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Immergrüne Alternativen zum Buchs

Oktober 2013 Buchs hat seinen zierenden Wert für niedrige bis mittelhohe Hecken oder als Schnittgehölz hinlänglich bewiesen. Doch die in den letzten Jahren verstärkt grassierende Buchskrankheit hat viele Pflanzen leiden oder gar eingehen lassen. Alternative Gehölze sind daher gefragter denn je.


Für Hecken, Kugel-, Spiral- und Kegelformen und für skurrile Schnittgehölze war Buchs bisher die erste Wahl. Das bei uns heimische Bäumchen wächst langsam, verträgt sowohl Sonne wie Schatten und lässt sich durch ein- oder zweimaligen Schnitt auf dekorative Weise niedrig halten.

Doch nicht jeder ist vom Duft begeistert, den die immergrünen Buchspflanzen ausströmen. Manche erinnert er zu sehr an hochherrschaftliche Gärten, andere an Ruhestätten. Auch wird Buchs bisweilen von Frost, Austrocknen und in letzter Zeit besonders stark verbreiteten Pilzkrankheiten (zum Beispiel Cylindrocarpon) heimgesucht, die mit Blattfall und hässlichen Stellen das perfekte Aussehen ruinieren. Doch mit welchen Gehölzen lassen sich Buchspflanzen ersetzen?

Hier einige Vorschläge:

Bild 1: Japan-Azaleen
© Stein, Dagmar
Bild 1: Japan-Azaleen

nach oben1 Japan-Azaleen

Einige Sorten der Japan-Azaleen (Rhododendron japonicum-Hybriden) wie z. B. die kleinblumige 'Kermesina' behalten über Winter ihr immergrünes Laub und vertragen zudem einen mäßigen Schnitt. Insbesondere dies macht den Reiz echter Japangärten aus und verhilft den Pflanzen zu immer dichterem, kompakterem Wuchs, sehr attraktivem Aussehen und zu reizvoller Blütenfülle. Ihr Wuchs ist kissenförmig bis flach ausgebreitet mit einer Höhe von 60 bis 100 cm. Diese Pflanzen sind ausreichend winterhart, gedeihen aber nur auf sandig-feuchten Böden im Halbschatten und sind empfindlich gegen Austrocknen. Sanftes Schneiden nach der Blüte, wobei Auswüchse reduziert und ein kissenförmiger Neuaustrieb erzeugt werden, bringt breitbuschige Formen und Blütenhecken hervor, die sich für kleine Gärten, Wassergärten, für Japangärten, Dachgärten, Bonsai und Gefäße eignen.

Gute Sorten mit halbwintergrünem bis immergrünem Laub, vielen kleinen Blüten und leuchtenden Farben sind Beispielsweise bei 'Kermesina' (rubinrosa), 'Kermesina Alba' (weiß), 'Beethoven' (lila), 'Maruschka' (rot), 'Satschiko' (leuchtendorange) und in der in der Gruppe der sehr ähnlichen 'Diamant-Azaleen' zu finden (wie 'Diamant Rot', 'Diamant Lachs'). Nicht geeignet fürs Beschneiden ist die schwach wachsende blau blühende Rhododendron impeditum.

Bild 2: Liguster
© Stein, Dagmar
Bild 2: Liguster

nach oben2 Liguster

Dieses heimische Gehölz gedeiht an allen Standorten, sogar im Schatten und an trockenen Stellen. Besser als die Naturform lässt sich die kompakter und aufrechter wachsende Sorte (Ligustrum vulgare) 'Atrovirens' durch ein- bis zweimaligen Schnitt in Form halten, wobei der Jahreszuwachs mit etwa 25 cm höher ausfällt als bei Buchs. Die Blätter sind wintergrün und werden nur in sehr kalten Wintern abgestoßen. 'Atrovirens' eignet sich für mittlere bis höhere Hecken, Formgehölze und Kugeln. Im Gegensatz zu Buchs bilden sich im Sommer weiße Blüten, die eine Nektarquelle für Insekten sind und mit schwarzen, schwach giftigen Beeren auch für Vögel.


Bild 3: Kriechende Heckenkirsche
© Stein, Dagmar
Bild 3: Kriechende Heckenkirsche

nach oben3 Kriechende Heckenkirsche

Dieser breitbuschig wachsende Kleinstrauch (Lonicera nitida) 'Maigrün' ist in nicht allzu kalten Lagen winterhart und sieht mit seinen zweizeilig angeordneten glänzend frischgrünen Blättern sehr edel aus. Frieren die oberirdischen Triebe in extrem kalten Wintern zurück, schlagen die Triebe vom Grund her wieder aus. 'Maigrün' wächst bis zu einem Meter hoch, eher breitbuschig als hoch, ist von kompaktem Wuchs und kann gut beschnitten werden. In milden oder schneereichen Klimaten ist die meist als Bodendecker verwendete Pflanze ein attraktiver Ersatz für mittlere und niedrige Buchshecken, auch für Kugeln, aber weniger für Formgehölze.

Bild 4: Kriechender Spindelstrauch
© Stein, Dagmar
Bild 4: Kriechender Spindelstrauch

nach oben4 Kriechender Spindelstrauch

Vom Wuchs her ist dieser Kriechstrauch (Euonymus fortunei) aus Japan eher ein Bodendecker, der bei günstiger Gelegenheit dank Haftwurzeln in die Höhe klettert und dann leicht 2 bis 3 m Höhe erreichen kann. Hält man ihn durch einbis zweimaligen Schnitt pro Jahr in Form, kann man ihn für niedrige Hecken bis 30 cm Höhe und für flächige Bepflanzung verwenden. Die Pflanzen wachsen rasch und üppig, sind genügend winterhart und mit ihren kleinen grünen Blättern rund ums Jahr sehr attraktiv (Sorte 'Radicans'). Besonders schön und deshalb viel verwendet sind die Sorten 'Silver Queen' und 'Emerald Gaiety' (grün mit weißem Rand) sowie die Sorten 'Emerald n'Gold' (grün mit goldgelbem Rand) und 'Sunspot' (grün mit gelber Mitte). Besonders häufig werden sie auch als Stämmchen und Kugelformen angeboten.

Bild 5: Japanische Stechpalme
© Stein, Dagmar
Bild 5: Japanische Stechpalme

nach oben5 Japanische Stechpalme

Von Buchs nur bei näherem Hinsehen zu unterscheiden ist dieser attraktive Zwergstrauch aus Japan (Ilex crenata) 'Stokes', der bis zu -25 °C Frost verträgt. Seine kleinen, unbestachelten eirundlichen dunkelgrünen Blätter glänzen und wirken deshalb edel.

Mit 80 cm Höhe und etwa 100 cm Breite ist diese Stechpalmenart bereits ausgewachsen. Sie ist also für kleine Gärten, Pflanzkübel, Minigärten, Tröge und Dachgärten bestens geeignet.

Bevorzugt wird für Kugeln und niedrige bis mittlere Hecken die breit-aufrecht wachsende Sorte 'Stokes' verwendet, eine männliche Form ohne Früchte, die langsamer wächst als Buchs und damit auch weniger Schnittarbeit benötigt. Einmal pro Jahr zu schneiden reicht aus.


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Schlagworte dieser Seite:

Blütenfülle, Buchs, Gehölz, Japan-Azaleen, Japanische Stechpalme, Kriechende Heckenkirsche, Liguster, Maigrün, Schnittgehölz, Spindelstrauch, wintergrün

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