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Die Kräuterschnecke − alle an einem Platz

März 2014 Kräuter kann man nie genug haben. Wer ein gutes Gartencenter besucht oder in einer speziellen Kräutergärtnerei auf Entdeckungsreise geht, wird ob der immer größeren Vielfalt ins Schwärmen kommen. Eine Kräuterschnecke bietet allen Platz, ist einfach anzulegen, gut zu beernten und leicht zu pflegen.


Die Kräuterschnecke
© Stein, Dagmar
Die Kräuterschnecke

Mehr als zehn Sorten allein bei den Minzen, große und kleine Basilikumsorten, Salbei in unterschiedlichen Blattfarben − das reizt natürlich zum Sammeln. Wetten, dass in der Hitze des Entdeckens und in der Vorfreude auf all die möglichen Genüsse dann manche Pflanze gekauft wird, für die es auf herkömmlichen Gemüse- und Kräuterbeeten einfach keinen Platz mehr gibt?

Machen Sie es wie viele begeisterte Kräuterfans, gehen Sie in die Höhe und legen sie eine Kräuterspirale an (manche nennen dieses schöne und effektive Kräuterbeet auch Kräuterschnecke)! Vater, Mutter, Kinder und sogar der Hund lassen sich von diesem aromatisch duftenden Minigarten faszinieren. Am meisten profitiert natürlich der Koch oder die Köchin, denn die Würzkräuter können so gleich neben der Küche wachsen.

Natursteinspirale mit Miniteich
© Stein, Dagmar
Natursteinspirale mit Miniteich

nach obenIdeal für jeden Garten

Ganz gleich, ob Sie ein Naturgartenfan sind oder im Reihenhausgarten nur einige Quadratmeter pflegen können: Die Kräuterschnecke passt garantiert dazu. Sogar in einen reinen Ziergarten fügt sie sich erstaunlich gut ein und wird sich zu einem viel beachteten Schmuckstück entwickeln. Am besten eignet sich ein möglichst sonniges Plätzchen dicht beim Haus für das spiralförmig nach oben strebende Beet mit wenigsten 2 m Durchmesser (oder mehr). Das fördert die Kreativität beim Kochen und das vielfältige Leben, das sich mit Schmetterlingen, Bienen, Hummeln und vielleicht sogar Eidechsen oder Salamandern einstellt, und macht die Mußestunden interessant.

nach obenBunt gemischt

Eine Sammlung von 20 bis 30, ja sogar 40 Kräuterarten unterzubringen, ist kein Problem. Je sonnenliebender und anspruchsloser die Pflanzen sind, desto höher werden sie auf den in Spiralform geschichteten Mauern angesiedelt.

Kräuter, die im Schatten wachsen, wie Kerbel oder Kresse, kommen in den Norden. Solche, die es feucht lieben, wie Liebstock und Minze, werden zu ebener Erde gepflanzt. Wer will, kann die Spirale sogar mit einem Maurerkübel, Fertigteich oder mit etwas Folie in einem Miniteich auslaufen lassen, in dem Brunnenkresse wächst. Weitere Ergänzungen in dieser nahrhaften Palette sind mehrfach tragende Erdbeeren, Etagenzwiebeln oder Dauerblüher wie die Karthäusernelke − die Spirale lässt sich sehr vielseitig nutzen.

Um die Steine herum wird der Boden alljährlich gelockert und mit einjährigen Kräutern wie Bohnenkraut, Majoran, Dill oder Petersilie besät. Auf der Spirale selbst wird das überbordende Wachstum höchstens gelegentlich durch Ernten oder behutsamen Rückschnitt gebremst.

Ansonsten ist die Kräuterspirale ausgesprochen pflegeleicht.

Eine Spirale aus Backsteinen ist auch möglich.
© Stein, Dagmar
Eine Spirale aus Backsteinen ist auch möglich.

nach obenSo wird es gemacht:

Im Prinzip lässt sich eine Kräuterspirale auch aus Backsteinen, Kalksandsteinen und anderen Kunststeinen aufschichten. Schöner aber sind Natursteine. Leicht abgeflacht, werden sie auf einem tiefgründig gelockerten Gartenboden oder in einem Kiesbett nahezu kreisförmig ausgelegt, immer etwas schräg nach hinten geneigt, damit die Trockenmauern nicht einstürzen. Wie bei einem Schneckenhaus steigen die Lagen spiralförmig sich verengend bis auf 80 oder 120 cm Höhe an. Die Zwischenräume kann man im Zentrum und unten mit drainierendem Bauschutt oder Schotter füllen. Auf die späteren Kulturflächen kommt kalkhaltige, sandige oder humose Komposterde, je nach dem jeweiligen Bedarf der Kräuter. Wo saure Bodenverhältnisse gefragt sind (zum Beispiel beim Sauerampfer), kann man mit Rindenhumus die pH-Werte nach unten korrigieren.

