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Rosenrost

Rosenrost
© Zeichnung: Margarete Griegel aus dem Buch "Mein gesunder Ziergarten"
Rosenrost

August 2015 Neben Sternrußtau und Rosenmehltau ist Rosenrost die bekannteste Rosenkrankheit.


nach obenSchaderreger und Schadbild

Die im Frühjahr auf den alten Trieben aufplatzenden, orangefarbenen bis roten Anschwellungen 2 und die ersten orangefarbenen Sporenlager auf den jungen Trieben 3 werden meistens übersehen. Auf der Blattoberseite werden ab Mai gelbliche bis rötliche, stecknadelkopfgroße Flecken sichtbar 4. Auf der Blattunterseite bilden sich den Flecken entsprechend gelborange, später rotbraune bis schwarze Pusteln 6.

Stark befallene Blätter werden vorzeitig abgestoßen 7, sodass bei mehrjährigem Befall die Sträucher immer schwächer werden. In extremen Fällen sterben sie nach einigen Jahren ab.

nach obenKrankheitsentwicklung

Rosenrost ist nicht wirtswechselnd und deshalb beschränkt sich der ganze Entwicklungszyklus auf die Rosenpflanzen. Der Pilz überwintert in erster Linie in Form von schwarzbraunen Wintersporen auf den abgefallenen Blättern 1. Es ist auch eine Überwinterung in Holztrieben möglich, wodurch sich bei vernachlässigtem Schnitt im Frühjahr immer wieder erneuernde Infektionsherde bilden können 2. Aus diesen alten Infektionsherden und aus den inzwischen neu entstandenen Frühjahrssporenlagern 3 werden die Blätter infiziert, auf deren Blattoberseite sich kurz danach gelbe bis rötliche Flecken bilden 4. Aus den auf der Blattunterseite entstehenden gelben Pusteln werden Millionen von Sommerpilzsporen entlassen 5, die für epidemieartige Infektionen bei empfindlichen Sorten, besonders bei feuchten Wetterverhältnissen, sorgen können. Im Spätsommer verschwinden die orangefarbenen Pusteln, und stattdessen bilden sich vermehrt dunkelbraune bis schwarze Pusteln mit den Wintersporen 6. Stark befallene Blätter fallen vorzeitig ab 7. Das Überwintern des Pilzes erfolgt überwiegend auf dem Falllaub 8.

nach obenVorbeugung und Bekämpfung

Durch genaues Zusammenkehren und durch anschließendes Entfernen des Falllaubes noch im Herbst kann die wichtigste Quelle der Frühjahrsinfektion beseitigt oder zumindest reduziert werden (der blaue Balken).

Ein sachgerechter Schnitt der Rosensträucher entfernt die Infektionsherde, sorgt für luftige, nach dem Regen schnell abtrocknende Pflanzen.

Eine ausgewogene, kalibetonte Vollernährung stärkt die Pflanzen gegen die Infektionen und hilft die Folgen der Beschädigung durch sie auszugleichen.

Eine abendliche Befeuchtung der Blätter, z. B. durch ein spät durchgeführtes Wassersprengen, sollte vermieden werden.

Bei erfahrungsgemäß Jahr für Jahr stark infizierten Pflanzen sollten, am besten vorbeugend ab Ende April, alle 10 bis 14 Tage (je feuchter das Wetter, desto öfter) mehrere genaue Spritzmaßnahmen durchgeführt werden (der rote Balken). Die Behandlungen sollten spätestens bei den ersten Befallssymptomen begonnen werden und bei erfahrungsgemäß starkem Infektionsdruck bis Juli erfolgen. Mittel mit gleichzeitiger Rosenmehltau- und Sternrußtauwirkung sollten bevorzugt werden:

  • Fungisan Rosen- und Gemüse- Pilzfrei (Neudorff)
  • COMPO Ortiva Rosen- Pilzfrei
  • Bayer Garten Rosen-Pilzfrei Baymat
  • Cueva Pilzfrei (Neudorff)
  • Atempo Kupfer-Pilzfrei (Neudorff)
  • COMPO Duaxo Universal Pilz-frei
  • COMPO Duaxo Rosen Pilz-frei

Buch-Tipp:


Weitere Informationen zur Gesunderhaltung Ihrer Zier-Pflanzen finden Sie in dem Buch Mein gesunder Ziergarten: Großer Krankheits- und Schädlingskalender von Adalbert Griegel.

Adalbert Griegel
Mein gesunder Ziergarten: Großer Krankheits- und Schädlingskalender
167 Seiten
Preis: 19,90 Euro
ISBN: 3930384108, Verlag: Griegel

Erhältlich im Buchhandel oder bei Amazon.de.



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Schlagworte dieser Seite:

Bekämpfung, Buch-Tipp, Falllaub, Fleck, Infektionsherd, Krankheitsentwicklung, Pilz, Rosenkrankheit, Rosenmehltau, Rosenrost, Schadbild, Schaderreger, Schnitt, Sporenlager, Spritzmaßnahmen, Sternrußtau, Vollernährung, Vorbeugung

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