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Oleander − Mediterraner Stimmungsmacher

Juni 2014 Lässige Siesta unter blühendem Oleander − stilvoller kann man einen schönen Sommertag kaum genießen. Auf der Terrasse oder dem Balkon erfreuen die Dauerblüher im Kübel mit Massen von Blüten, im geschützten Wintergarten sogar über das ganze Jahr.


Mediterraner Stimmungsmacher
© Stein, Dagmar
Mediterraner Stimmungsmacher

Nerium Oleander in rosa
© Stein, Dagmar
Nerium oleander in rosa
Wie keine andere Kübelpflanze ist Oleander (Nerium oleander) ein Symbol für Sonne, flimmernde Hitze und mediterrane Ferienstimmung. Genügend Wärme vorausgesetzt, lässt sich das subtropische Hundsgift-Gewächs kaum am üppigen Blühen hindern. Nur Kälte und Regen behagen ihm nicht. Besonders leicht verkleben gefüllte Blüten, deshalb entwickelt sich der üppigste Flor am besten in regenarmen Klimaten, im Schutz von überstehenden Dächern oder auf Veranden mit Glasdach. Doch gerade die gefüllten Sorten sind begehrt, denn nur sie duften (von wenigen Ausnahmen abgesehen) mit aufregendem Aroma, darunter zum Beispiel die häufige, rosa gefüllte 'Splendens'. Viele neue Züchtungen sind in Frankreich entstanden. Diese Pflanzen haben einen weniger sparrigen Wuchs, sind blühfreudig und zeigen neue Farben in bislang nicht gekannten aparten Tönen wie Apricot, Cremegelb, Kanariengelb, Gelborange, Lachs und Rosenrot.

Nerium Oleander in weiß
© Stein, Dagmar
Nerium oleander in weiß

nach obenViel Wasser

Oleander ist im Mittelmeerraum am Rand von Bachläufen und Seerändern zu Hause. Auch wenn deren kalkiger Lehmboden in der Sommerhitze trocken aussieht, reichen die Wurzeln in feuchte Tiefen. Entsprechend hoch ist der Bedarf an Wasser, das kalkhaltig sein darf, niemals aber sauer und torfhaltig. Wenig Regen im Sommer und kühle, frostfreie Winter entsprechen diesem bis zu 3 m hohen immergrünen Strauch. In Kübeln erreicht er bei uns 1,5 bis 2 m Höhe, ausgepflanzt in seiner südlichen Heimat das Doppelte. Oleander blüht im Freien lange von Mai bis November, erst dann braucht er ein frostgeschütztes Quartier. Deshalb ist die Überwinterungszeit (von Ende November bis März) kurz.

Für einen duftenden, üppig blühenden Wintergarten ist Oleander die richtige Kübelpflanze. Stehen die Pflanzen in genügend großen Gefäßen, hört das Blühen sogar in der kalten Jahreszeit nicht auf. Die prächtigen Südländer machen viel Freude, sofern man um ihre Besonderheiten weiß.

nach obenTipps zur Pflege

Standort

Den wärmeliebenden Kübelpflanzen gefällt ein sonniger, vor Wind und Regen geschützter Platz, zum Beispiel an einer südlichen Hauswand oder unter dem Dachüberstand. Geben Sie den Pflanzen einen trockenen, warmen Platz auf der Terrasse, denn Nässe vertragen weder die leicht faulenden Knospen noch die Blüten.

Wasserversorgung

Oleander braucht viel Wasser, deshalb nie austrocknen lassen, sonst werden viele Blätter schnell gelb und fallen ab, ebenso die Knospen. Verwenden Sie also stets einen Untersetzer mit reichlich Wasservorrat oder eine Tropfbewässerung. Verwenden Sie kein Regenwasser, eher gefragt ist hartes kalkiges Leitungswasser.

Düngung

Fügen Sie dem Gießwasser in der Wachstumszeit von März bis August alle drei Wochen Flüssigdünger bei. Günstig sind auch Langzeitdünger mit genügend Kaligehalt (z. B. Osmocote), im März bis April 3 bis 4 g pro Ballen aufstreuen und mit etwas Erde bedecken. Düngen Sie nie einseitig mit Stickstoff, denn dadurch werden die Triebe weich und schlaff, die Pflanzen blühen schwach.