nach obenDas Bepflanzen

Die meisten Kräuter sind anspruchslose Wildpflanzen, die zunächst ohne jeden Dünger auskommen. Doch in den Folgejahren wirken sich langsam fließende organische Nährstoffquellen wie Hornspäne oder Knochenmehl, als Vorratsdüngung im Frühjahr gegeben, positiv aus. Nach der Arbeit mit dem Aufschichten der Steine geht es mit einer angenehmen Tätigkeit weiter − dem Bepflanzen. Im Gartencenter oder in der Gärtnerei ist die Auswahl vorgezogener Kräuter in Töpfen und Containern besonders groß. Aber natürlich ist auch die eigene Anzucht aus Samen nicht schwer.

Stark durchwurzelte Ballen reißt man mit herzhaftem Schwung auf, denn die Verletzungen regen die Wurzeln zu neuem Wachstum an. Gründliches Einschlämmen nicht vergessen, damit ein inniger Kontakt mit dem Boden entsteht und die Pflanzen nicht am ersten Wochenende schon vertrocknen! Damit die Spirale nicht nur zum Nutzen, sondern auch zur Zierde gereicht, sollte die Auswahl auch ein wenig nach Schönheit gehen, denn einige Kräuter sind ausgesprochen attraktiv: zum Beispiel Schnittlauch (rosa), Quendel (rosa), Thymian (weiß), Oregano (braunrot), Borretsch (blau), Schnitt-Knoblauch (weiß), Ysop (blau und weiß), der blassrosa Eibisch und die zierliche weiße Süßdolde mit ihren farnartigen, behaarten Blättern.

nach obenJedem Kraut den idealen Standort

Die Sonnenkinder: Man pflanzt sie ganz nach oben und der Sonne zugewandt, denn mögliche Trockenheit macht ihnen nichts aus. Die meisten Sonnenkinder sind Felsbewohner und lieben Kalk. Thymian, Lavendel, Salbei, Bergbohnenkraut, Oregano, Rosmarin, Basilikum und Ysop sind typische Vertreter dieser Gruppe.

Die Normalbürger: In den unteren Etagen und zu ebener Erde gedeihen bei mäßiger Wasserversorgung Bohnenkraut, Borretsch, Dill, Eberraute, Estragon, Gewürzfenchel, Kamille, Römische Kamille, Knoblauch, Koriander, Kümmel, Liebstock, Pimpinelle, Schnittlauch, Schnitt-Knoblauch, Weinraute und Zwiebeln. Im Halbschatten gedeihen Erdbeeren, Monatserdbeeren, Petersilie, Kresse, Kerbel, Süßdolde.

Die Feuchtzonenbewohner: Immer reichlich feuchten Boden und oft auch den Schatten lieben Baldrian, Brunnenkresse, Minze-Arten.

Im nahen Umfeld, aber nicht innerhalb der Schnecke, passen dazu Angelika (dekorativ, kräftiges Wachstum), Beifuß (kein guter Nachbar für engen Stand), Beinwell, Comfrey (üppiges Wachstum), Meerrettich (wuchert), Rainfarn (breitet sich auf sonnigen Plätzen aus), Wermut (braucht Einzelstand, ist kein guter Partner für Mischkulturen).

nach obenKräuter für die Kräuterschnecke

  • Rosmarin | © Stein, Dagmar
  • Salbei und Lavendel | © Stein, Dagmar
  • Zitronenthymian | © Stein, Dagmar
  • Basilikum 'Magic Blue' | © Stein, Dagmar
  • Buntblattsalbei | © Stein, Dagmar
  • Marokkanische Minze | © Stein, Dagmar

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Backsteinen, Beifuß, Beinwell, Bohnenkraut, Borretsch, Dill, Kalksandsteinen, Kamille, Kerbel, Koriander, Kresse, Kräuter, Kräuterarten, Kräuterschnecke, Naturgartenfan, Petersilie, Schnittlauch, Weinraute, Wermut, selberbauen

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