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Grüne Termine im Oktober

Oktober 2017 Der Oktober steht für den Wechsel vom Sommer- zum Winterhalbjahr. Mit einem Feuerwerk an Farben kündet er den Wandel vom Wachsen zum Ruhen an.


Die sich von Grün in bunte Herbstfarben verwandelnden Blätter versetzen uns jedes Jahr in tiefes Staunen.
© Roth
Die sich von Grün in bunte Herbstfarben verwandelnden Blätter versetzen uns jedes Jahr in tiefes Staunen.

nach obenZierpflanzen

Im gesamten Oktober haben Sie noch Zeit, um Zwiebelblumen zu pflanzen. Wichtig für einen schönen Blütenflor im Frühjahr ist die Qualität der Zwiebeln, Knollen und Rhizome. Sie müssen sich fest anfühlen, trocken sein und keine Schimmel- oder Faulstellen aufweisen.

Im Rasen wirken Frühlingsblüher besonders schön, weil die Blütenfarben einen starken Kontrast zum Grün des Grases bilden. Geeignet sind aber nur früh blühende Arten, denn ihr Laub muss vor dem Mähen, spätestens im Juni, abgestorben sein. Besonders wirkungsvoll sind Frühjahrsblüher, wenn sie in einer größeren, einheitlichen Gruppe im Rasen stehen. Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie die Blumengruppen mit dem Rasenmäher umfahren können, was bei einzeln stehenden Blüten schwierig ist.

Viele Ziergräser haben eine hübsche Blüte im Sommer. Aber auch die trocken gewordenen Fruchtstände sind eine schöne Zierde und halten bis in den Winter hinein. Zudem sprechen ökologische Fakten für das Stehenlassen der abgestorbenen Pflanzenteile von Stauden und Gräsern. Sie sind für viele Tiere unverzichtbare Überwinterungsplätze.

Lassen Sie Kübelpflanzen, die nicht winterhart sind, so lange wie möglich draußen stehen. Diejenigen, die im Winter das Laub behalten, benötigen ein möglichst helles Winterquartier, bei kühlen Temperaturen um 10 °C. Pflanzen, die das Laub abwerfen, kommen ohne Licht aus. Aber auch sie mögen es kühl und wollen ebenfalls nur sehr sparsam gegossen werden. Winterharte Kübelpflanzen können Sie draußen lassen. Sie müssen aber in frostfreien Perioden gegossen werden. Bei empfindlichen Pflanzen sollten Sie die Töpfe einpacken, z. B. in Luftpolsterfolie.

nach obenObst

Äpfel und Birnen sind empfindlich wie rohe Eier. Damit die Früchte keine Druckstellen bekommen, sollten sie einzeln mit der ganzen Hand gegriffen und dann am Stiel um 90 ° abgeknickt werden. Löst sich der Fruchtstiel nicht vom Baum, dann ist der Apfel bzw. die Birne wahrscheinlich noch zu unreif. Am schonendsten ist es, wenn Sie mit jeder Hand nur eine Frucht pflücken und direkt in ein Erntegefäß legen.

Früchte mit Verletzungen, abgerissenen Fruchtstielen oder Druckstellen eignen sich nicht für die Lagerung. Übrigens: Manche Druckstelle entsteht unbemerkt durch kräftiges Zupacken mit den Fingerkuppen oder durch den Abdruck eines Fingerringes.

Vor Mäusen sicher in Kisten verpackt, können Sie Kernobst in der Gartenlaube oder einem anderen vor Regen geschützten Ort aufbewahren. Als Frostschutz genügt in der Regel das allseitige Einhüllen mit einer Wolldecke.

Späte Apfel- und Birnensorten sind oft erst ab Mitte Oktober erntereif. In frostgefährdeten Lagen können dann bereits Minusgrade auftreten. Nachtfröste bis zu –5 °C schaden den Früchten nicht. Vor der Ernte müssen sie dann allerdings vollständig aufgetaut sein.

Sowohl die großfrüchtigen Kiwis (Actinida deleciosa) als auch die Mini- oder Beerenkiwis (Actinida arguta) sollten Sie vor dem Frost ernten und eventuell bei etwa 18 °C nachreifen lassen.

Die abgetragenen Ruten der Brombeere bodennah abschneiden und die Tragruten für das nächste Jahr am Rankgerüst festbinden. Das Erdbeerbeet jäten, Ausläufer entfernen, die Erde flach lockern und zwischen den Reihen mulchen, z. B. mit Laub. Um den Kreislauf von Krankheiten und Schädlingen zu unterbrechen, sollten Sie das Fallobst nach der Ernte restlos auflesen.

