch schon viele Jahrhunderte bei uns in Kultur. Immer noch sind Maulbeeren hier eine Seltenheit, doch haben sie schon seit Urzeiten die Menschen beschäftigt. Die Bäumchen aus China waren einst hochgeschätzt, vor allem weil die Blätter der weißfrüchtigen Art (Morus alba) zum Füttern der Seidenraupen verwendet werden. Die Früchte der sehr ertragreichen schwarzen Maulbeere (Morus nigra) dagegen sehen wie Brombeeren aus und schmecken angenehm süß. Sie sind deshalb ein wohlschmeckendes Naschobst, das seine Erträge auf eine lange Ernteperiode verteilt. Besonders die veredelten Exemplare der Platz sparenden Hängeform (Morus nigra 'Pendula') ergeben mit 150 bis 200 cm Höhe ein interessantes und wertvolles Topfobst für die Terrasse. Ausgepflanzt vertragen die bis 4 m hohen Bäume mit den hübschen Blättern und interessanten Blüten allerhand Frost. Sie sollten windgeschützt stehen, etwa in einem Innenhof.

nach obenVitaminreich und Gesund

Die winterharte Wolfs- oder Gojibeere (Lycium barbarum)
© Häberli Fruchtpflanzen AG
Die winterharte Wolfs- oder Gojibeere (Lycium barbarum)
Die winterharte Wolfs- oder Gojibeere (Lycium barbarum) mit den Sorten 'Nima' oder 'NO.1' (großes Foto links) von Häberli ist mit ihren vielen weiß-violetten Blütchen ein attraktiver bis 180 cm hoher Strauch, an dem von August bis Oktober leuchtend orangerote Beeren reifen. Eine europäische Wildform der Wolfsbeere, der Bocksdorn, ist auch in unseren Breiten heimisch, doch hat man um ihre Bedeutung nicht gewusst und sie deshalb kaum beachtet. Die chinesische Medizin aber schätzt die "Beere der ewigen Jugend" mit vielen Vitalstoffen als Geheimwaffe gegen das Altern. Frisch oder getrocknet passen die süßlich schmeckenden Früchte als Beigabe zu Müsli, Joghurt, Salaten oder Backwaren. Pflanzen in Töpfen gibt es heute zahlreich bei Versendern und in Gartencentern.

Kornel-Kirschen (Cornus mas)
© Redaktionsbüro Stein GbR
Kornel-Kirschen (Cornus mas)

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Viel Spaß beim Gärtnern!
Kornel-Kirschen (Cornus mas) bringen im Herbst leuchtendrote saftige Steinfrüchte, voller Vitamine und gesunder Vitalstoffe. Sie machen die heimische Kornelkirsche zu einem begehrten Futtergehölz für Vögel, das mit seinen sehr frühen gelben Blüten im März auch Insekten wie Bienen und Hummeln reichlich Nahrung bietet. Großfrüchtige Sorten wie z.B. 'Jolico' oder 'Cornella' sind dagegen auch für den menschlichen Verzehr interessant. Sie können hohe Erträge bringen und schmecken ähnlich wie Schattenmorellen, sehr angenehm. Warten Sie jedoch unbedingt, bis sie voll ausgereift sind und fast von selbst abfallen wollen, erst dann sind sie weich und schmecken wirklich gut. Gekocht und mit Zucker versehen, entstehen herbsüße Säfte, leckere Marmeladen und delikate Gelees. Pflanzabstand ist 150 bis 250 cm. Die Kornelkirsche verträgt alle Böden, braucht keine besondere Pflege, eignet sich für Hecken und richtet sich sogar in größeren Gefäßen ein.

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Apfelbeere, Blütenzauber, Felsenbirne, Gojibeere, Kornel-Kirschen, Maulbeeren, Vogelnährgehölz, Wildobst, Wolfsbeere, Zierquitte

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