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Grüne Tipps im Juli

Juli 2018 Aromatische Himbeeren, vitaminreiche Johannisbeeren, würzige Radieschen, erdfrische Möhren oder zarte Zuckererbsen: Der Garten bietet im Juli ein breites Angebot an Leckereien und ermöglicht gesundes Naschen ohne Reue.


Sehr reich und ausdauernd blüht der Garten-Sonnenhut (Rudbeckia fulgida).
© Roth
Sehr reich und ausdauernd blüht der Garten-Sonnenhut (Rudbeckia fulgida).

nach obenZierpflanzen

Rosen brauchen Dünger. Ihr starkes Wachstum und der üppigen Blütenflor fordern viele Nährstoffe.

Organische oder organisch-mineralische Produkte eignen sich dafür am besten. Die darin enthaltenen Nährstoffe werden den Pflanzenwurzeln langfristig nach und nach zur Verfügung gestellt. Bei warmem Wetter, wenn Rosen stärker wachsen, sind auch die Bodenorganismen bei der Umarbeitung der Dünger in pflanzenverfügbare Form flotter. Ist es kühler und die Rose braucht weniger Nahrung, setzen sie auch weniger frei. Bei vielen Produkten wird eine zweite Düngergabe nach dem ersten Blütenflor empfohlen, also jetzt. Die Höhe der Dosierung ist produktabhängig und auf der Verpackung vermerkt.

Wöchentliches Rasenmähen regt die Gräser zur Bildung einer dichten Grasnarbe an und erschwert Unkräutern das Aufwachsen. In den Sommermonaten kann der Rasen bei anhaltender Trockenheit gelb und strohig werden. Er erholt sich aber nach ausgiebigem Regen überraschend schnell. Wenn der Rasen auch in Trockenphasen grün aussehen soll, müssen Sie ihn ausreichend wässern. Er benötigt dann ein- bis zweimal wöchentlich mindestens 15 l Wasser je m².

Eine Blumenwiese mäht man in der Regel nur zweimal im Jahr: nach der Hauptblüte Ende Juni und im Oktober. Mit etwas Übung geht das am besten auf die klassische Art mit Sense oder Sichel. Lassen Sie das Schnittgut ein paar Tage liegen, damit die Samen ausfallen.

Ende des Monats ist die optimale Zeit für den Formschnitt sommergrüner Laubhecken. Vergewissern Sie sich vor dem Schnitt, dass keine Vögel in der Hecke brüten. Den Neuaustrieb kürzen Sie um etwa drei Viertel seiner Länge.

Schneiden Sie die Blumen für einen Sommerstrauß möglichst in den kühlen Morgen- oder Abendstunden. Damit die Blüten erst gar nicht schlappen, kommen sie sofort in frisches Wasser. Dann können Sie sich mit dem Arrangieren des Straußes für die eigentliche Vase Zeit lassen. Entfernen Sie an belaubten Blütenstielen zunächst die unteren Blätter: In Vasenwasser faulen sie schnell. Nun schneiden Sie die Stängel nur noch mit einem scharfen Messer auf die passende Länge und stellen den Strauß in das gewünschte Gefäß.

nach obenObst

In Bauernregeln steckt oft ein wahrer Kern: „Im Juli warmer Sonnenschein, macht alle Früchte reif und fein.“ Hoffen wir also auf viele Sonnenstunden, aber auch auf genügend Regen.

In den meisten Gärten bleiben Erdbeeren zwei bis drei Jahre lang im Beet. Dann haben sie ihre beste Zeit hinter sich und werden öfter krank. Einmaltragende Sorten brauchen nach der Ernte sorgfältige Pflege. Zuerst entfernen Sie die Ranken direkt an den Mutterpflanzen und danach die Laubblätter – besonders dann, wenn sie von Pilzen befallen sind. Das erkennen Sie oft an dunkelroten Flecken. Das Laub können Sie mit einer Schere abschneiden oder mit dem Rasenmäher 5 cm über dem Boden abmähen. Nur die kleinen Herzblätter bleiben stehen.

Anschließend entfernen Sie Unkraut sowie eventuell liegen gebliebenes Mähgut. Danach wird der Boden flach gelockert (keinesfalls umgegraben) und mit einem speziellen Beerendünger oder mit Komposterde gedüngt. Als Lohn Ihrer Arbeit treiben die Pflanzen kräftig wieder aus. Für eine Neupflanzung ist die Zeit zwischen dem 20. Juli und dem 20. August optimal.

Schneiden Sie Steinobst und Beerensträucher gleich nach der Ernte zurück. Den Gehölzen bleibt so bis zum Winter genügend Zeit zur Regeneration und Wundheilung.

