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Zucchinifrüchte als Leckerbissen mit Haut und Haar verspeisen

Zucchini
© Görlitz, Sven
Zucchini

Juli 2007 Falls die Kultur von Zucchinipflanzen erwartungsgemäß klappt, was übrigens grundsätzlich nicht schwierig ist, bringt eine einzige Pflanze soviel Früchte, dass eine vierköpfige Familie Mühe hat, den Segen von drei oder vier Exemplaren zu konsumieren. Dann kann es vorkommen, dass mitten im Sommer, zur besten Zucchini-Zeit, die Pflanzen plötzlich keine neuen Früchte mehr bilden.


Zucchinipflanzen stoppen von sich aus weiteren Fruchtansatz, wenn Früchte über das Jugendstadium hinauswachsen und konzentrieren sich dann auf die Ausbildung von Samen in solchen älteren Früchten. Nur wenn junge, 20 allenfalls 25 cm lange Früchte geerntet werden, kommen immer neue nach.

Man kann diese Eigenart nutzen, indem die Pflanzen auf Urlaub programmiert werden. Während wochenlanger Abwesenheit erntet ja niemand. Die Pflanzen machen Pause. Damit dies im richtigen Moment geschieht, pflückt man etwa zwei Wochen vor Reiseantritt nicht alle jungen Früchte, sondern bestimmt einige zum Auswachsen. Prompt schalten die Pflanzen um auf Samenbildung und bilden weder Blüten noch Fruchtansätze.

Im zweiten Gang der Programmierung braucht man nun jemanden, der etwa eine Woche vor Rückkehr aus dem Urlaub die ausgewachsenen Früchte von den Pflanzen nimmt. Diese beginnen daraufhin wieder mit Blüten- und Fruchtbildung. Etwa 14 Tage später sind die ersten jungen Früchte erntereif.

Mitunter faulen Früchte von der Spitze her, ehe man dazu kommt, sie zu ernten. Dies geht auf das Konto des Grauschimmelpilzes, der an sich pflanzliches Gewebe nur befällt, wenn dieses bereits schwach und beschädigt ist. Fasst er jedoch erst einmal Fuß, kann er auf gesundes Gewebe übergehen.

Abgängiges, schwaches Gewebe haben Zucchinipflanzen stets in Form der Blüten, die nach Fruchtansatz absterben. Sie faulen, nicht unbedingt, falls sie schnell vertrocknen und abfallen, verstärkt, wenn die vergehenden Blüten bei insgesamt feuchter Witterung lange an den jungen Früchten haften. Mitunter fruchten auch die Pflanzen so stark, dass ihnen praktisch die Kraft fehlt, die nach dem Fruchtansatz überflüssig gewordenen Blüten abzustoßen.

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Daraus ergibt sich: Blüten von Hand vorsichtig entfernen, sowie Fruchtansatz erfolgte und sie nicht rasch vertrocknen und abfallen. Bei sehr feuchter Witterung die Pflanzen mit Folien schützen. Alle 14 Tage kräftig düngen, vorteilhaft flüssig und obendrein eventuell einen Teil der Fruchtansätze entfernen.

Feinschmecker sehen die Sache auf ihre Art. Sie werten ganz junge Zucchinifrüchte als Delikatesse, essen sie gewissermaßen mit Haut und Haar, und zwar vorrangig der Sorte 'Black Forest', wenn sie gerade 10 bis 12 cm groß sind, mitsamt den dann noch vorhandenen Blüten. 'Black Forest' fällt auch sonst aus dem Rahmen des Gewohnten, weil die Pflanzen mit langen Trieben an Gerüsten klettern und ihre Früchte von sich aus nicht länger als 25 cm werden, selbst wenn man sie nicht sofort pflückt.

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