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Herbstknüller mit Zeug zum Dauerbrenner

Orangerotes bis gelbgrünes Laub, weiße und magentafarbene Knospen - Heide hat heute einiges zu bieten!
© Heidezüchtung Kramer/Edewecht
Orangerotes bis gelbgrünes Laub, weiße und magentafarbene Knospen - Heide hat heute einiges zu bieten!

September 2015 Wenn Heiden als Gardengirl (Gartenmädel) daherkommen, steckt ein Erfolgsgeheimnis im Pflanzenblut: Sie bekennen monatelang Farbe. Späte Sorten lassen sich dabei nicht einmal von Frösten bis minus 10 °C beeindrucken. Ihre Ahnen waren eine Laune der Natur − und eine echte Steilvorlage für die Züchter.


Normalerweise ist es so: Die Pflanze öffnet ihre Blüten und lockt damit Bestäuber an. Haben die ihren Dienst verrichtet, verwelkt die Pracht, weil alle Kraft in die Samenbildung gehen soll. Doch es gibt immer mal wieder einzelne Exemplare, die sich etwas Neues "ausdenken". Eine sinnvolle Strategie: Sie ermöglicht Lebewesen, sich an veränderte Gegebenheiten anzupassen. Heide (Calluna) hält das nicht anders. Und so kam es, dass ein gartenbegeisterter Heidewanderer einst auf besonders "blühende" Pflanzen aufmerksam wurde. Eigentlich blühten sie gar nicht richtig. Es waren die von farbigen Kelchblättern umhüllten Knospen, die aus der Menge herausleuchteten. Sie öffnen sich bei dieser Spielart nie. In der Natur wäre das eine Sackgasse. Keine Bestäubung, keine Samen, keine Nachkommen. Für den Garten dagegen ist das eine Wucht. Der Heidewanderer erkannte das Potenzial und nahm die sogenannten Knospenblüher mit.

Kränze und Gestecke aus Knospenheide behalten selbst in geheizten Räumen lange ihre attraktive Farbe.
© Heidezüchtung Kramer/Edewecht
Kränze und Gestecke aus Knospenheide behalten selbst in geheizten Räumen lange ihre attraktive Farbe.

nach obenAusdauernd und Pflegeleicht

Die lila Pracht der Heidelandschaften erfreut Wanderer und Spaziergänger im Juni/Juli, maximal bis August. Die in den Siebzigern gezüchteten, winterharten Knospenheiden für Garten und Töpfe legen dann erst richtig los. Je nach Sorte glänzen sie bis Oktober, späte Sorten sogar bis in den Winter hinein. Trotzdem geben sie sich richtig pflegeleicht. Halten Sie einfach die Erde leicht feucht. Im Frühling schneiden Sie die alten Blütentriebe ab und mischen je einen Esslöffel Hornspäne rund um die Pflanzen in den Gartenboden.

Auf Balkon und Terrasse sind Ihre Sommerblumen mittlerweile bestimmt müde geworden. Ein Fall für die Gardengirls, die den frei gewordenen Platz mit Stil übernehmen. Zumal die Knospenheide-Sorten schicke Schwestern bekommen haben. Sie tragen weder Blüten, noch Knospen. Dafür sorgen sie mit silbrigem, gelbgrünem, rotem bis schwarzgrünem Laub oder hängender Wuchsform für noch mehr Abwechslung. Alle ziehen im Frühling gerne in den Garten um.

Herbstlich willkommen! Neben Knospenheide setzen sich gelblaubige und hängende Sorten in Szene.
© Heidezüchtung Kramer/Edewecht
Herbstlich willkommen! Neben Knospenheide setzen sich gelblaubige und hängende Sorten in Szene.

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Schlagworte dieser Seite:

Calluna, Heide, Heidelandschaften, Hornspäne, ausdauernd, pflegeleicht

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