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Kompost in Obstgehölzen

Kompost, im hinteren Teil einmal umgesetzt. Auflaufendes Kraut wird mit dünner Schicht Rasenmahd abgedeckt. Vorne im Bild entsorgt der Nachbar Taubenkot und Federreste, die eine wertvolle Ergänzung sind.
© von Soosten, Rolf
Kompost, im hinteren Teil einmal umgesetzt. Auflaufendes Kraut wird mit dünner Schicht Rasenmahd abgedeckt. Vorne im Bild entsorgt der Nachbar Taubenkot und Federreste, die eine wertvolle Ergänzung sind.

November 2011 Kompost nutzt Garten- und Küchenabfälle als wertvolle Humusquelle für den eigenen Garten. Für die optimale Wirkung gilt es einiges zu beachten.


Um Geruchs- und Insektenbelästigung zu vermeiden, sollte der Ort einige Meter von Sitzplatz und Hauseingang entfernt liegen. Wertvoll für die Nutzung sind Gemüse und Obstabfälle aus Küche und Garten, Rasenmahd in kleineren Mengen, kurzgeschnittenes Strauchwerk und Heckenschnitt, aber auch Zeitungspapier und weiche Pappen zersetzen sich, ihre Holzbestandteile sind eine gute Ergänzung. Holzabfälle wie Sägemehl eignen sich nur in kleinen Mengen. Dagegen sind jegliche Kunststoffteile, Bänder, Drähte und Ähnliches vorher auszusortieren.

nach obenWertvoller Abfall

Der Wert des Kompostes liegt in seiner organischen Substanz. In ihr finden sich alle Pflanzennährstoffe wieder, die die ursprüngliche Pflanze mit den Wurzeln aufgenommen hat. Die Zersetzung durch Mikroorganismen führt den Humus wieder in seine ursprünglichen Formen zurück. Dieser Prozess geht sehr langsam – manchmal in Jahren – vor sich. Aber gerade darin liegen die Vorteile: die langsam und gleichmäßig fließende Nährstoffquelle und die nicht zu unterschätzende Belüftung der durchwurzelbaren Mutterkrume. Die Bodenkolloide fördern mit dem Feinhumus die Krümelstruktur, der Boden wird locker und luftreich. Die Wasserhaltefähigkeit wird wesentlich verbessert. Damit dient der Kompost eindeutig der Verbesserung und Gesunderhaltung des Bodens.

Über den "Düngewert" des Kompostes kann man unterschiedlicher Meinung sein. Sicherlich sind die Nährstoffe vorhanden, aber deren Freisetzung können wir nicht steuern. Zudem ist die Zusammensetzung sehr unterschiedlich und selten bekannt. Eine gezielte Düngung ist damit kaum möglich. Für eine gezielte Nährstoffversorgung der Pflanzen bleiben die bekannten organischen und anorganischen Dünger, bei denen Nährstoffmengen und die Zeit bis zur möglichen Aufnahme besser bekannt sind.

Unsere Obstarten sind langlebige Gehölze. Ihr Wachstumsrhythmus, und damit die Nährstoffaufnahme, beginnt früher und endet später. Die Langlebigkeit profitiert von der langsamen Freisetzung der Humusstoffe. In diesem Sinne sollte man bei der Planung von Neupflanzungen frühzeitig – ein Jahr vorher – bei der Vorbereitung reichlich Kompost in den Boden einarbeiten. Nach der Pflanzung kann eine Decke von einigen Zentimetern Kompost sowohl für Nährstoffe sorgen als auch die Verdunstung auf ein Minimum reduzieren. Selbst in den folgenden Jahren danken die Obstgehölze – zu jeder Jahreszeit ausgebracht – mit gleichmäßigem Wuchs. Geringer Unkrautwuchs wird toleriert und sorgt im Herbst für eine bessere Fruchtausfärbung, ohne mit dem Gehölz zu konkurrieren.

Die spätere Bearbeitung des Bodens wird erleichtert, Wasser- und Lufthaushalt verbessern sich, das Nährstoffspeichervermögen bleibt stabil und das Bodenleben aktiv.

nach obenWichtige Regeln

Selbst bei positivster Beurteilung der Kompostwirtschaft seien einige ernste Worte angebracht: Kompost ist kein Allheilmittel. Dem verantwortungsvollen Gartenbesitzer bleibt die Pflicht, von Zeit zu Zeit eine Bodenanalyse durchführen zu lassen. Jede Art von Kompost hat ihr Eigenleben und kann nur das hergeben, was ihr vorher zugefügt wurde.

  • Beobachten Sie den pH-Wert Ihres Bodens.
  • Beobachten Sie die Blattfarbe: Hellgrün? Grün? Dunkelgrün? => Stickstoffversorgung
  • Verfärbungen zum Rötlichen => Mangelerscheinungen
  • Trieblängen im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren => Stickstoffversorgung

nach obenAugen auf beim Kauf

Komposte unbekannter Herkunft oder aus Zukauf sind nach eigener Erfahrung mit größter Skepsis zu betrachten. Trotz toller Werbung wissen Sie nie, woraus der Kompost hergestellt ist – meist aus den entsprechenden Mülltonnen. Und die Aufbereitung? Shreddern und Schnellverfahren, denn Zeit ist Geld! Champignon-Kompost hat meist sehr hohe Salzgehalte. Für ein wenig bessere Transparenz hat unsere Regierung durch Verordnungen und Gesetze gesorgt. Mindestvoraussetzung beim Kauf sollte das RAL-Zeichen sein.

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Schlagworte dieser Seite:

Abfall, Geruch, Geruchsbelästigung, Kompost, Kompostwirtschaft, Rasen, Strauchwerk, pH-Wert

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