Rückschnitt

Rückschnitt von Kübelpflanzen.
© Stein, Dagmar
Rückschnitt von Kübelpflanzen.
Nur bei Platzproblemen werden einige Triebe im Herbst eingekürzt. Schneiden Sie Blütentriebe im Herbst nicht ab, denn im Frühling blühen sie weiter und bringen neue Knospen. Werden die Pflanzen zu üppig, immer nur mit Bedacht einige alte Äste ausschneiden, sonst müssen Sie ein Jahr lang auf die Blüte verzichten. Werden alte Pflanzen doch zu umfangreich, unansehnlich oder zu groß, können Sie im Abstand von fünf bis sechs Jahren alle Triebe komplett auf etwa 40 cm Höhe abschneiden und damit für eine Erneuerung sorgen. Die nächsten Blüten bilden sich dann nach einem Jahr Pause. Dies geschieht am besten im Spätwinter, nach dem Umtopfen, damit sich ein kräftiger Neuaustrieb bildet.

Pflanzenschutz

Im Winterquartier und auch während des Wachstums können Oleanderpflanzen von Schädlingen wie Blattläusen, Schildläusen, Woll- und Schmierläusen sowie von Weißen Fliegen und Roter Spinne (Spinnmilben) befallen werden. Dagegen helfen Spritzungen mit Mitteln aus dem biologisch wirksamen tropischen Neembaum, auch solche, die mittels Ölen den Schädlingen die Atemöffnungen verstopfen. Bis zu 8 Wochen wirksam sind systemisch wirkende Granulate zum Streuen auf das Topfsubstrat (z. B. "Lizetan") , Insektizid-Stäbchen (z. B. "Lizetan" oder "Axoris") oder Spritzmittel (z. B. "Schädlingsfrei Calypso"), deren Wirkstoffe von den Pflanzen aufgenommen werden. Sie töten nicht nur erwachsene Schädlinge ab, sondern auch deren Eier, sodass sich ein Schutz von 6 bis 8 Wochen ergibt.

Stehen die Pflanzen zu dicht, zu dunkel und warm, werden sie leicht von Pilzkrankheiten wie Grauschimmel (Botrytis) und Oleanderwelke (Ascochyta) befallen. Schneiden Sie die befallenen Triebe tief ab bis ins gesunde Gewebe. Duschen Sie nie ab und schützen Sie die Pflanzen vor Regen.

Oleander im Gewächshaus.
© Stein, Dagmar
Oleander im Gewächshaus.

Das ideale Winterquartier

Erst spät im Jahr (November) ziehen die Pflanzen um ins Winterquartier. Beim Transport hilft eine Sackkarre, auch wenn es über Treppen geht. Frostfrei, aber kühl (+ 1 bis 5 °C) überwintert Oleander am besten. Sie kommen dann mit gelegentlichem Gießen aus. Lüften Sie einmal pro Woche und lassen Sie die Ballen nicht ganz austrocknen. Vor dem Einräumen werden die Pflanzen genau auf Schädlinge kontrolliert und durchgeputzt. Dabei brauchen sie als Immergrüne auch im Winter genügend Licht. Ein kühles Gewächshaus, ein beheizbares Überwinterungszelt oder ein schwach geheizter Kalt-Wintergarten sind daher ideal. Notfalls tut es auch ein heller Treppenaufgang, eine Garage oder ein kalter Keller. Je dunkler der Raum, desto kühler die Temperatur, sonst bilden sich bald vergeilte dünne Triebe und Schädlinge stellen sich ein. Die ideale Winterpflege erhalten Ihre Kübelpflanzen im Überwinterungsquartier Ihrer Gärtnerei − die Preise dafür sind durchaus erschwinglich.

Vermehrung

Kopfstecklinge von schönen Sorten sind oft Andenken an die Ferien, die − in einem Plastikbeutel mitgebracht − leicht im Wasserglas Wurzeln schlagen. Hierfür eignen sich 20 cm lange Endtriebe oder Ausrisse von Seitentrieben mit zwei bis drei Blattpaaren. Die beste Zeit dafür ist Juni bis August, wenn die Triebe noch nicht verholzt, aber auch nicht zu jung und weich sind. Schneiden Sie die Triebe mit einem scharfen Messer dicht unter einem Blattansatz durch. Das Einkürzen schadet nicht. Auch in Töpfen oder Schalen mit Anzuchtsubstrat bilden sich bald Wurzeln. Eine Haube aus transparenter Folie schützt vor dem Austrocknen.

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Schlagworte dieser Seite:

Düngung, Mittelmeer, Oleander, Pflanzenschutz, Schnitt, Wasserversorgung

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