Inhalt
Ihre Sucheingabe:

Sie befinden sich hier: Pflanzen > Ziergarten > Heidegarten
← vorheriger BeitragFernöstliche Gartengestaltung
nächster Beitrag → Blumenzwiebeln - Neuheiten

Heidegarten

Beispiel eines Heidegartens für größere Hausgärten: mit vielen verschiedenen Heidekrautsorten, dazu Wacholdersäulen, Birken, Park- und Wildrosen, Teich und Findlingen. Gärtner müssen regelmäßig zur Schere greifen und die Triebe zurückschneiden.
© Jaehner, Ilse
Beispiel eines Heidegartens für größere Hausgärten: mit vielen verschiedenen Heidekrautsorten, dazu Wacholdersäulen, Birken, Park- und Wildrosen, Teich und Findlingen. Gärtner müssen regelmäßig zur Schere greifen und die Triebe zurückschneiden.

September 2014 Heidekraut ist beliebt bei Mensch und Schaf. Nicht nur in Naturschutzgebieten wunderschön, kann Heide auch im eigenen Garten einen attraktiven Schwerpunkt bilden.


Heidekraut ist untrennbar mit der Lüneburger Heide verbunden. Dieses unter Schutz stehende alte Kulturland erstrahlt in Hochsommer und Frühherbst brennendrot vor lauter Heidekraut − mit sparsam eingestreuten Gehölzen und bevölkert von großen Heidschnucken-Herden.

Die Blütezeit von Calluna-Sorten, will man sie ganz ausschöpfen, geht von Juni bis in den Dezember. Zusätzliche gelb- und blaublühenden Stauden, kleine Bodenwellen oder Böschungen sowie eingestreute Findlinge beleben die Fläche.
© Jaehner, Ilse
Die Blütezeit von Calluna-Sorten, will man sie ganz ausschöpfen, geht von Juni bis in den Dezember. Zusätzliche gelb- und blaublühenden Stauden, kleine Bodenwellen oder Böschungen sowie eingestreute Findlinge beleben die Fläche.
Bestandsbestimmend in Heidelandschaften ist das Heidekraut oder die Besenheide, botanisch Calluna vulgaris. Das botanische Calluna ist griechischen Ursprungs, von kallyno = ich fege, reinige. Wie könnte man das besser als mit einem Besen aus Besenheide!

nach obenBesenheide im Garten

Es ist immer sinnvoll, im Garten Schwerpunkte zu setzen. Das ist die sicherste Methode, sich nicht zu verzetteln. Ein Heidegarten kann so ein Schwerpunkt sein − und schön obendrein.

Auch Einjahrsblumen haben ebenfalls ihre Daseinsberechtigung im Heidegärtchen, wie hier Husarenknöpfchen (Sanvitalia) mit gelben Blüten. Die dauerhaft buntlaubige Traubenheide (Leucothoe) ist ebenfalls ein bewährter Partner für Heidepflanzen.
© Jaehner, Ilse
Auch Einjahrsblumen haben ebenfalls ihre Daseinsberechtigung im Heidegärtchen, wie hier Husarenknöpfchen (Sanvitalia) mit gelben Blüten. Die dauerhaft buntlaubige Traubenheide (Leucothoe) ist ebenfalls ein bewährter Partner für Heidepflanzen.

Die überlegte Pflanzenwahl ist heute noch wichtiger als früher. Dafür sorgt die Züchtung so genannter Knospenblüher, also von Pflanzen, deren Blüten sich nicht normal öffnen, sondern geschlossen bleiben und so auch vergehen. Das hat den Vorteil, dass solche Pflanzen lange adrett aussehen. Andererseits geht dabei bedauerlicherweise ein Stück der großen Vielfalt an normalblühenden Heidekrautsorten verloren. Im Angebot von Garten-Centern, mehr noch in Baummärkten, findet man fast nur Knospenblüher. Ein Grund mehr, um sich in einer Spezialgärtnerei nach Normalblühern umzusehen.
© Jaehner, Ilse
Die überlegte Pflanzenwahl ist heute noch wichtiger als früher. Dafür sorgt die Züchtung so genannter Knospenblüher, also von Pflanzen, deren Blüten sich nicht normal öffnen, sondern geschlossen bleiben und so auch vergehen. Das hat den Vorteil, dass solche Pflanzen lange adrett aussehen. Andererseits geht dabei bedauerlicherweise ein Stück der großen Vielfalt an normalblühenden Heidekrautsorten verloren. Im Angebot von Garten-Centern, mehr noch in Baummärkten, findet man fast nur Knospenblüher. Ein Grund mehr, um sich in einer Spezialgärtnerei nach Normalblühern umzusehen.

nach obenPlanen, Pflanzen, Pflegen:

