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Fitnessgrün vom Fensterbrett?

Breitblättrige Kresse enthält viel Nitrat.
© Wilhelm
Breitblättrige Kresse enthält viel Nitrat.

November 2007 Dieses äußerst wichtige Herbst- und Winterthema, bei dem es um die Anzucht vitaminreicher grüner Kräutlein am Küchenfenster geht, um mit deren Verzehr unseren Körper fit zu halten, muss leider mit Fragezeichen versehen werden. Ausrufungszeichen wären mir lieber gewesen! Richtig ist: In der lichtschwachen Jahreszeit sollte jeder darauf bedacht sein, sich vitaminreich zu ernähren. Falsch sind jedoch: Pflanzenwahl, Ort und Zeitpunkt der Aussaat.


Die in der lichtschwachen Jahreszeit immer wieder empfohlenen Salatkräutlein Kresse, Kerbel, Rauke, Senf sind nicht nur vitaminreiche Schnellgrüner, sondern sie enthalten auch sehr reichlich Nitrat, das im Verdacht steht, die Vorstufe krebserregender Stoffe zu sein. Schon im Sommer, wo die Nitratwerte am niedrigsten liegen, sind diese Kräuter bereits stark nitratbelastet. Zum Herbst hin erhöht sich die Nitratbelastung um 50 %, zum Winter nochmals. Und am schattigen Küchenfenster kann die Nitratbelastung sogar sehr hoch werden. Wer also in der lichtschwachen Jahreszeit ständig auf diese Kräuter setzt, kann einen nicht wieder gutzumachenden Fehler in der Ernährung begehen. Deshalb in der Überschrift das Fragezeichen.

Zwar handelt es sich bei den zierlichen Wintersalaten vom Fensterbrett nur um geringe Mengen, doch eine Nitratbelastung kommt zu dieser Zeit schnell zur anderen, und so summiert sich das Nitrat zu gefährlicher Höhe. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) fordert deshalb zu Recht, sich mehr auf nitratärmeres Gemüse einzustellen und die nitratreichen weitgehend zu meiden oder besonders in der ungünstigsten Jahreszeit am Südfenster heranzuziehen.

Wer die Nitratgefahr richtig einzuschätzen weiß, sucht selbstverständlich nach Alternativen. Diese gibt es, und zwar stehen sie sofort zur Verfügung. Fast ganzjährig werden Paprika, Tomaten, Gurken angeboten, im Winterhalbjahr zusätzlich Bleich-Chicoree. Alle sind sie nitratarm und können von der gefährlichen Nitratseite her den Körper nicht belasten. Aus den vier Arten lassen sich ohne größere Umstände abwechslungsreiche Salate zubereiten. Wenn man dann gelegentlich etwas vom "Südfenster" beimischt, ist das schon zumutbar.

Verwenden Sie im Winter – neben heimischen Freilandgemüse – sehr oft Gemüse aus Südländern. Hier steht den Pflanzen mehr Sonne als bei uns zur Verfügung, und sie trägt dazu bei, dass der Nitratspiegel niedrig gehalten wird. Essen Sie außerdem regelmäßig Erbsen und Weiße Bohnen, Blumenkohl und viel Rosenkohl, der ausgesprochen nitratarm ist. Kartoffeln enthalten nur wenig Nitrat. Von allem Wurzelgemüse liegen Möhren am günstigsten.

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Schlagworte dieser Seite:

Blumenkohl, Erbsen, Ernährung, Kartoffel, Kerbel, Kresse, Möhre, Nitrat, Nitratbelastung, Rauke, Rosenkohl, Senf, Weiße Bohnen

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