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Großmutters Landhauspflanzen

Februar 2014 Es gibt Pflanzen, die nostalgische Erinnerungen wecken: an fröhliche Stunden am Küchentisch, an Stecklingsnachwuchs auf der Fensterbank, an festliche Bräuche bei Kommunion, Konfirmation oder Hochzeiten. Die Myrte war immer dabei und in Großmutters Stube sorgte eine Zimmerlinde für wohltemperiertes Klima.


Bild 2: Zimmerlinde (Sparrmannia africana)
© Stein, Dagmar
Bild 2: Zimmerlinde (Sparrmannia africana)
Heute sind solche Pflanzenschätze aus ihrer Vergessenheit erwacht, ihre Qualitäten erscheinen wieder in neuem Licht. Die Zimmerlinde (Sparrmannia africana) Bild 2 zum Beispiel ist nicht nur sehr genügsam, pflegeleicht und freudig im Wuchs − das blattreiche Gewächs hat sich auch als wichtiger Luftverbesserer entpuppt. Zimmerlinden verdunsten über ihre großen, fast herzförmigen, hellgrünen Blätter viel Wasser, erhöhen die Luftfeuchte und machen den Aufenthalt in trockener Zimmerluft angenehmer. Die bis zu drei Meter hohen Pflanzen sind mit wenig Licht zufrieden und nehmen selbst einen beherzten Rückschnitt nicht übel. Von Januar bis April bieten sie zudem noch einen besonderen Bonus. Dann erfreuen sie mit einer Vielzahl von kleinen, weißen Blüten an langstieligen Blütendolden.

Bild 3: Aukuben (Aucuba japonica)
© Stein, Dagmar
Bild 3: Aukuben (Aucuba japonica)

nach obenAukuben

Die Edel aussehenden, pflegeleichten Kübelpflanzen Aukuben (Aucuba japonica) Bild 3 aus Ostasien eignen sich für den Wintergarten und für die Terrasse. Im wintermilden Weinbauklima halten sie es sogar (ganz wie im Süden) − im Garten aus. Mittlerweile gibt es sie in vielen dekorativen Zuchtformen, zum Beispiel mit lackartig glänzenden, gelbgrün gefleckten oder gelb umrandeten Blättern. Die unscheinbaren, sternförmigen Blüten erscheinen von März bis Mai. Nach der Blüte schmücken sie sich mit leuchtendroten Beeren. Ideal für die recht robusten Kübelpflanzen ist ein heller bis halbschattiger Standort, ohne direkte Mittagssonne.

Aukuben wachsen buschig und recht gemächlich, können aber im Laufe der Jahre mehrere Meter hoch werden.

Bild 4: Lorbeer (Laurus nobilis)
© Stein, Dagmar
Bild 4: Lorbeer (Laurus nobilis)

nach obenLorbeer

Wollen Sie sich ganz wie im Urlaub fühlen, ist der Lorbeer (Laurus nobilis) Bild 4 eine gute Wahl. Als mediterrane immergrüne Kübelpflanze schmückt er mit seinen schmalen, lanzettlich geformten, dunkelgrünen Blättern Terrassen, Innenhöfe den Eingangsbereich oder formale Gärten. Die robusten, immergrünen Pflanzen lassen sich zu dekorativen Kugeln, Kegeln oder Säulen schneiden und auch als Hochstämmchen ziehen. Dabei sind sie sehr genügsam. Sie vertragen sowohl Sonne als auch Halbschatten und können auch ruhig mal kurze Zeit trocken stehen. Im Frühjahr erscheinen viele unscheinbare weiße Blütchen, aus denen sich an den weiblichen Pflanzen schwarze Beeren entwickeln.

Brautmyrte (Myrtus communis)
© gnubier/PIXELIO, pixelio.de
Bild 1: Brautmyrte (Myrtus communis)

nach obenMyrte

Brautmyrten (Myrtus communis) Bild 1 haben seit Jahrhunderten eine besondere Tradition. Als Zeichen für Jungfräulichkeit, Reinheit und Kinderreichtum waren sie früher als Kranz oder zu einem Sträußchen gebunden ein beliebter Brautschmuck und sind auch heute noch ein gern gesehenes Symbol am Hochzeitstag. Zu Recht, denn die kleinen zarten Blüten der Myrte duften im Frühsommer herrlich und bilden einen dekorativen Kontrast zu den feinen, glänzenden, dunkelgrünen Blättchen. Nach der Blüte entwickeln ältere Exemplare kleine blauschwarze Beeren, die in Gestecken wunderschön zur Geltung kommen. Die bei uns nicht winterharten Pflanzen wachsen langsam, können sich aber bei guter Pflege im Laufe der Jahre zu einem stattlichen meterhohen Busch entwickeln. Sie kommen mit gelegentlichem Gießen aus und passen deshalb gut aufs Fensterbrett. Sonnig und luftig sollte ihr Standort sein, im Winter bei etwa 5 °C. In schönen Gefäßen vermitteln sie rustikale Landhaus-Atmosphäre.