  1. Der Standort sollte hell, sonnig, eventuell absonnig, aber nicht direkt schattig sein. Über den Pflanzen sollte der Raum frei bleiben, denn volle Sonne sorgt für reichen Flor und intensive Blütenfarbe. Wünschenswert ist ein luftiger Standort, allerdings verträgt Besenheide keine stark windigen Lagen oder stehende Luft mit hoher Luftfeuchtigkeit.
  2. Heidekräuter sind genügsam und entwickeln sich in einer Erde mit niedrigem Nährstoffgehalt gewöhnlich besser als in nährstoffreichem Boden. Ideal ist torfige, sandige Erde mit hohem Humusanteil und einem pH-Wert zwischen 4 und 5, also ziemlich sauer. Keinesfalls darf der Boden zu kalkhaltig sein. Magern Sie ihn eventuell mit grobem Sand ab. Humus liefern Lauberde, Rindenkompost (kein Rindenmulch), grobfaseriger Torf und ähnliches Material.
  3. Die Zahl der Calluna-Sorten, Blütezeiten von Juni bis November, ist kaum überschaubar. Am besten informiert man sich vorher anhand von Sortenlisten spezieller Gartenbaubetriebe und stellt die Pflanzen zusammen nach:
    • Blütenform
    • Wüchsigkeit
    • Laubfärbung
    Schneeheidesorten (Erica) mit Flor von November bis in den Mai sind eine schöne Ergänzung und verlängern die Blütezeit. Allein mit diesen beiden Pflanzengruppen blüht es in Ihrem Heidegarten praktisch ganzjährig.
  4. Abwechslung ins Heidegärtchen bringen hohe, mittlere und niedrige Sorten, aber auch leichte Bodenwellen oder flache Böschungen. Eine vollständig ebene Waagerechte wirkt schnell langweilig. Lockern Sie das Ganze mit einigen höheren, standortgemäßen Gehölzen auf, wie Wacholder, schwachwüchsigen Birken, Eibe, Park- und Wildrosen, Ginster. Blau- und gelbblühende niedrige, möglichst wintergrüne Stauden ergänzen die roten, rosafarbenen und weißen Calluna- und Ericablüten.
  5. Pflanzen Sie die ausgewählten Sorten nicht wild durcheinander, sondern gruppenweise. Der beste Zeitpunkt dafür ist jeweils nach der Blüte oder bei Austrieb. Vor dem Pflanzen wässern Sie die Setzlinge mehrere Stunden lang und lockern Sie danach stark verfilzte Wurzelballen vorsichtig auf. Anschließend pflanzen Sie die Setzlinge eine Idee tiefer als sie zuvor standen − jedoch nicht so tief, dass die Basis der Triebe im Boden verschwindet. Setzen Sie die Pflanzen je nach Wuchsstärke 30 bis 40 cm auseinander.
  6. Der Schnitt erfolgt unbedingt regelmäßig von Mitte April bis Mitte Mai. Schneiden Sie dabei bis kurz unterhalb des mit Blütenresten besetzten Teiles zurück, damit sich die Pflanzen immer wieder von unten bestocken.

  • Verschiedene Wuchsformen bringen Abwechslung, hier im unmittelbaren Nebeneinander wüchsig-aufrecht bis ganz flach-niederliegend. Auch Kontraste zwischen buschigem oder kompaktem, lockerem oder dicht verzweigtem Wuchs wirken attraktiv. | © Jaehner, Ilse
  • Wer ein Heidemotiv im eigenen Garten anlegen möchte, sollte sich zunächst über das Angebot an Calluna-Sorten in Spezialgärtnereien informieren. Viele Farbschattierungen der Blüten von Weiß bis Dunkelrot stehen zur Wahl. Eine unterschiedliche Blattfärbung von Gelb bis Bronzefarben bereichert weiter. | © Jaehner, Ilse

← vorheriger BeitragFernöstliche Gartengestaltung
nächster Beitrag → Blumenzwiebeln - Neuheiten
Erica carnea
Heidekräuter - eine große Familie
Kränze und Gestecke aus Knospenheide behalten selbst in geheizten Räumen lange ihre attraktive Farbe.
Herbstknüller mit Zeug zum Dauerbrenner
Ansprechende Herbstbepflanzung mit Calluna vulgaris, Silberblatt und Chrysanthemen.
Mit blühender Heide durch Herbst und Winter

Schlagworte dieser Seite:

Besenheide, Erica, Heide, Heidekraut, Heidelandschaften, Naturschutzgebiet, Rindenkompost, Schnitt

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (0)

Ihr Kommentar


Datenschutz | Impressum | Kontakt
Die Website enthält Bilder von www.pixelio.de

Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH

Copyright

Familienheim und Garten
Verlagsgesellschaft mbH
Bonn, 2018

Entwicklung/Realisierung

MultimedaConcept, Bonn
Kennedyalle 17, 53175 Bonn
office@mmcm.de
www.mmcm.de