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Grüne Tipps im Dezember

Dezember 2017 Nun scheint die Zeit im Garten still zu stehen. Nichts muss dringend erledigt werden, doch es gibt einige Arbeiten, die Pflanzen gut durch den Winter bringen. Und Sie können Spannendes beobachten: Die Vögel an der Futterstelle, oder das Glitzern des Raureifs an filigranen Gräsern.


Die orangefarbenen Laternen der Blasenkirsche oder Lampionstaude (Physalis alkegengi var. franchetii) sind bis weit in den Winter ein leuchtender Blickfang.
© Roth
Die orangefarbenen Laternen der Blasenkirsche oder Lampionstaude (Physalis alkegengi var. franchetii) sind bis weit in den Winter ein leuchtender Blickfang.

nach obenZierpflanzen

Fast 80 Prozent der deutschen Weihnachtsbäume sind Nordmanntannen. Beliebt sind sie wegen des gleichmäßigen Wuchses und der sattgrünen Farbe ihrer weichen, glänzenden Nadeln. Wenn Sie einen eigenen Weihnachtsbaum heranziehen wollen, müssen Sie sich acht bis zwölf Jahre lang gedulden, bis er die Höhe eines durchschnittlichen Weihnachtsbaumes von 1,68 m erreicht hat.

An Korkenzieherhasel und Drachenweide fallen jetzt die Wildtriebe durch ihren geraden Wuchs oder die runde Form auf. Wildtriebe sind wachstumsstark und können den Zierstrauch überwuchern. Deshalb müssen sie unbedingt entfernt werden. Die Wildtriebe entstehen am Wurzelhals unterhalb der Veredlungsstelle. Sie sollten sie möglichst vollständig abschneiden, damit sie nicht erneut austreiben.

Rasen und Staudenbeete sind kein Lagerplatz für geräumten Schnee. Dieser kompakte, verdichtete Schnee ist schlecht für die Pflanzen, weil er den Luftaustausch behindert, mehr Zeit bis zum Abtauen braucht und eine drückende Last ist.

Eine geschlossene Eisdecke auf dem Gartenteich blockiert den notwendigen Austausch von Gasen. Es kann weder frischer Sauerstoff in das Wasser gelangen, noch können Faulgase entweichen. Abhilfe schafft ein Bündel Ried oder Stroh, das Sie in ein zuvor ins Eis geschlagenes Loch stecken.

Saatgut und Dünger richtig lagern

Samen lassen sich sicher in einem Schraubglas aufbewahren. Wichtig ist, dass sie frostfrei, trocken und dunkel lagern.

Pflanzenschutzmittel und Flüssigdünger heben Sie unbedingt in der originalen Verpackung an einem für Kinder unzugänglichen Ort und vor Frost und Feuchtigkeit geschützt auf.

Ebenfalls frostfrei sollten Sie die ausgebauten Akkus und Batterien überwintern.

nach obenObst

Gesunde Obstgehölze sind die Grundlage für gesunde Früchte. Regelmäßiges Schneiden der Baumkronen und Beerensträucher stoppt Krankheiten, fördert die Bildung junger, widerstandsfähiger Zweige und befreit den Baum von alten, krankheitsanfälligen Ästen. Wählen Sie für den Rückschnitt einen Tag mit mildem und trockenem Wetter. Bei Trockenheit ist die Gefahr, Infektionen zu übertragen, gering. Scharfes Werkzeug erleichtert die Arbeit und hinterlässt glatte Wunden, die schneller verheilen als ausgefranste Schnittstellen.

Entfernen Sie zuerst Fruchtmumien und kranke Zweige bis 20 cm tief ins gesunde Holz. Dann folgen die Zweige, die nach innen wachsen, sich kreuzen oder aneinander reiben. Wenn Sie dann noch von den jeweils konkurrierenden Ästen einen wegschneiden, ist der Grundschnitt erledigt. Schneiden Sie so, dass keine Aststummel stehen bleiben, da sie bevorzugt von Krankheiten besiedelt werden.

Die Pflanzzeit endet, wenn der Boden gefriert. Falls Sie in diesem Jahr noch Obstgehölze setzen wollen, sollten Sie sich sputen, denn bei sinkender Bodentemperatur nimmt die Wurzelbildung ab und die Pflanzen wachsen dementsprechend langsamer an. Wenn Sie alte Bäume an derselben Stelle ersetzen wollen, ist ein Wechsel der Fruchtart erforderlich. Beispielsweise kommt als Nachpflanzung von Kernobst (Apfel, Birne, Quitte) Steinobst (Kirsche, Pflaume, Pfirsich) infrage.

