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Dufte Schneebälle

Duftschneeball
© Rosel Eckstein/PIXELIO, pixelio.de
Duftschneeball

Januar 2014 Pflanzen, die im Winter blühen, verdienen Beachtung, denn es ist wahrhaftig nicht einfach, sich gegen Frost und Schnee zu behaupten. Deswegen sind uns Schneeheide, Zaubernuss, Christrose, Winterjasmin so lieb und teuer, ebenso winterblühende Schneebälle.


Viburnum farreri, der Duftschneeball, verspricht bereits im Herbst, was er im Winter halten will. Der sommergrüne Stauch wächst straff aufrecht, wenig über 2 m hoch, und hat es damit nicht eilig. Anders die Blüten: Das sich im Herbst rot bis violett verfärbende Laub ist noch nicht ganz abgefallen, da sieht man schon die rosafarbenen Knospen in kleinen, endständigen Ripsen über den ganzen Strauch verteilt. Oft bereits Ende Oktober oder sonst im November und Dezember blühen sie auf, ein bisschen verhalten noch, aber durchaus sichtund riechbar. Den meisten Menschen fällt an dieser winterblühenden Art zuerst dieser intensive, aber angenehme Duft auf. Im Dezember und Januar setzt sich das Blühen fort, falls es nicht gerade stark friert. Dann wäre Pause. Aber sobald es wieder wärmer wird, öffnen sich weitere Knospen zu Blüten. Da unsere Winter zusehends milder werden, blüht der Duftschneeball mitunter den ganzen Winter bis März.

nach obenWinterharte Schneebälle

Der Duftschneeball ist auch ein Elternteil des Winterschneeballs, ein zweiter Viburnum grandiflorum aus dem Himalaja, dieser in Verbindung mit Viburnum farreri zum Glück ausreichend hart. Die Hybride heißt botanisch Viburnum x bodnantesen 'Dawn' und schmückt sich mit sowohl größeren als auch intensiver rosa gefärbten Blüten. Sie öffnen sich ab November und nach mehr oder weniger ausgeprägter Winterpause im März/April, ebenfalls intensiv duftend. Der Strauch wächst starr trichterförmig 2 bis 2,5 m hoch und passt − wie der Duftschneeball − gut auch in kleine Gärten.

Ein Schmankerl für Pflanzenfreunde mit einem Faible für Kübelpflanzen ist der wintergrüne Lorbeerschneeball, Viburnum tinus. Im Tessin und sonstigen warmen Gegenden des Mittelmeerraums ist er eine Freilandpflanze, bei uns nur in besonders günstigen Lagen. Aber auch dort sollte man ihn vorsichtshalber gegen Frost schützen. Sonst steht der Lorbeerschneeball eben im Wintergarten, blüht den ganzen Winter über und duftet herrlich.

nach obenStandort

Die beiden winterharten Schneebälle pflanzt man so, dass man von den winterlichen Blüten möglichst viel hat, etwa vom Haus mit Blickrichtung zum Garten, oder in den Vorgarten, wo man ihnen ebenfalls oft begegnet. Dazu passt am Spalier ein gelb blühender Nacktblütiger Jasmin, zu seinen Füßen rote, rosa und weiße Schneeheide. Wegen der frühen Blüte wäre ein etwas geschützter, sonniger oder halbschattiger Platz günstig. Ausgesprochen heiß und trocken sollte er nicht sein. Nötig ist ein nährstoffreicher, genügend feuchter, humoser, schwach sauerer Boden. Die Sträucher werden möglichst wenig geschnitten. Allenfalls nimmt man Zweige für die Vase, damit es auch im Haus duftet. Das Geheimnis des frühen Blühens ist eigentlich gar keins, da Gehölze ohnehin grundsätzlich schon ab Dezember die Hauptruhe hinter sich haben, sich bereits in der Nachruhe befinden und dann auf jeden noch so kleinen Wärmestupps liebend gern erblühen. Bestimmte Gehölze sind außerdem darauf geeicht, früh, eben oft im Winter zu blühen.

Winterschneeball
© Jaehner, Ilse
Winterschneeball

nach obenDufte Sache

Zusätzlich interessant für Gartenbesitzer sind die Schneebälle wegen ihres Duftes. Duftstoffe werden gewöhnlich in winzigsten Mengen von bestimmten Duftdrüsen, so genannten Osmophoren, abgegeben. Sie sind ein Mix aus Alkoholen, Aldehyden, Ketonen, Fettsäuren, Phenol, Carbonsäure und ihren Estern, dazu ätherischen Ölen. So fein sie auch mitunter abgestimmt sein mögen, so sicher werden sie dennoch von Insekten wahrgenommen und weisen ihnen den Weg zu den Blüten. Und: so sicher duften Schneeballblüten mitten im Winter.

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Bild 1: Christrose 'Wintersun'
Christrosen: Blühwunder zur Weihnachtszeit
Früchte der Bayernfeige ‘Violetta’. baumschule-plattner.de
Mut zur Feige!
Ein typisch norddeutscher Garten

Schlagworte dieser Seite:

Christrose, Schneeball, Schneeheide, Standort, Winter, Winterjasmin, Zaubernuss, winterhart

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