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Grüne Termine im Oktober

Die blauen, strahlenförmigen Blüten der Glattblattaster (Aster novi-belgii) ziehen unsere Blicke magisch an. Die über einen Meter hohe Staude ist auch für viele Insekten unwiderstehlich. Sie bieten, bis zum Frost, eine reichhaltige Nahrungsquelle.
© Roth
Die blauen, strahlenförmigen Blüten der Glattblattaster (Aster novi-belgii) ziehen unsere Blicke magisch an. Die über einen Meter hohe Staude ist auch für viele Insekten unwiderstehlich. Sie bieten, bis zum Frost, eine reichhaltige Nahrungsquelle.

Oktober 2016 Oft wird der Oktober als goldener Monat beschrieben. Den Grund liefern der Farbwechsel unserer heimischen Laubgehölze und das goldene Licht der tief stehenden Sonne.


nach obenZierpflanzen

Die Laubfärbung bei den Gehölzen ist die Folge der Vorbereitung auf den Winter. Der Farbwechsel stellt sich ein, weil die Pflanzen das grüne Chlorophyll in den Blättern abbauen und zusammen mit Nährstoffen und Kohlenhy­draten in die Wurzeln verlagern. Damit wird das bisher überlagerte gelbe Carotin und das roten Anthozyan sichtbar.

Der Rasen muss sicherlich noch mehrere Male gemäht werden. Er sollte aber nicht ganz kurz geschoren in die Winterruhe gehen. Eine kaliumreiche Düngung im Herbst macht den Rasen fit für die kalte Jahreszeit. Im Fachhandel werden Rasendünger, spezielle für die Anwendung im Herbst, angeboten.

Wer noch in diesem Jahr Rasen anlegen möchte, sollte sich für Rollrasen entscheiden, der auf dem gelockerten und planierten Gartenboden wie ein Teppich ausgerollt wird. Rollrasen ist einfach zu verlegen, nach einer kurzen Anwachsphase begehbar und von garantierter Qualität.

Rosen lassen sich mit geringem Aufwand sicher überwintern. Wenn Beet-, Edel- und Zwergrosen nach dem Blattfall um die halbe Länge gekürzt werden, verdunsten sie weniger Wasser. Das kann die Pflanzen vor dem Verdursten retten, wenn die Wurzeln im gefrorenen Boden kein Wasser aufnehmen können. Einen weiteren Schutz vor Frost gewährt das Anhäufeln der Rosen. Zusätzlich kann mit Nadelholzzweigen abgedeckt werden.

Bei Strauch- und Kletterrrosen genügt Nadelholzreisig als Winterschutz. Die Kronen von Stammrosen packen Sie in Nadelholzreisig oder Sackleinen ein. Plastik und perforierte Folie sind ungeeignet.

Kübelpflanzen, die nicht winterhart sind, sollten so lange wie möglich draußen stehen bleiben.

Besonders kälteempfindlich sind tropische Pflanzen wie Banane (Musa spp.), Wunderblume (Bougainvillea glabra) oder Roseneibisch (Hibiscus rosa-sinensis). Sie vertragen keine Temperatur unter 0 °C. Oleander (Nerium oleander), Schmucklilie (Agapnthus africanus) und Zitrusgewächse (Citrus spp.) kommen aus mediterranem Klima und halten geringen Frost bis -5 °C aus. Bis zu -10 °C vertragen Fruchtfeige (Ficus carica), Lorbeerbaum (Laurus nobilis) und Wandelröschen (Lantana camara).

Kübelpflanzen, die ihr Laub im Winter nicht abwerfen, brauchen einen möglichst hellen und um 10 °C kühlen Überwinterungsplatz. Wenn dieser eng bemessen ist, können Sie die Pflanzen vor dem Einräumen einkürzen. Besser verträglich ist der Rückschnitt im Frühjahr, wenn das Wachstum beginnt. Bei Schädlingsbefall ist ein Rückschnitt ebenfalls sinnvoll, um die Anzahl der Plagegeister zu reduzieren. Die Schädlingsbekämpfung sollte vor dem Einräumen erfolgreich abgeschlossen sein.

nach obenObst

In Landschaften mit trockenen Sommern ist der Herbst die sicherste Pflanzzeit für Obstgehölze, weil sie die Bodenfeuchtigkeit des Winters nutzen können. Die im ausgehenden Winter verstärkt einsetzende Wurzelbildung gibt diesen Gehölzen einen Vorsprung gegenüber der Frühjahrespflanzung und eine bessere Chance trockene Sommer zu überstehen.

Auch in Landschaften mit feuchterem Klima ist der Herbst eine optimale Pflanzzeit. Ausgenommen sind wärmebedürftige Obstarten wie Pfirsich und Weinbeeren, die besser im Frühjahr gesetzt werden. Wählen Sie bei Neupflanzungen robuste und gegen Krankheiten resistente Sorten.

Kleinkronige Obstbäume bringen schnell Erträge und laden schon im ersten Jahr nach dem Pflanzen zu einer Kostprobe ein. Ihr kompakter Wuchs beansprucht wenig Platz und machen die gefährliche Leiter, zum pflücken, überflüssig.

