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Johannisbeeren durch Steckholz vermehren

Johannisbeeren
© Rainer Sturm / PIXELIO, www.pixelio.de
Johannisbeeren

Januar 2011 Sieht man sich bei den Johannisbeeren die Preise und manchmal auch die Qualitäten der Pflanzware an, kommt doch die Frage auf, ob man als begeisterter Freizeitgärtner nicht einmal selber die Vermehrung versuchen sollte.


Unter uns gesagt: Es ist wohl die einfachste Gehölzvermehrung. Erfolg und Freude nach nur einer Vegetationsperiode! So geht's:

nach obenSteckholz schneiden

Fertig geschnittene Steckhölzer, links von der Schwarzen, rechts von der Roten Johannisbeere.
© von Soosten, Rolf
Fertig geschnittene Steckhölzer, links von der Schwarzen, rechts von der Roten Johannisbeere.
Für die Vermehrung eignen sich nur gesunde Sträucher, deren Ertrag in qualitativer und quantitativer Hinsicht zufrieden stellen. Damit betreibt man eine ortsbezogene positive Auslese. Aus diesen Sträuchern wählt man einjährige möglichst dicke Triebe, die von der Basis herkommen. Mit scharfer Schere glatt geschnitten, entblättert man sie. Zeitpunkt hierfür: Oktober bis März, jedoch nicht bei Frost. Nun werden diese meist 50 bis 90 cm langen Ruten in etwa 20 cm Stücke geschnitten, der untere Schnitt etwa 0,5 cm unter einem Knoten. Einige Baumschulen bevorzugen einen geraden, andere einen schrägen Schnitt. Der Grund: Die Fläche eines schrägen Schnittes ist größer, es kann sich mehr Kallusgewebe bilden, aus dem die Wurzeln entstehen. Über dem obersten Auge bleibt etwa 1 cm Holz stehen, das Auge soll nicht austrocknen. Allgemein sagt man, das dickere Steckholz sei besser geeignet, weil mehr Reservestoffe eingelagert sind.

nach obenDie Vermehrung

Bei frostfreiem Wetter oder besser im zeitigen Frühjahr macht man mit einem Spaten einen senkrechten Spalt in den Gartenboden und "steckt" die Steckhölzer im Abstand von 3 bis 4 cm so, dass das obere Auge eben aus dem Boden herausguckt. Der Boden wird seitlich angetreten.

Fertig gesteckte Hölzer. Eine dünne Humusdecke gegen Verdunstung fehlt noch.
© von Soosten, Rolf
Fertig gesteckte Hölzer. Eine dünne Humusdecke gegen Verdunstung fehlt noch.

Für uns unsichtbar bildet sich über die untere Schnittfläche eine Schicht weißer neuer Zellen, aus denen im Randbereich im Laufe des Sommers neue Wurzeln sprießen. Die oberen Augen treiben verzögert aus, können aber durchaus 10 bis 15 cm wachsen.

Im Herbst oder Frühjahr nimmt man sie heraus, schneidet den neuen Trieb auf 3 bis 5 Augen zurück und pflanzt am endgültigen Standort. In beiden Jahren dient eine dünne Decke aus Kompost oder Torfmull dem Schutz vor unnötiger Verdunstung.

nach obenDer richtige Schnitt

Zum Schneiden der Steckhölzer benutze man scharfe Werkzeuge, wie Schere oder Messer. Auf glatten Schnittstellen entwickelt sich das Wundgewebe schnell, die Bewurzelung und der Neuaustrieb beginnen eher.

Sehr starke einjährige Triebe können auch als Ganzes gesteckt werden um niedere Stämmchen zu ziehen. Dabei sollten aber alle Augen im unteren Bereich ausgebrochen werden, um zu verhindern, dass aus ihnen neue Bodentriebe entstehen. So verhindern Sie, dass sich anstatt eines Stämmchens ein Strauch bildet.

Durch Steckholz lassen sich nicht nur Rote, Schwarze und Weiße Johannisbeeren vermehren. Viele Ziergehölze wie Liguster, Forsythien, Deutzien usw. werden auf diese Weise vermehrt.

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Schlagworte dieser Seite:

Baumschule, Blutjohannisbeere, Deutzie, Forsythie, Gehölzvermehrung, Johannisbeere, Kallusgewebe, Liguster, Pflanzware, vermehren

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Diesen Artikel kommentieren (1)

1
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27. Juli 2013

Juttchen

Ich ernte die schw. Johanna mit der ganzen Rute,die ich kurz über dem Boden abschneide.Nach dem Abernten entblättern und kürzen und ab in die Erde an einen schattigen immer feuchten Platz . Hat bis jetzt immer geklappt

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