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Ziergräser

Chinaschilf
© Ratschinsky, Ilja
Chinaschilf

Oktober 2012 Bei der Gestaltung des Gartens sollten Gräser nicht fehlen. Gemeint sind nicht die Gräser im allgegenwärtigen Rasen, sondern Gräser, die als eindrucksvolle Zierpflanzen den Garten bereichern. Ziergräser bieten zwar keine bunten Blumen, doch mit ihren Blättern und Blüten sind sie überzeugende Pflanzen. Als Gestaltungselemente wirken Gräser vor allem leicht und luftig.


Die Bedeutung farbiger Blüten wird von vielen Gartenbesitzern häufig zu hoch eingeschätzt. Mindestens genauso wichtig sind Formen und Texturen von Pflanzen. Denn die Blüte selbst dauert oft nur ein paar Wochen. Was ist mit dem Rest des Jahres? Einige Pflanzen im Garten sollten uns das ganze Jahr hindurch erfreuen. Die Blüten einer Pflanze können dann als nette Zugabe gesehen werden. Bei der Suche nach Form- und Strukturpflanzen für den Garten hilft uns unsere Vorstellungskraft. Ein Tipp: Wenn eine Pflanze auf einer Schwarzweiß-Fotografie gut aussieht, haben wir mit Sicherheit eine Pflanze, die formschön ist und eine beeindruckende Struktur aufweist.

Bei Ziergräsern ist das fast immer so. Selbst vertrocknete Blütenstände und Halme haben ihren optischen Reiz und verschönern selbst den winterlichen Garten. Wenn Gräser sich im Wind bewegen, bringen sie Poesie und Dynamik in die Gartengestaltung. Besonders gut sehen Gräser im Kontrast zu statischen und eher schwer wirkenden Pflanzen aus. Buchsbaumkugeln oder andere immergrüne Formpflanzen sind gute Kontrastpartner. Auch Steine und bodendeckende Stauden sind gut geeignet. Besonders bei Pflanzen mit horizontal ausgerichteten Blättern ergibt sich ein ansprechender Wuchsformenkontrast mit den vertikal ausgerichteten Blätter der Gräser. Für den harmonischen Aufbau von Staudenpflanzungen sind Gräser kaum zu entbehren. Sie können zu starke Farbkontraste neutralisieren und wirken auflockernd und verbindend zugleich.

Ein weiterer positiver Aspekt von Ziergräsern ist, dass sie am geeigneten Standort sehr unempfindlich sind. Ihre Vitalität wirkt erfrischend und strahlt geradezu auf andere Pflanzen ab. Im Winter schützen die Gräser andere Pflanzen vor strengem Frost und bieten Insekten und Vögeln Schutz und Nahrung.

Tipp: Vermehren

Im Frühling lassen sich viele Gräser durch Teilung mit einem scharfen Spaten sehr leicht vervielfältigen.

nach obenPflege

In der Pflege sind Gräser sehr leicht zu handhaben. In den meisten Fällen ist es vollkommen ausreichend, im Frühjahr, kurz vor dem Neuaustrieb, die vertrockneten Halme eine Handbreit über dem Boden abzuschneiden. Möchte man eine Ausbreitung durch Aussaat vermeiden, können die Fruchtstände rechtzeitig abgeschnitten werden. Doch vor einer Selbstaussaat der Gräser braucht man sich nicht zu fürchten. Für viele Arten (zum Beispiel Micanthus) ist die Vegetationszeit zu kurz für ein Ausreifen der Samen. Von floristisch ambitionierten Gartenbesitzern werden abgeschnittene Pflanzenteile übrigens gerne zum Verfeinern von Blumensträußen genutzt.

Wie bei anderen Pflanzen auch, sollte man bei der Auswahl der Gräser die vorhandene Standortbeschaffenheit mit der Herkunft der Pflanzen abgleichen. Pampasgras zum Beispiel stammt aus wintertrockenen Regionen. In einem winterfeuchten Klima wie bei uns, kann es daher sinnvoll sein, die Blätter im Herbst zusammenzubinden, damit sich nicht zu viel Feuchtigkeit im Wurzelbereich sammelt. Die Anatomie vieler Gräser ist so beschaffen, dass Regenwasser über die Blätter direkt an die Wurzeln geleitet wird.

Japan-Berggras
© Ratschinsky, Ilja
Japan-Berggras

nach obenSüß oder Sauer

Grundsätzlich unterscheidet der Gärtner in Süß- und Sauergräser. Diese Bezeichnungen haben nichts mit dem Geschmack der Gräser zu tun. In der Regel sind die Gräser für uns ungenießbar. Süß oder sauer ist mehr als ein Hinweis auf geeignete Standorte zu verstehen. Sauergräser bevorzugen einen sauren, feuchten Boden, während Süßgräser auf alkalischem, eher trockenem Standort gut gedeihen. Berücksichtigt man die Standortverhältnisse, wird man für jeden Gartenplatz ein geeignetes Gras finden. Bei künftigen Gestaltungsaktionen in Ihrem Garten können Sie an den Leitspruch des berühmten Staudengärtners Karl Förster denken: "Ein Garten ohne Gräser ist grässlich".

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Chinaschilf, Pampasgras, Schilf, Standort, Staude, Süßgras, Ziergras, winterlicher Garten

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