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Die Quitte − eine selten gewordene Frucht

Januar 2014 Bei unseren Großeltern war sie begehrt, besonders jetzt in der dunklen Jahreszeit: die Quitte. Als Gelee, Marmelade und Konfekt sorgte sie für willkommene Abwechslung im Speiseplan. Inzwischen ist die Frucht selten geworden. Vielleicht sind es die zunehmenden Ansprüche der Konsumenten oder die aufwendige Verarbeitung? Oder die Tatsache, dass man sie nicht roh essen kann? Aber es gibt sie noch: Auf den Wochenmärkten und bei Direktvermarktern.


Ein Quittenbusch in optimalem Klima entwickelt sich ohne jegliche Pflege zu einem offenen Strauch mit ansehnlichen Früchten.
© von Soosten, Rolf
Ein Quittenbusch in optimalem Klima entwickelt sich ohne jegliche Pflege zu einem offenen Strauch mit ansehnlichen Früchten.

Die grüngelben, später gelben, oft grobkantigen Früchte können apfel- oder birnenförmig sein − entsprechend sprechen wir von Apfel- oder Birnenquitten. Erntezeit ist je nach Klima um Mitte Oktober. Gepflückt werden die Quitten, wenn die grüne Fruchtfarbe in Gelb umschlägt. Aber Achtung: Quitten dürfen nicht zu lange hängen bleiben, sonst bauen Aroma, Saft und Säure ab, die Frucht wird fade. Bei niedrigen Temperaturen lassen sie sich einige Wochen lagern, entwickeln anfänglich auch noch Aroma, das dann aber schnell abnimmt.

Das Sortiment ist recht übersichtlich und besteht durchweg aus alten Sorten. Die Namen deuten ihr eigentliches Verbreitungsgebiet an: Ungarn, Rumänien, Bulgarien bis hin zur Türkei, woher die geschmackvolleren, aber auch anspruchsvolleren Sorten stammen.

Interessiert an den vorgestellten Sorten?

Sie erhalten sie im Handel sowie im Versandhandel wie z.B. Amazon.de. Die orange-markierten Sorten führen Sie direkt zur Fundstelle bei Amazon.de. Viel Spaß beim Gärtnern!

nach obenQuitten-Sorten

  • 'Portugiesische Birnenquitte': Birnenquitte mit hellem Fleisch, Herkunft unbekannt.
  • 'Bereczki Apfelquitte': strauchartig wachsend, mit duftenden Früchten und guter Saftausbeute. Nach dem ungarischen Pomologen Máté Bereczki benannt. Es gibt auch eine 'Bereczki Birnenquitte', die aber geringer bewertet wird.
  • 'Leskovac': Birnenquitte, strauchartig wachsend, mittelgroße Früchte.
  • 'Konstantinopler Apfelquitte': ebenfalls strauchartig wachsend, anfälliger für Krankheiten.
  • 'Champion': zählt zu den Apfelquitten. Etwas säurebetonter, birnenförmig. Herkunft unbekannt.

Achten Sie beim Kauf von Quitten-Pflanzen darauf, dass es sich um veredelte Ware handelt. Als Unterlagen werden die gleichen Arten wie für Birnen verwendet.

Der optimale Pflückzeitpunkt ist beim Farbumschlag von Grün ins Gelb.
© von Soosten, Rolf
Der optimale Pflückzeitpunkt ist beim Farbumschlag von Grün ins Gelb.

nach obenBlüte und Wuchs

Die Sortenvielfalt − es gibt mehrere hundert Sortenweist auf die Variabilität der Gattung Quitte (Cydonia oblonga) hin. Botanisch gesehen ist sie mit dem Apfel und der Birne verwandt. Die einzelnen großen Blüten schmücken den Garten über drei Wochen, die Blütenfarbe kann sich von Weiß in Rosa verändern, der Blütenaufbau unterscheidet die Quitte von ihren Verwandten: Nach dem Öffnen der Blüten sind zunächst die weiblichen Organe reif und erst danach wird der Blütenstaub freigesetzt. So wird die Fremdbefruchtung gesichert und uns eine längere Blüte beschert.

Die Einteilung in Apfel- und Birnenquitten ist eine rein optische, sie lässt sich botanisch nicht fixieren. So kann in großen alten Exemplaren die Fruchtform innerhalb eines Gehölzes stark variieren.

Baum oder Strauch? Es gibt beides, wenn man aber die Eigenschaft des Austreibens aus dem Wurzelgrund als Kriterium betrachtet, wäre die Quitte ein Strauch. Bei Birnen auf Quittenunterlage kämpfen wir oft gegen diese "Wurzelschosse".

Früchte, die zu den Birnenfrüchtigen zählen.
© von Soosten, Rolf
Früchte, die zu den Birnenfrüchtigen zählen.

nach obenStandort und Pflege

Legen Sie Wert auf gute und sichere Erträge, sollten Sie bei der Pflanzung einen warmen Standort aussuchen. Extreme Fröste können Holz- und Wurzelschäden verursachen. Zu hohe pH-Werte führen zu Blattaufhellungen, sehr schwere Böden bremsen die Entwicklung. Bis sich die Wurzel vollständig etabliert hat, empfiehlt sich eine Bodenabdeckung mit Mulch oder Kompost. In trockenen Lagen kann eine Wassergabe sinnvoll sein.

Krankheiten treten bei der Quitte nur wenige auf, diese sind aber umso gefährlicher. In einigen Gebieten kann der Feuerbrand eine Gefahr darstellen. Auch Blattbräune und ein Moniliapilz verursachen Schäden.

Im Vergleich zu Apfel und Birne ist die Quitte pflegearm. Der Schnitt der Sträucher beschränkt sich auf das Auslichten, angeschnitten wird nicht, eine weite offene Krone sorgt für attraktive Früchte.

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Apfelquitte, Birnenquitte, Früchte, Quitte, Quittenbusch

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Diesen Artikel kommentieren (1)

1
|
17. Oktober 2016

Norbert Winheim

bitte informieren sie mich über den richtigen Zeitpunkt die Quitten-
ernte.
Danke
mfg
Winheim

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