Empfehlenswert ist der sogenannte Sommerschnitt an Apfel- und Birnbäumen. Entfernen Sie überflüssige Zweige, fällt mehr Sonnenlicht auf die Früchte und steigert deren Qualität. Gleichzeitig fördern Sie die Gesundheit des Baumes, denn durch das schnellere Abtrocknen der Krone fehlt Pilzsporen die notwendige Feuchtigkeit zum Keimen. Ein weiterer Vorteil des Sommerschnitts ist, dass er Bäume mit starkem Wachstum etwas bremst. Entfernen Sie die Zweige, die in die Krone hineinwachsen, die sich berühren oder miteinander konkurrieren und die sogenannten „Wasserreiser“.

An jungen Obstbäumen sollten steil stehende Äste in eine eher waagerechte Position gebracht werden, wobei die Triebspitzen leicht nach oben zeigen. Das gelingt, indem Sie dafür entwickelte Klammern einsetzen, die Zweige mit Gewichten beschweren oder herabbinden.

Um die Verbreitung der Obstmade, auch Apfelwickler genannt, einzudämmen, müssen wurmstichige Äpfel konsequent eingesammelt und mit dem Biomüll entsorgen werden. Sie können die befallenen Früchte auch mit Wasser verjauchen und als Dünger verwenden.

nach obenGemüse

Sobald die Knollen der Frühkartoffeln eine akzeptable Größe erreicht haben, können sie geerntet werden – auch wenn das Laub noch grün ist. Da Frühkartoffeln kaum lagerfähig sind, graben Sie bei Bedarf die nötige Menge frisch aus.

Lagerkartoffeln, also mittelfrühe bis späte Sorten, müssen vor der Ernte ausreifen. Sichtbares Zeichen ist das Eintrocknen des Kartoffelkrauts. Die Knollen lassen Sie vor dem Einlagern einige Stunden auf dem Boden ausgebreitet abtrocknen.

Noch ist das Aussäen etlicher Gemüsearten möglich. Bei Buschbohnen, Grünkohl und Knollenfenchel ist Eile geboten, denn der 10. Juli gilt als letzter Aussaattermin. Aber auch die Saat von Chinakohl, Kohlrabi, Lauchzwiebeln, Mangold, Möhren, Pak Choi (Chinesischer Senfkohl), Radieschen und Rettich sollte bald in die Erde. Beachten Sie unbedingt die empfohlene Aussaatzeit auf der Verpackung, denn die kann bei verschiedenen Sorten einer Gemüseart unterschiedlich sein.

Wenn Sie bis zum Frost Salat ernten möchten, wählen Sie bei Kopf- und Pflücksalat entweder Herbstsorten, oder schnell wachsende Salatmischungen wie Babyleaf, Asia und Blattsenf.

Viele Sorten von Feldsalat, Salatrauke, Herbstrübe (Brassica rapa) und Spinat vertragen sogar leichte Fröste und eignen sich gleichermaßen fürs Freiland, Gewächshaus oder Frühbeet.

Die Pflanzzeit für Blumen-, China-, Grün- und Spitzkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Kartoffeln (frühe Sorten mit kurzer Entwicklungsdauer) und Zichoriensalate wie Radicchio, Zuckerhut und Endivien endet mit diesem Monat. Rosenkohl sollte sogar bereits Anfang Juli gepflanzt sein.

Mehrjährige Küchenkräuter, wie Estragon, Rosmarin, Salbei, Thymian und Ysop, lassen sich jetzt durch Stecklinge vermehren. Aus einem krautigen (noch nicht verholzten) Trieb können Sie oft mehrere Stecklinge gewinnen. Schneiden Sie jedes Teilstück, das mindestens sechs Blattpaare lang sein sollte, dicht unterhalb eines Blattes mit einem scharfen Messer ab. An der oberen Hälfte bleiben drei bis vier Blattpaare stehen. Die untere Hälfte wird vollständig entblättert und in einen mit feuchter Anzuchterde gefüllten Blumentopf gesteckt. Eine übergestülpte, lichtdurchlässige und perforierte Plastiktüte schützt den Steckling vor dem Austrocknen.

In feuchten Sommern sind Tomaten besonders anfällig für die Braunfäule. Den sichersten Schutz vor Nässe bietet ein Folien- oder Glasdach. Hilfreich ist ein weiter Pflanzabstand, damit die Luft zirkulieren kann und die Gewächse schnell abtrocknen. Nützlich ist auch das vorbeugende Ausbrechen der unteren Blätter bis zum ersten Fruchtstand. Um den Pilzbefall einzudämmen, entfernen Sie zudem alle kranken Blätter. Diese fallen durch unscharf begrenzte braune Flecken mit blassgrünem Saum auf

Das Aufplatzen von Kohlrabi, Möhren, Radieschen, Rettichen und Tomaten ist meistens die Folge von Gewebespannungen, wenn nach einer Trockenperiode reichlich Regen fällt. Regelmäßiges Gießen während der Trockenheit verhindert das Platzen.

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Aussäen, Blumenwiese, Erdbeere, Frühkartoffeln, Küchenkräuter, Obstmade, Rasenmähen, Rose, Rosmarin, Salbei, Sommerstrauß, Thymian, Tomate

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