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Zimmer- und Kübelpflanzen Düngen

Zitrusdünger
© Neudorff
Zitrusdünger

Januar 2014 Auch Pflanzen brauchen Nahrung, sonst werden sie schwach und anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Dies gilt besonders für Zimmer- und Kübelpflanzen, die immer hungrig und durstig sind und ständig gepflegt sein wollen.


Ob organisch oder mineralisch gedüngt wird, ist der Pflanze gleich, denn Nährstoffe können von den Wurzeln nur zerlegt in kleinste Bausteine (Ionen) aufgenommen werden. Organische Dünger (z. B. aus Algen, Zuckerrübensaft oder anderen organischen Bestandteilen gewonnene Flüssigdünger) fördern mit der Nährstoffgabe zugleich das vielfältige Bodenleben. Ihre sanfte Wirkung ist günstig für empfindliche Gewächse wie Flamingoblumen, Bromelien und Orchideen, auch gibt es keine Verbrennungen. Nachteilig ist die langsame Umsetzung. Deshalb eignen sie sich eher für die kontinuierliche Pflege. Mineralische Dünger sind Salze, die von der Pflanze in Wasser gelöst schnell und gezielt wirksam aufgenommen werden. Nachteilig sind mögliche Verbrennungen bei Überdosierung. Depot- oder Langzeitdünger schließen dies aus, denn die Kügelchen mit einer durchlässigen Ummantelung lassen die Nährstoffe nur langsam und entsprechend der Temperatur, Feuchtigkeit und Pflanzenentwicklung frei. Sie haben sich besonders bei Kübel- und Balkonpflanzen bewährt.

nach obenDüngerformen

Flüssige Dünger eignen sich zum Nachdüngen, wenn die Grundversorgung im Erdsubstrat erschöpft ist. Es gibt sie organisch und in mineralischer Form. Sie sind besonders praktisch bei Zimmer-, Balkon- und Kübelpflanzen, denn man kann sie leicht dosieren und mit dem Gießwasser vermischt ausbringen. Dafür erfordern sie etwas Aufmerksamkeit. Gedüngt wird alle 2 bis 3 Wochen in der Wachstumszeit von März bis September, sehr sparsam in der lichtarmen Winterzeit. Will man schnelle Erfolge erzielen, kann man damit auch die Blätter benetzen.

Flüssigdünger
© Compo
Flüssigdünger
Fester Dünger: Stäbchen
© Neudorff
Fester Dünger: Stäbchen
Fester Dünger: Tabletten
© Stein, Dagmar
Fester Dünger: Tabletten

Feste Dünger, organisch oder mineralisch, gibt es für Zimmerund Kübelpflanzen in Form von praktischen Dünge-Kegeln, Stäbchen oder Tabletten, die man einfach in die Topferde steckt. Vom Gießwasser aufgelöst, sorgen sie bis zu 8 Monate lang für ausgewogene Ernährung. Mineraldünger dagegen sind meistens gekörnt, deshalb weitgehend staubfrei und leicht auszubringen.

nach obenWann sollten Sie düngen?

Abgesehen von den dunklen Wintermonaten, haben Zimmerpflanzen das ganze Jahr über Nährstoffbedarf. Dosieren Sie nicht höher als vom Hersteller empfohlen, eher mit der halben Konzentration bei salzempfindlichen Pflanzen wie Flamingoblumen, Usambaraveilchen oder Farnen. Neben den Universaldüngern haben die Hersteller für die meisten Blütenpflanzen Spezialdünger entwickelt, z. B. für Palmen, Geranien, Kakteen, Kübelpflanzen oder für solche, die wie Azaleen, Kamelien, Gardenien und Hortensien nur in saurer Erde gedeihen. So erhalten blühende Pflanzen mehr Phosphor und Spurenelemente, Blattpflanzen mehr Stickstoff und Magnesium. Besonders viel Kali befindet sich im Dünger für Kakteen und Sukkulenten. Auch für Hydrokulturen werden ganz spezielle Düngeformen benötigt.

nach obenZitruspflanzen

Orangenbäumchen, Zitronen, Mandarinen, Kumquats oder Pomeranzen haben einen hohen Bedarf an Nährstoffen, denn Blätter, Blüten und Früchte bilden sich in Wachstumsschüben (Frühjahr und Sommer) rund ums Jahr. Leicht tritt dann Blattvergilbung (Chlorose) ein, die durch Blattspritzungen und Düngung mit im Gießwasser gelöstem Eisenchelat kuriert wird. Beugen Sie vor mit einem Dünger, der zahlreiche Spurenelemente und besonders viel Eisen enthält.

nach obenOrchideen

Orchideendünger enthält viele wichtige Spurenelemente. Er passt auch zu Bromelien, die in ihrer Heimat unter ähnlich genügsamen Bedingungen leben und sich von winzigen Ablagerungen im Luftstrom ernähren.

