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Trotz Insektengiftallergie: Sicher Arbeiten zwischen Blumenbeet und Obstbaum

August 2014 Ein unbedachter Griff beim Beetumgraben oder Früchtepflücken am Baum und schon ist es passiert: Eine Biene oder Wespe sticht zu. Für Insektengiftallergiker kann der eigene Garten schnell zur Gefahrenzone werden. Doch mit einer Allergie-Impfung lassen sich die allergischen Reaktionen stark abschwächen oder ganz verhindern.


Wespen, Bienen, Hummeln und Hornissen fühlen sich in Gärten ebenso wohl wie die Menschen, die darin leben und diese mit viel Hingabe pflegen. Auch wenn Insekten in der Natur nützlich sind, möchte man die Zeit im Garten ohne Angst vor Insektenstichen verbringen. Handschuhe, Hut und körperbedeckende Kleidung bieten zwar einen gewissen Schutz, doch sind Stiche trotzdem nicht zu vermeiden. Wer allergisch auf einen Insektenstich reagiert, begibt sich zwischen Blumenbeet und Obstbaum schnell in Gefahr. Denn für Insektengiftallergiker kann ein Stich lebensgefährlich sein.

Bei einer Insektengiftallergie kommt es nach einem Stich im Körper zu einer heftigen Abwehrreaktion. Bildet sich eine Schwellung von mehr als zehn Zentimetern Durchmesser und klingt diese nach 24 Stunden immer noch nicht ab, deutet das auf eine allergische Reaktion hin. In diesem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden. Die allergische Reaktion kann aber auch so stark sein, dass sie die wichtigsten Lebensfunktionen außer Kraft setzt. Es kommt zu einer Anaphylaxie − ein akuter Notfall. Rund eine Million Deutsche zeigen schwere allergische Reaktionen auf Insektenstiche. Experten gehen von deutschlandweit jährlich 10 bis 20 Todesfällen durch eine Insektengiftallergie aus. Die Dunkelziffer ist wahrscheinlich wesentlich höher.

Doch eine Insektengiftallergie kann so gut therapiert werden wie kaum eine andere lebensgefährliche Krankheit. Betroffene können sich durch die sogenannte Allergie-Impfung wirksam vor allergischen Reaktionen schützen. Die Allergie-Impfung gewöhnt den Körper langsam an das Insektengift, sodass er nicht mehr allergisch reagiert. Der Allergiker bekommt in regelmäßigen Abständen eine definierte Menge des Insektengiftes unter die Haut gespritzt. Das Immunsystem gewöhnt sich durch die Therapie mit der Zeit an den allergieauslösenden Stoff. Die allergischen Symptome verringern sich deutlich oder verschwinden sogar vollständig. Nach einer Allergie-Impfung vertragen rund 90 Prozent der Patienten den ehemals gefährlichen Insektenstich, ohne dass es zu einer allergischen Reaktion kommt.

Betroffene sollten sich zusätzlich ein Notfallset verschreiben lassen. Es lässt sich ohne fremde Hilfe anwenden und überbrückt die Zeit, bis der Notarzt eintrifft. Es enthält neben einem Cortison-Präparat und einem Antihistaminikum auch einen Adrenalin-Autoinjektor, der im Notfall schnell die gefährlichen Allergie-Symptome bekämpft. Das Set kann im Notfall Leben retten − aber mit der Allergie-Impfung können sich Betroffene auch bei Tätigkeiten im direkten Umfeld von Insekten wieder sicherer fühlen.

Mehr zur Allergie-Impfung unter www.allergiecheck.de
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Abwehrreaktion, Biene, Handschuh, Hut, Impfung, Insektengiftallergiker, Insektenstich, Notfall, Notfallset, Wespe

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