Bild 5: Flammende Käthchen (Kalanchoe blossfeldiana)
© Stein, Dagmar
Bild 5: Flammende Käthchen (Kalanchoe blossfeldiana)

nach obenFlammendes Kätzchen

In den 60er Jahren gehörte das Flammende Käthchen (Kalanchoe blossfeldiana) Bild 5 unbedingt in jeden Haushalt. Und auch heute noch hat die pflegeleichte Zimmerpflanze kaum etwas von ihrer Beliebtheit eingebüßt. Derzeit dominieren besonders blühwillige Kreuzungen wie 'Rose Flower'. Sie wachsen sehr üppig, haben große Blütenstände mit lebhafter rosa Farbe und blühen mit leichten Pausen im Sommer rund ums Jahr. Mit ihren fleischigen wasserspeichernden Blättern gehört das Flammende Käthchen zu den Sukkulenten. Im Gegensatz zu deren meisten Vertretern wird die schöne Südafrikanerin rund ums Jahr als Dauerblüher angeboten. Die beliebte und robuste Zimmerpflanze kann man auch als Balkonpflanze den ganzen Sommer über im Freien halten. Als ehemalige Wüstenpflanze nimmt sie viel Licht am Südfenster und gelegentliche Pflegefehler nicht übel, fault aber leicht bei allzu schattigem Stand und zu viel Nässe.

Bild 6: Alpenveilchen (Cyclamen)
© Stein, Dagmar
Bild 6: Alpenveilchen (Cyclamen)

nach obenAlpenveilchen

Aus Großmutters Blumenfenster sind auch Alpenveilchen (Cyclamen) Bild 6 nicht wegzudenken. Die Pflänzchen mit den zarten, meist violett und rosafarbenen Blüten und den dunkelgrünen Blättern gehörten einfach dazu. Doch auch diese dekorative Blütenpflanze erlebt dank neuer Züchtungen mittlerweile ein Comeback. Jung und modern kommen zum Beispiel die Engelsveilchen 'Angels Wings' daher, mit Blüten, die Engelsflügeln gleichen, in Rosébis Rottönen mit weiß auslaufendem Rand − ein Blütentraum für die Wohnung. Selbst ohne Blüten sind sie schon eine trendige Topfpflanze, denn die adrett gezeichneten dunkelgrünen Blätter formen sich zu einer kompakten Rosette. Dekoriert in farblich abgestimmten Übertöpfen, als Einzelpflanzen oder in Gruppen arrangiert mit moderner Stilgebung sind die Dauerblüher ein monatelang anhaltender Blickfang.

Alpenveilchen lieben etwas kühlere Zimmertemperaturen und bringen unermüdlich neue Knospen zur Blüte. Es bekommt ihnen gut, wenn sie von unten, über die Untersetzer gegossen und auch regelmäßig gedüngt werden. Niemals dürfen sie jedoch − wie fast alle Zimmerpflanzen − ständig "nasse Füße" haben. Kontrolle ist daher wichtig. Spätestens nach einer halben Stunde sollten Sie nicht aufgesogenes Wasser abgießen.

Bild 7: Azaleen
© Stein, Dagmar
Bild 7: Azaleen

nach obenAzaleen

Beliebt seit eh und je sind auch die herrlich und lange blühenden Azaleen Bild 7. Mit ihnen holt man sich den Zauber des Fernen Ostens ins Haus. Ob mit einfachen oder gefüllten Blüten, als Stämmchen oder buschig gewachsene Pflanze: Azaleen sind dankbare Winterblüher in prächtigen Farben. Im Zimmer oder Wintergarten brauchen sie einen hellen, aber nicht prallsonnigen Platz und Temperaturen zwischen 10 und 18 °C. Also nicht auf die Heizung stellen. Gegossen wird mit enthärtetem, aufgekochtem oder Regenwasser. Als Moorbeetpflanzen vertragen sie keinen Kalk. Lassen Sie die Pflanzen nie austrocknen, aber vermeiden Sie Staunässe. Stehen die Azaleen in Übertöpfen, füllt man die Zwischenräume ringsum mit Tongranulat (z.B. Seramis) als Drainage. Nach der Blüte alle 14 Tage mit Azaleendünger gießen. Den Sommer verbringen Azaleen gern an schattigem Platz im Freien.

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Alpenveilchen, Aukuben, Azalee, Flammendes Kätzchen, Landhauspflanzen, Lorbeer, Myrte, Zimmerlinde

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