Verwenden Sie ihn sparsam (1bis 2-mal pro Monat) und bringen Sie die schwach konzentrierte Lösung während der Wachstumsmonate nicht nur über die Wurzeln, sondern auch fein versprüht über die aufnahmefähigen Blätter aus. Günstig sind Orchideendünger mit organischen Stoffen.

nach obenKübelpflanzen

In der Wachstumszeit nach dem Umtopfen im zeitigen Frühjahr bis in den Juli dürfen Hibiskus, Oleander, Veilchenbaum & Co. nicht hungern oder dürsten. Verabreichen Sie jede zweite Woche mit dem Gießwasser einen Flüssigdünger mit reichlich Spurenelementen (insbesondere Magnesium und Eisen), damit die Blätter schön grün bleiben und Chlorose vermieden wird. Als günstig und lange wirksam haben sich Langzeitdünger, Dünge-Drops, -Kegel oder auch Dünge-Stäbchen erwiesen.

nach obenBalkonblumen

Viele Jungpflanzen von Fuchsien, Fleißigen Lieschen oder Hängepetunien blühen zum Verkaufszeitraum sehr üppig, doch ihr Substrat ist durch diese Kraftanstrengung schon "leer". Damit es keine Blühpause gibt, mischt man der Pflanzerde Langzeitdünger bei (z. B. Osmocote oder Biorga). Er deckt den Anfangsbedarf und ernährt die Pflanzen bis zu 6 Monaten. Bei vielen Blumenerden ist jedoch die Vorratsdüngung schon nach kurzer Zeit verbraucht. Beginnen Sie hier spätestens Mitte Juni mit dem flüssigen Nachdüngen (wöchentlich nach Gebrauchsanweisung) bis Mitte August. Sofort ab dem Kauf flüssig düngen sollten Sie Hängepetunien in Ampeln. Für sie gibt es spezielle "Surfinien"-Dünger mit einem hohen Anteil an Spurenelementen.

nach obenMoorbeetpflanzen

Rhododendren, Azaleen, Gardenien und Heide brauchen für üppigen Wuchs und reiche Blüte unbedingt saure, torfhaltige Spezialerde und weiches, entkalktes Wasser. Sollen Hortensien nicht rosa oder rot, sondern in der begehrten blauen Farbe blühen, brauchen auch sie saure Verhältnisse. Den nötigen niedrigen pH-Wert von 4,5 bis 5,5 erzielt man durch Düngen mit Ammoniak-Alaun oder Azaleen-Dünger.

nach obenWas die Nährstoffe bewirken

Stickstoff (N): lässt Blätter, Stiele, Blüten und Früchte wachsen, fördert den Aufbau von Pflanzenmasse (Photosynthese). Dieser Nährstoff wird laufend gebraucht und ist deshalb in Blumendüngern reichlich vorhanden. Mangel ist erkennbar an hellgrünen Blättern, wenig Wachstum, geringer Blütenbildung.

Phosphor (P): ist wichtig für Blüten, Früchte und Samen und deshalb in jedem Blumendünger enthalten. Mangel tritt selten auf. Er äußert sich durch kleine blaugrüne Blätter sowie durch eine schwache Ausbildung von Blüten, Wurzeln und Trieben.

Kalium (K): festigt das Gewebe und erhöht die Wasseraufnahme. Dieser Nährstoff verbessert die Größe und Farbe von Blüten. Bei Mangel trocknen ältere Blätter vom Rand her ein, der Wuchs bleibt schwach.

Spurenelemente wie Eisen, Magnesium, Zink oder Mangan werden von wüchsigen Kübel- und Balkonpflanzen schnell aufgezehrt. Bei Mangel hellen sich die Blätter gelblich auf, nur die Adern bleiben noch grün. Auch bilden sich nur noch wenige Blüten. Beugen Sie vor mit hochwertigen Düngern, die reichlich Spurenelemente enthalten (z.B. Wuxal, Algoflash u.a.) Besonders empfindlich reagieren Hänge- und Glöckchenpetunien, Zitrusgewächse und Blaue Prinzessin (Tibouchina) auf einen Mangel. Düngen Sie im Sommer wöchentlich flüssig damit und beenden Sie einen Mangel durch Gießen mit Eisenchelat.

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