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Grüne Termine im September

September 2017 Die milden Temperaturen und der erfrischende Morgentau machen den September zu einem idealen Pflanzmonat. Es ist die optimale Jahreszeit, um im Garten mit neuen Pflanzen frische Akzente zu setzen.


Der Garten-Sonnenhut (Rudbeckia fulgida) stammt aus Nordamerika. Viele einheimische Insekten, hier eine Honigbiene, schätzen ihn als Nahrungspflanze
© Roth
Der Garten-Sonnenhut (Rudbeckia fulgida) stammt aus Nordamerika. Viele einheimische Insekten, hier eine Honigbiene, schätzen ihn als Nahrungspflanze

nach obenZierpflanzen

Die Zeit für das Anlegen eines neuen Rasens ist optimal. Rollrasen bietet viele Vorteile: Er ist einfach zu verlegen, von Anfang an grün, hat eine dichte, unkrautfreie Grasnarbe und ist nach kurzer Zeit begehbar. Zur Auswahl steht ein Sortiment mit verschiedenen Rasentypen für unterschiedliche Ansprüche. Im Hausgarten wird überwiegend Spielrasen verlegt.

Eine kaliumbetonte Düngung im September macht den Rasen fit für den Winter. Kalium schafft stabile Zellen, senkt die Frostanfälligkeit und erhöht die Widerstandskraft gegenüber Pilzinfektionen. Im Fachhandel gibt es spezielle Rasendünger für den Herbst.

Dahlien sind beliebte Schmuckstauden im Garten und wegen ihrer langen Haltbarkeit in der Vase geschätzte Schnittblumen. Die Blüten sind schnittreif, wenn sie sich vollständig geöffnet haben.
© Roth
Dahlien sind beliebte Schmuckstauden im Garten und wegen ihrer langen Haltbarkeit in der Vase geschätzte Schnittblumen. Die Blüten sind schnittreif, wenn sie sich vollständig geöffnet haben.
Noch blühen Dahlien, Indisches Blumenrohr (Cana-Indica-Hybriden) und Knollenbegonien. Wenn die ersten Nachtfröste vorüber sind, müssen die „Knollen“ aufgenommen, von anhaftender Erde und faulenden Pflanzenteilen gereinigt sowie getrocknet werden. Danach überwintern die „Knollen“ an einem frostfreien Platz, in Zeitungspapier eingewickelt oder mit Sand bedeckt, in einer Kiste.

Der September ist grundsätzlich eine gute Zeit, um Stauden zu teilen. Ältere Exemplare von Taglilien (Hemerocallis x cultorum), Pfingstrosen (Paeonia spp.), Christ- und Lenzrosen (Helleborus spp.) sind empfindlich und sollten schonend geteilt werden. Säubern Sie den Wurzelballen mit einem Wasserstrahl von anhaftender Erde und durchtrennen Sie dann die freigelegten Wurzeln mit einem Messer.

Bedenken Sie beim Aufräumen im Garten, dass viele Tiere ihr Winterquartier unter abgetrockneten Stauden, zwischen Grasbüscheln oder in Laub- oder Reisighaufen finden.

nach obenObst

Wer in kühleren Lagen auf wärmebedürftiges Obst wie Aprikose und Pfirsich nicht verzichten möchte, sollte dieses als Spalierobst an einer Mauer oder Hauswand ziehen. Ein weiterer Vorteil dieser Baumform ist, dass trotz guter Erträge wenig Platz benötigt wird.

Spalierobst ist nicht an eine Mauer gebunden. Es kann auch als Gestaltungselement irgendwo im Garten genutzt werden: bspw. zur Einfassung einer Sitzecke, als Begleitung eines Weges oder als Abgrenzung zum Nachbargrundstück. Die Auswahl von Obstarten ist groß. Neben den klassischen Obstbäumen eignen sich auch an einem Gerüst gezogene Beerensträucher wie Johannis- und Stachelbeeren.

Unkompliziert im Anbau und vielseitig in der Küche verwendbar ist Schwarzer Holunder (Sambuca nigra). Er lädt gleich zweimal im Jahr zum Ernten ein. Im Mai oder Juni sind die cremefarbenen Blütendolden zur Herstellung von Blütensirup begehrt. Im Herbst reifen dann die blauschwarzen Früchte, die häufig im Wettstreit mit Vögeln geerntet werden. Grundsätzlich sollten die Beeren nur gekocht verwendet werden, bspw. als Saft, Gelee und Marmelade.

In Baumschulen erhalten Sie ertragreiche Sorten mit hellen und schwarzen Beeren.