Schädlinge und Krankheiten

Auf der Speiseliste der Wühlmäuse stehen Obstbaumwurzeln weit oben. Da diese Nager offene Flächen meiden, bieten große, unkrautfreie Baumscheiben einen gewissen Schutz. Ein weiterer Vorteil ist die vorbeugende Wirkung gegen Rindenkrankheiten wie Kragenfäule. Unverzichtbar sind Baumscheiben bei Neupflanzungen und allen kleinwüchsigen Obstgehölzen, die in Rasenflächen wachsen. Denn diese Gehölze reagieren sensibel auf Nährstoffkonkurrenten.

Kaninchen und andere Wildtiere haben es auf die Baumrinde, besonders die der jungen Bäume, abgesehen. Eine um den Baumstamm gewickelte Kunststoffmanschette oder ein Geflecht aus Maschendraht hält sie auf Abstand.

Einige Pilzkrankheiten wie Pflaumenrost oder Apfel- und Birnenschorf überwintern auf den abgefallenen Laubblättern, um im nächsten Frühjahr den Baum erneut zu infizieren. Entfernen Sie das Falllaub, kompostieren sie es fachgerecht oder entsorgen Sie es mit dem Bio-Abfall. Gleiches gilt auch für Rosenblätter, die vom Sternrußtau befallen sind.

nach obenGemüse

Küchenkräuter, die im Winter ihre Blätter behalten und deshalb weiterhin Wasser verdunsten, schützen Sie mit Fichten- oder Tannenreisig vor dem Austrocknen. Dazu zählen Bergbohnenkraut (Satureja montana), Lavendel (Lavendula officinalis), Rosmarin (Rosmarinus officinalis), Salbei (Salvia officinalis) und Thymian (Thymus vulgaris). Unproblematisch und ohne weitere Vorkehrung überwintern Liebstöckel (Levisticum officinale), Melisse (Melissa officinale), Minze (Mentha-Arten), Petersilie (Petroselinum crispum), Sauerampfer (Rumex acetosa) und Ysop (Hyssopus officinalis).

Die Blätter von Feldsalat, Portulak (Montia perfoliata) und anderen Wintersalaten können durch Kahlfrost unansehnlich werden. Dies können Sie durch darübergelegtes Gemüsevlies fast vollständig vermeiden. Auch Blattgemüse wie China-, Grün- oder Rosenkohl und Porree tut eine Vliesabdeckung gut.

Bei Frost geerntete Salate und gefrorenes Blattgemüse sind wegen der unvermeidbaren Druckstellen nur für den zeitnahen Verbrauch geeignet. Die Druckstellen werden beim Auftauen matschig und machen so das Gemüse fürs Lagern unbrauchbar.

Wurzelgemüse wie Schwarzwurzel, Topinambur und Pastinake überwintern ebenfalls im Beet. Damit auch bei Frost das Ernten möglich ist, schützen Sie den Boden mit einer Laub- oder Strohschicht vor dem Gefrieren. Aber Vorsicht, auch Mäuse fühlen sich unter der kuschligen Abdeckung wohl.

Frischer Rhabarber im Winter ist keine Hexerei. Bevor der Boden frosthart gefroren ist, graben Sie einen mehrere Jahre alten Wurzelstock aus und pflanzen ihn z. B. in einen großen Plastikeimer. Dann verfüllen Sie die Hohlräume zwischen den fleischigen Rhabarberwurzeln mit Sand oder Erde und setzen das Pflanzgefäß für einige Wochen der kalten Witterung aus. Mit Beginn des neuen Jahres können Sie den Rhabarber zum Treiben in den dunklen Keller bringen. Sobald sich das erste Leben zeigt, gießen Sie zuerst kräftig und dann mäßig in Abständen. Die Treibdauer ist temperaturabhängig. Bei 12 bis 15 °C dauert es vier bis sechs Wochen bis zur Ernte und bei 6 bis 8 °C etwa drei Wochen länger. Die laufend austreibenden und mild schmeckenden Rhabarberstangen können Sie bis zur Erschöpfung der Pflanze ernten.

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Akku, Gartenteich, Kaninchen, Kernobst, Korkenzieherhasel, Lagerplatz, Nordmanntanne, Pflanzenschutzmittel, Pilzkrankheiten, Rhabarber, Schnee, Weihnachtsbäume, Wurzelgemüse, Wühlmäuse

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