Inhalt
Ihre Sucheingabe:

Sie befinden sich hier: Haus | Garten | Leben > Sanieren und erneuern > Elektrische Anlage im Altbau: Sicherheit geht vor

Elektrische Anlage im Altbau: Sicherheit geht vor

Solche Situationen findet man häufiger.
© Initiative ELEKTRO+
Solche Situationen findet man häufiger.

Dezember 2014 Veraltet, unzureichend, lebensgefährlich − so das Bild der Elektroinstallationen in vielen Altbauten.


In Deutschland sind laut Statistischem Bundesamt circa 10,87 Millionen Wohnungen 60 Jahre alt und rund 29 Millionen älter als 30 Jahre.

Entspricht die Elektroinstallation nicht den heutigen Standards, hat das nichts mit Altbau-Romantik zu tun. Eine veraltete Elektroinstallation kann für die Bewohner schnell zur Gefahr werden.

"Elektroinstallationen unterliegen, wie alle technischen Systeme, einem gewissen Verschleiß. Nach etwa 30 bis 40 Jahren hat eine Elektroinstallation das Ende ihrer Lebensdauer erreicht", weiß Hartmut Zander von der Initiative ELEKTRO+. Die Betriebs- und Sicherheitsanforderungen aus ihrer Entstehungszeit sind bei den meisten Altbauten überholt. "Lebensrettende Schutzleiter und Fehlerstrom-Schutzschalter (FI) gehören noch nicht lange genug zum Standard und fehlen deshalb häufig", so Zander. In älteren Wohngebäuden sollte also unbedingt festgestellt werden, ob die Elektroinstallation den Betriebs- und Sicherheitsanforderungen der heutigen Zeit entspricht. Wenn nicht, heißt es: modernisieren, nachrüsten und verändern, bis das aktuelle Sicherheitsniveau erreicht ist − insbesondere dann, wenn sowieso Modernisierungsarbeiten geplant sind.

Ein Elektrofachmann prüft den Zustand der Installation und informiert über die Möglichkeiten für Um- und Nachrüstung. Wenn in bewohntem Zustand saniert werden soll, ist eine gute Planung besonders wichtig.

nach obenKabelbrand vorbeugen − Leitungen erneuern

Alte Elektroleitungen können problematisch sein. Ihre Isolierung kann derart gealtert sein, dass sie spröde und brüchig wird. In diesem Fall drohen Kurzschlüsse, Stromschläge und Kabelbrand. "Dazu kommt, dass es früher noch keine Normen für die Verlegung der Kabel gab", ergänzt der Hartmut Zander. "In manchen Wohnungen sind die Leitungen kreuz und quer in den Wänden verlegt." Das kann beim Bohren gefährlich werden. Werden bei der Erneuerung des Leitungssystems die Kabel normengerecht verlegt, besteht diese Gefahr nicht mehr.

Früher und heute: Steckdosen, gerade in der Küche, kann man nie genug haben. Weitsichtige Planung ist hier angebracht.
© Initiative ELEKTRO+
Früher und heute: Steckdosen, gerade in der Küche, kann man nie genug haben. Weitsichtige Planung ist hier angebracht.

nach obenZu wenige Steckdosen in Altbauten

Ein weiteres Zeichen für eine unzureichende Elektroinstallation ist die Zahl der Steckdosen. In vielen Altbauten befinden sich viel zu wenige Steckdosen, um die heutige Art der Nutzung von Elektrogeräten zu ermöglichen. Die Folge: Steckdosenleisten kommen zum Einsatz. Dadurch sind jedoch mehr Elektrogeräte gleichzeitig an einem Stromkreis in Betrieb, als für diesen gut ist. Im besten Fall schaltet die Sicherung ab. Tut sie das nicht überhitzen die elektrischen Leitungen- insbesondere auch die der Steckdosenleiste − übermäßig. Ein Schwelbrand ist eine der möglichen Folgen. Solche Schwelbrände und defekte Hausgeräte verursachen bis zu 15 Prozent der Wohnungsbrände in Deutschland. "Die Verwendung von Steckdosenleisten darf keine Dauerlösung sein − schon gar nicht, wenn mehrere hintereinander gesteckt werden", warnt Zander. "Neue, fest installierte Steckdosen sind nötig und dazu braucht es eine ausreichende Zahl von Stromkreisen."

Mehrere Stromkreise sind beispielsweise in der Küche notwendig: Einen Festanschluss mit eigenem Stromkreis benötigen der Elektroherd, der Dampfgarer und Kochfelder in Einbauküchen, die nicht mit dem Backofen in einem Kombigerät integriert sind. Wie viele Steckdosen und Stromkreise für die einzelnen Räume heute in Wohngebäuden notwendig sind, beschreibt die Richtlinie RAL-RG 678. Der Anwender wählt hierbei aus insgesamt sechs Ausstattungsstufen die für ihn geeignete und notwendige aus. Hierbei sollte unbedingt auf die leichte Erweiterbarkeit der Elektroinstallation für künftige Anforderungen durch Verwendung von Elektroinstallationsrohren geachtet werden.

Weitere Informationen zur RAL-Richtlinie finden Sie in der ELEKTRO+-Broschüre "Raumplaner" und online unter www.elektro-plus.com.

Dieses Wärmepumpensystem in Split-Bauweise kann nicht nur Heizen, sondern verfügt auch über eine Cool-Funktion. Ergänzt wird dieses System mit der Komfortlüftung und dem Energie-Pufferspeicher.
Wärmepumpen im Altbau? / Seite 3
Luftgekühlter Pelletbrenner mit sauberer Verbrennung, geringste Emissionen und automatische Entaschung.
Pellet-Heizung austauschen / Seite 2
Wohlfühl-Zuhause

Schlagworte dieser Seite:

Altbau, Elektroinstallation, Hausinstallation, Sanierung, Verkabelung

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (0)

Ihr Kommentar


Datenschutz | Impressum | Kontakt
Die Website enthält Bilder von www.pixelio.de

Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH

Copyright

Familienheim und Garten
Verlagsgesellschaft mbH
Bonn, 2018

Entwicklung/Realisierung

MultimedaConcept, Bonn
Kennedyalle 17, 53175 Bonn
office@mmcm.de
www.mmcm.de