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Urlaubsstimmung unter Palmen

Eine große, alte Hanfpalme als Freilandpflanze.
© Jaehner, Ilse
Eine große, alte Hanfpalme als Freilandpflanze.

Dezember 2014 Palmen sind der Inbegriff üppigen Grüns in sonnigen Gefilden. Wer sich mit diesen dekorativen Pflanzen umgeben will, sollte genau wissen, welche sich für den Garten und welche nur für Innenräume eignen.


Im Haus fühlt sich die Bergpalme (Chamaedorea elegans) wohl. Diese vergleichsweise zierliche Palme wird nicht übermäßig hoch und passt daher auch in kleinere Räume. Für ein üppigeres Bild setzen Sie am besten zwei oder drei Pflanzen in ein größeres Gefäß. Besonders schön ist, dass selbst junge Bergpalmen fast das ganze Jahr über blühwillig sind. Außerdem kommt die Bergpalme mit bemerkenswert wenig Licht aus, sodass sie gut im Innenraum stehen kann. Direkte Sonne mag sie nicht. Der optimale Temperaturbereich liegt bei 18 °C.

Dagegen ist das Kokospälmchen (Microcoelum weddelianum) fast so etwas wie eine Eintagsfliege. Sie mag einen hellen, absonnigen Standort, gleichmäßige Wärme nicht unter 18 °C, möglichst hohe Luftfeuchtigkeit und ständig etwas Wasser im Untersetzer.

Die robuste Zwergpalme eignet sich gut für die Kübelpflanzung.
© Jaehner, Ilse
Die robuste Zwergpalme eignet sich gut für die Kübelpflanzung.

nach obenFreiluft-Freunde

Es gibt Palmen, die wie Kübelpflanzen behandelt werden − sie stehen im Sommer draußen und überwintern kühl. Die Zwergpalme (Chamaerops humilis) wächst niedrig, aber kompakt. Als einzige Palmenart kommt sie wild in Südeuropa vor, vor allem im Mittelmeerraum. Die Zwergpalme ist anspruchslos und kommt sogar mit unserem Klima zurecht.

Man darf sie nur nicht überstrapazieren. Bei der Überwinterung ist sie ziemlich pflegeleicht: Sie hält es zwischen Spätherbst und Frühjahr bei Temperaturen nur wenig über 0 °C aus. Außerdem verträgt sie dunkle Wintertage, sofern sie nicht länger als von Dezember bis März andauern. Zwergpalmen wachsen außerordentlich langsam. Es empfiehlt sich daher, ein etwas größeres Exemplar zu kaufen.

Die Kanarische Dattelpalme darf nicht dunkel überwintern.
© Jaehner, Ilse
Die Kanarische Dattelpalme darf nicht dunkel überwintern.
Die Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis) kennt jeder: Sie wächst in allen wärmeren Zonen der Erde und ist auch die verbreitetste Palme im Kübel. Die Kanarische Dattelpalme hat zunächst steif aufrecht stehende Wedel, die sich erst im Alter nach außen oder unten neigen. Da sie erfreulich widerstandsfähig ist, kann sie draußen bleiben bis die ersten schwachen Nachtfröste drohen. Kälter als -4 °C sollte es allerdings nicht werden. Auch andauernde herbstliche Nässe sollten Sie diesen Palmen nicht zumuten und sie lieber geschützt platzieren − in einen offenen Schuppen oder unter einen Dachvorstand. Bei stärkeren Frösten sollte sie an einen hellen Platz im Haus gebracht werden.

Ideal sind gerade frostfreie Wintergärten oder ähnliche Unterkünfte. Dunkelheit verträgt diese Palme nicht, dafür aber mehr als die sonst für Kübelpflanzen gültigen 5 °C.

Aus Ostasien kommt Trachycarpus fortunei, die Hanfpalme. Wie die Zwergpalme ist auch sie eine Fächerpalme und wächst fast ebenso langsam. Allerdings wird sie mit ihrem ausgeprägten Stamm wesentlich höher. Diese Palme ist ungewöhnlich hart im Nehmen. In besonders geschützten Gartenhöfen, z. B. in milden Weinanbaugebieten, behaupten sich Hanfpalmen sogar als Freilandpflanzen. Kritisch wird es bei unter -10 °C. In ungünstigeren Lagen holt man die Pflanze rechtzeitig ins Haus und überwintert sie möglichst hell und kühl. Ist dies nicht möglich, verträgt sie es kurzfristig wärmer und eventuell auch dunkel, jedoch nicht länger als unbedingt nötig. Nach dunklem Winterstand müssen Palmen im Frühjahr draußen erst schattig aufgestellt werden, damit sie sich allmählich wieder an mehr Licht gewöhnen.

nach obenDraußen überwintern

Irgendwann sind Palmen im Kübel nur noch schwer transportfähig. Sowohl Zwerg- als auch Hanfpalmen kann man in klimatisch einigermaßen günstigen Lagen als Freilandpflanzen halten. Dabei sollte man jedoch Folgendes beachten: Binden Sie die Wedel bei trockenem Herbstwetter zusammen und bedecken sie die Erde um die Pflanzen hoch mit Laub. Dann stülpen Sie ihr ein kleines, boden- und deckelloses Fass über. Geben Sie über das Fass ein größeres und stopfen Sie den Zwischenraum zwischen beiden Fässern mit trockenem Laub aus. Bei Frost erst das kleinere Fass deckeln, bei stärkerem auch das große. Ist die Pflanze zu groß, umhüllen Sie sie mehrfach mit Noppenfolie.

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Berkpalme, Dattelpalme, Hanfpalme, Kokospalme, Palme, Zwergpalme, Überwintern

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