Im Sommer gepflanzte Erdbeeren bei anhaltender Trockenheit unbedingt wässern.

Eine wirkungsvolle Pflanzenschutzmaßnahme ist das regelmäßige Aufsammeln und entsorgen von Fallobst, weil dadurch die Lebenszyklen von Schädlingen und Krankheiten unterbrochen werden.

Wenn im Frühjahr die Raupen des Kleinen Frostspanners in Massen auftreten, können sie Apfelbäume kahl fressen. Die flugunfähigen Weibchen kriechen im Herbst zur Eiablage in die Baumkronen. Mit fest um den Stamm und Stützpfahl gelegten Leimringen kann das verhindert werden.

Die in Rindenritzen überwinternden Puppen des Apfelwicklers (Obstmade im Apfel) sind von September bis Ende Oktober mit Nematoden biologisch bekämpfbar, z.B. mit „nemapom“. Dabei werden die Nematoden mit Wasser und einem Netzmittel auf die Baumstämme und Äste gesprüht.

Nehmen Sie beim letzten Erntegang eine Säge mit in die Obstbäume und sägen Sie die Äste mit den unerreichbaren Früchten ab. Falls noch nicht geschehen, entfernen Sie jetzt die noch belaubten Wasserschosse.

Die abgeernteten, alten Ruten der Sommerhimbeeren dicht über dem Boden abschneiden.

Die Ranken stark wachsender Kiwis aus 50 cm Länge kürzen.

nach obenGemüse

Herbstgemüse: Brokkoli, Blumenkohl, Kopfkohlarten, Porree (Lauch), Rote Bete, Sellerie und Steckrübe (Kohlrübe) nehmen im September und Oktober stark an Gewicht zu. Deshalb sind Pflegemaßnahmen wie mehrmaliges Hacken, Unkraut jäten und wässern bei Trockenheit sehr wirkungsvoll. Bis zu 6 Wochen vor der Ernte ist eine Düngung, bei schwacher Nährstoffversorgung, effektiv. Empfehlenswert ist ein schnell wirkender mineralischer Volldünger, bspw. 40 g „Blaukorn“ je m² Gemüsebeet.

Alle Röschen beim Rosenkohl werden etwa gleich groß, wenn die Pflanze „geköpft“ wird. Der optimale Zeitpunkt ist, wenn die unteren Röschen einen Durchmesser von einem Zentimeter erreicht haben, aber nicht später als Ende September.

Die Gefahr, dass Kohl von gefräßigen Raupen heimgesucht wird, ist nicht gebannt. Noch kleben Kohlweißlinge ihre gelben Eier, aus denen sehr bald hungrige Raupen schlüpfen, auf die Blattunterseite. Damit die Raupen keinen Schaden anrichten, müssen sie abgesammelt und die Eier zerdrückt werden. Besser ist es, wenn schon zu Kulturbeginn mit Gemüsevlies abgedeckt wird, um einen Befall von vornherein auszuschließen.

Nicht nur Herbstgemüse, auch viele Unkräuter haben ihr Wachstum noch längst nicht eingestellt. Oft unterschätzt werden Vogelmiere (Stellaria media) und Franzosen- oder Knopfkrau (Galinsoga spp.). Sie blühen laufend nach und produzieren keimfähige Samen bis Oktober. Eine Franzosenkraut-Pflanze entwickelt bis zu 10.000 Samen, die im Boden mehr als 10 Jahre überdauern. Angesichts dieser großen Nachkommenschaft, sollten Sie auch im Herbst mit dem Jäten nicht nachlassen.

Für einige Aussaaten ist es noch nicht zu spät: Postelein (Claytonia perfoliata) − auch Tellerkraut, Winterportulak oder Kubaspinat genannt -,Radies, Salatrauke (Eruca sativa), Asia- sowie Feldsalatsalat.

Wer geduldig ist, kann jetzt oder bis Anfang Oktober Spinat aussäen. Mit der Ernte müssen Sie dann bis zum Frühjahr warten. Für diese durchaus reizvolle Kulturzeit sind aber nur spezielle Sorten geeignet.

In milden Lagen stehen auch für frisch ausgesäte Möhren die Chancen, den Winter unter Gemüsevlies zu überstehen, nicht schlecht.

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Apfelwickler, Aussaaten, Dahlien, Düngung, Erdbeeren, Herbstgemüse, Kleiner Frostspanner, Rasen, Rollrasen, Schwarzer Holunder, September, Sommerhimbeere, Spalierobst

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