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Ein Fleck als Mangelsymptom

Blütenendfäule an grünen Tomaten.
© Titze, Winfried
Blütenendfäule an grünen Tomaten.
Blütenendfäule an reifen Tomaten.
© Titze, Winfried
Blütenendfäule an reifen Tomaten.

August 2007 Das Schadbild – graue, braune oder fast schwarze, ledrig-trockene, eingesunkene, verhärtete Fruchtpartien – ist (nicht ganz korrekt) unter "Blütenendfäule" der Tomate bekannt. In der Hobbygarten-Pflanzenschutzlektüre sucht man sehr oft vergeblich nach einer Beschreibung und Ursachenerklärung. Das ließe den Schluss zu: keine "weltbewegende" Tomatenkrankheit, obgleich sie hier und dort zeitweilig in beachtlichem Maße auftreten kann. Deshalb interessiert diese Qualitätsbeeinträchtigung so manchen Freizeitgemüsebauern.


Scharf abgegrenzt finden sich die so beschriebenen Zonen an noch grünen oder reifen, sonst normalen Beeren. Sie entwickeln sich aus anfänglich kleinen, wässerigen Bereichen an der Blütenabfallstelle und erreichen allmählich das abgebildete Ausmaß oder werden noch größer. Dabei beschränkt sich die Gewebeschädigung nicht nur auf die Außenhaut, sondern sie reicht zumeinst in das Fruchtfleisch hinein und macht die Früchte ganz oder großenteils wertlos. Oft zeigen mehrere oder alle Tomaten einer Rispe den Befall. Gelegentlich kommt es auch "nur" zu äußerlich nicht erkennbaren schwarzen Gewebepartien in ihrem Innern. Bisweilen werden so gestörte Beeren bei Trockenheit und Hitze von der Pflanze abgestoßen. Gefährdet sind insbesondere die Früchte verhältnismäßig schnell und üppig wachsender Pflanzen. Sortenunterschiede sind bekannt. Diese Erscheinung beobachtet man auch bei Paprika.

Bei der Erscheinung handelt es sich um eine oft nur kurzfristige Ernährungsbehinderung, konkret um Kalzium-("Kalk")Mangel (ungenügende Aufnahme und Verteilung von Kalzium in der Pflanze). Insoweit sind die Flecke z. B. mit Innenblattnekrose beim Kopf-, Rosen- und Chinakohl sowie der Stippigkeit des Apfels verwandt.

Hervorgerufen wird dieser Nährstoffmangel der Frucht durch Störungen im Wasserhaushalt des Bodens. Er ist hauptsächlich nach Trockenzeiten auf stark mit Mineraldüngern versehenen, meist schlecht mit Humus versorgten Böden festzustellen. Ein geregeltes Wasserangebot unter Vermeidung extremer Trockenheit und Feuchtigkeit, die gute Kalkversorgung des Bodens (pH-Wert nicht zu weit absinken lassen!) und eine harmonische, nicht überhöhte Düngung (bei Stickstoffgaben Kalksalpeter bevorzugen) zählen zu den vorbeugenden Bekämpfungsmaßnahmen.

Während hier allein die Schädigung der Frucht beschrieben und erklärt wurde, zeigt auch eine unter Kalziummangel leidende Tomatenpflanze bestimmte Merkmale an Blättern (bleiben klein und verfärben sich), Triebspitzen (Absterben) und Wurzeln. Die Symptome beider treten aber nicht zwangsläufig zusammen auf.

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Schlagworte dieser Seite:

Blütenendfäule, Kalziummangel, Nährstoffmangel, Tomate

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