Für das Pflanzen von Obstgehölzen ist das Klima im Oktober ideal. Ab Mitte des Monats werden in einigen Baumschulen wurzelnackte Gehölze angeboten. Diese wachsen jetzt sicher an und sind preiswerter als Pflanzen, die im Container herangezogen wurden. Achten Sie auf Qualität und bei der Sortenwahl auf Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten. Wählen Sie einen sonnigen Standort mit dem nötigen Abstand zu anderen Gehölzen und zur Grundstücksgrenze. Viele Gartenbesitzer unterschätzen gerade bei Bäumen die Wuchsfreude und den zunehmenden Schattenwurf.

Haben Sie Wühlmäuse im Garten, so pflanzen Sie den Wurzelballen in einen Drahtkorb. Diese erhalten Sie im Handel, oder Sie machen sie selbst aus Kaninchendraht.

Pflanztipps: Stellen Sie die Gehölze vor dem Pflanzen ins Wasser. Containerware so lange bis keine Luftblasen mehr aufsteigen, wurzelnackte Gehölze einige Stunden lang.

Setzen Sie Obstbäume genauso tief, wie sie zuvor gestanden haben. Die Veredlungsstelle muss über dem Boden sein. Obststräucher sollten etwas tiefer gepflanzt werden.

Verwenden Sie als Füllerde den Aushub, vermischt mit einem Drittel Komposterde.

Das Einschlämmen der Füllerde mit Wasser ist für die Wurzeln schonender als das Festtreten mit dem Schuh.

nach obenNervige Nacktschnecken

Falls Sie in dieser Gartensaison Ärger mit Nacktschnecken hatten, sollten Sie jetzt auf Ansammlungen von stecknadelkopfgroßen, milchig weißen Kügelchen achten. Diese Schneckeneier liegen versteckt in Erdspalten, unter Holz oder an Steinkanten. Wenn sie freigelegt werden, trocknen die Eier aus oder werden von Vögeln gefressen. In akuten Fällen sollten die Beete sofort nach dem Abernten eingeebnet werden, um den Schnecken keine Verstecke zu bieten. Eine weitere Schutzmaßnahme ist das Abräumen der, ansonsten so nützlichen, Mulchschicht.

nach obenGemüse

Bis wann kann Gemüse draußen bleiben? Endivien-, Kopf- und Pflücksalat vertragen nur leichte Fröste, während Chinakohl bis –3 °C und Zuckerhutsalat bis –5 °C aushalten. Mit einer Vliesabdeckung können Sie Nachtfröste abwehren und die Salate häufig bis November draußen stehen lassen. Es schadet den Pflanzen nicht, wenn das Vlies doppelt gelegt wird. Ist die Frostperiode vorüber, decken Sie das Vlies wieder ab und legen es griffbereit zur Seite.

Lagergemüse bleibt so lange wie möglich im Garten. Rote Bete ist am empfindlichsten und verträgt nur wenig Frost. Robuster sind Möhren und Sellerie. Die frostverträglichen Pastinaken und Schwarzwurzeln können sogar den Winter über im Boden bleiben.

Porree (Lauch) und Rosenkohl vertragen Frost bis –10 °C. Mit Gemüsevlies abgedeckt, bleibt das Laub auch bei Kahlfrost und eisigem Wind unbeschädigt.

Die Grünkohlernte beginnt Ende Oktober und kann bis zum März dauern. Im Gegensatz zum Feldanbau ist im Garten mehrmaliges Durchpflücken sinnvoll. Beginnen Sie dabei mit den ältesten Blättern.

Wenn der ersten Frost angekündigt wird, ist es Zeit für die Kürbisernte. Die Früchte werden mit einem Stück Stiel abgeschnitten und zur Nachreife der Schale an einem trockenen Ort bei etwa 16 °C ein paar Tage gelagert. Kürbisse mit ausgereifter Schale halten kühl aber frostfrei gelagert bis in den Winter hinein. Legen Sie die schweren Früchte auf Wellpappe, damit sich keine Druckstellen bilden.

Spargel wird immer beliebter. Als Gartenkultur eignet sich besonders Grünspargel, weil er nicht im Frühjahr auf- und nach der Ernte abgehügelt werden muss. Nach dem Abschneiden des gelb gewordenen Spargelkrauts bleibt meistens ein Stummel vom Stiel stehen. Diesen sollten Sie jetzt vollständig entfernen, damit weder Spargelrost noch Spargelfliege daran überwintern können.

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Schlagworte dieser Seite:

Blütenflor, Brombeere, Druckstellen, Frühlingsblüher, Lagergemüse, Nacktschnecken, Obst, Schimmel, Wühlmäuse, Zwiebelblumen, winterhart

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