Die Ernte von frischem, gesundem Obst aus dem Garten von Mai bis zum November ist keine Utopie. Mit Erdbeeren, unterschiedlichstem Beerenobst und kleinkronigen Obstbäumen können Sie einen Gourmetgarten anlegen, in dem es über einen langen Zeitraum ständig etwas zu naschen gibt. Und das Fantastische ist, dieser Garten findet auch auf einem kleinen Grundstück Platz.

Mit den ersten Frösten müssen Sie die großfrüchtigen Kiwis (Actinida deliciosa) pflücken, denn sie vertragen nur Temperaturen bis -4 °C. Häufig sind die behaarten Früchte dann noch hart und müssen nachreifen. Bei einer Temperatur von 18 bis 20 °C dauert es 3 bis 4 Wochen bis die Kiwis schmecken. Bei niedrigeren Temperaturen verzögert sich die Nachreife entsprechend. Die kleinen, unbehaarten Beerenkiwis (Actinida arguta), die mit der Schale verzehrt werden, sind ab Mitte dieses Monats erntereif.

Him- und Brombeeren sind als ursprüngliche Waldbewohner humusbedürftig. Die flach wachsenden Wurzeln brauchen den Schutz einer Mulchdecke, besonders im Winter. Aber auch alles andere Beerenobst ist für den Schutz seiner Wurzeln dankbar.

Erdbeeren zum wiederholten Mal abranken, konkurrierendes Unkraut jäten, mulchen und keinesfalls zwischen den Reihen umgraben.

nach obenGemüse

Erntezeit: Gurke, Kürbis, Paprika, Tomate und Zucchini sollten vor dem ersten Frost geerntet werden. Die abgeernteten Pflanzen lassen sich zerkleinert gut kompostieren. Allerdings gehören an Braunfäule erkrankte Tomatenpflanzen nicht auf den Kompost. Endivien, Mangold, Spinat, Feld- und andere Wintersalate legen, wenn sie mit Gemüsevlies abgedeckt sind, noch an Gewicht zu und bleiben bis zur Ernte im Beet stehen.

Auch Lagergemüse bleibt noch draußen. Rote Bete ist am empfindlichsten und verträgt nur wenig Frost. Robuster sind Möhren und Sellerie. Die frostverträglichen Pastinaken und Schwarzwurzeln können sogar den Winter über im Boden bleiben.

Porree (Lauch) und Rosenkohl ertragen Frost bis -10 °C. Mit Gemüsevlies abgedeckt bleibt das Laub auch bei Kahlfrost und eisigem Wind unbeschädigt.

Die Grünkohlernte beginnt Ende Oktober und kann bis zum März dauern. Im Gegensatz zum Feldanbau ist im Garten mehrmaliges Durchpflücken sinnvoll. Beim ersten Erntegang sollten dann mindestens die fünf bis sechs jüngsten Blätter stehen bleiben. Brechen Sie die Blätter immer mit der Mittelrippe am Strunk ab, damit im Frühjahr aus den Blatt­ansätzen neue kleine Strünke, der "Sprossenkohl", austreiben können.

Es ist noch Zeit, um Knoblauch und winterfeste Sorten von Steckzwiebeln in leere Beete zu pflanzen. Ausgereift sind sie dann im kommenden Mai oder Juni.

Frostempfindliche Kräuter wie Estragon, Oregano und Rosmarin überstehen den Winter meistens unversehrt, wenn sie mit Nadelholzreisig abgedeckt werden.

nach obenWohin mit all dem Laub?

Feuchte Laubblätter auf Gehwegen sind eine rutschige Gefahr. Entfernen Sie die Blätter, noch bevor sie festkleben. Auch im Teich oder auf dem Rasen ist das bunte Herbstlaub unerwünscht.

Das Laub von Sträuchern, kann meistens an Ort und Stelle liegen bleiben. Laub ist nützlich, denn es mulcht den Boden, schützt vor Kälte, ist Nahrung für die im Boden lebenden Mikroorganismen, wird zu fruchtbarem Humus umgewandelt und liefert Nährstoffe.

Abgestorbenes Laub an Stauden ist ein guter Winterschutz für die Pflanze selbst und für überwinternde Insekten. Daher sollten Stauden erst im Frühjahr zurückgeschnitten werden.

Falllaub ist auch ein wertvoller Rohstoff zur Herstellung von Kompost. Damit die Blätter nicht zu einer glitschigen Masse verkleben, werden sie mit kleingehäckseltem Schnittgut oder anderen auflockernden Materialien vermischt. Walnuss- und Eichenblätter verrotten schneller, wenn sie zuvor, etwa. mit einem Rasenmäher, zerkleinert wurden.

Laub kann auch Krankheiten und Schädlinge übertragen und sollte im Verdachtsfall mit dem Biomüll entsorgt werden. Problematisch sind u.a. Sternrußtau an Rosen, Cylindrocladium an Buchs und Miniermotten in Rosskastanien-Blättern.

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