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Geliebte Veilchen

Großblumiges Stiefmütterchen
© Jaehner, Ilse
Großblumiges Stiefmütterchen

März 2014 Blühen die Veilchen, ist die kalte Jahreszeit gewiss vorbei. Kein Wunder, dass sie so beliebt sind. Ihr Duft ist wirklich verführerisch! Darum heißen sie Viola odorata, duftende Veilchen.


nach obenEs duftet im Unterholz

Veilchen sagt man sprichwörtliche Bescheidenheit nach, weil es so scheint, als ob sie selbst mit abseitigen Winkeln zufrieden wären. Irrtum! Tatsächlich suchen Veilchen weniger die Verborgenheit als einen ihnen zusagenden Standort: In halbschattiger Lage des Unterholzes mit humosem, mittelschwerem, genügend feuchtem Boden wachsen sie gut und blühen reichlich − im Sommer tatsächlich im Verborgenen, unter dem Laub. Vor allem diese Blüten setzen Samen an. Ausläufer kommen hinzu, sodass mit der Zeit ganze Veilchenpulks entstehen. In insgesamt ziemlich kühlem und feuchtem Klima vertragen Veilchen auch eine ganze Portion Sonne. Man muss sie eigentlich nur in Ruhe lassen und abwarten, dass sie sich richtig zurechtrücken.

nach obenStiefmütterchen

Im Gegenteil zu den bescheidenen Veilchen nehmen sich großblumige Viola tricolor-Hybriden oder Viola wittrockiana-Hybriden, unsere Gartenstiefmütterchen, ziemlich wichtig. Die Erklärung für ihren doch etwas ausgefallenen Namen ist jedoch humorvoll: In der Blüte nimmt die "Stiefmutter" oben auf zwei gut gepolsterten "Stühlen" Platz. Eine Stufe tiefer sitzen auf jeweils einem Stuhl die beiden "Stieftöchter". Zwei "Stiefkinder" müssen sich ganz unten mit einem einzigen Stuhl zufriedengeben.

Eine Ahnin des Gartenstiefmütterchens ist das wilde Ackerstiefmütterchen Viola tricolor, früher als Heilpflanze sehr beliebt und deswegen heute gefährdet. Im Volksmund heißt die Pflanze Dreifaltigkeitsblümchen. Auch zu diesem Namen gehört eine Legende: Das wilde Ackerstiefmütterchen war so beliebt und wurde so viel gepflückt, dass es Gott bat, ihm Duft, Schönheit und Heilkraft zu nehmen, damit es weniger auffällig sei. Gott nahm ihm tatsächlich Schönheit und Duft, ließ ihm jedoch die Heilkraft, dazu die ausdauernde Lebensweise, die es teils an Gartenstiefmütterchen vererbte.

Stiefmütterchen sind beliebt, obwohl sie jedes Jahr neu aus Samen gezogen werden müssen. Das tut ihrer Beliebtheit aber keinen Abbruch, denn Stiefmütterchen blühen zu ausgefallener Zeit, wenn andere Pflanzen nicht im Traum daran denken. Sie sind unverzichtbare Herbst- und Winterblüher mit großen, farbenprächtigen Blüten.

Stiefmütterchen sind strenge Dunkelkeimer, die bis zum Aufgehen der Saat nach etwa 14 bis 20 Tagen entsprechend dunkel gehalten werden müssen. Ob man mit Pikieren anzieht oder gleich auf ein Beet sät, muss jeder selbst entscheiden. Wichtig ist, dass die Pflanzen kräftige Wurzelballen entwickeln und am endgültigen Platz gute, nahrhafte Erde vorfinden.

Hornveilchen
© Jaehner, Ilse
Hornveilchen

nach obenHornveilchen

Die Dritten im Bunde sind Hornveilchen, die dabei sind, den großblumigen Stiefmütterchen den Rang abzulaufen. Sie entstanden aus der Verbindung des wilden Hornveilchens, Viola cornuta, einer Staude, mit Stiefmütterchen. Zwar haben Hornveilchen etwas kleinere Blüten, dafür blühen sie monatelang sehr reich − ab etwa April bis weit in den Sommer. Die buschig-kompakt wachsenden Pflanzen eignen sich für Beete, Steingärten und Pflanzgefäße.

Hornveilchen lieben eine vollsonnige Lage und vor allem im Winter durchlässige Böden. Die Erde darf keinesfalls zu schwer, lehmhaltig und nährstoffreich sein. Besser die Pflanzen insgesamt etwas kürzer halten und damit die Widerstandskraft stärken, als sie zu überfüttern. Gartenhornveilchen stehen auf der Grenze zwischen Zweijahrsblume und Staude. Meist werden sie durch Saat im späten Frühjahr oder Frühsommer vermehrt und im Herbst oder Frühjahr für den Sommerflor gepflanzt.

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Ackerstiefmütterchen, Hornveilchen, Stiefmütterchen.jpg, Veilchen, nährstoffreich

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