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Rote Bete oder Rote Beete?

Rote Rüben – eine „orthographische Problem-Gemüseart“?
© Titze, Winfried
Rote Rüben – eine „orthographische Problem-Gemüseart“?

Oktober 2006 Nichts Weltbewegendes, aber schreibt sich diese Gemüseart nun so oder so? Der unterschiedliche Inhalt beider abgebildeter Gläser (Scheiben bzw. Kugeln) ist dafür gewiss nicht ausschlaggebend.


Kleine Recherche: In Wahrig's "Deutsches Wörterbuch" (1980‌) zum Beispiel findet sich unter dem Stichwort Bete: "Angehörige einer Gattung aus der Familie der Gänsefußgewächse, aus der durch Züchtung die Rüben hervorgegangen sind: Beta: rote Bete, rote Rübe …". Deren wissenschaftlicher Name lautet: Beta vulgaris var. condiva.

Von daher erscheint die Schreibweise mit einem "e" folgerichtig. Im maßgeblichen Gemüsebau-Schrifttum der letzten 50 Jahre wenden sachkundige Autoren sie denn auch an. Wer allerdings weder diesen Fachliteraten noch "Herrn Wahrig" traut und sich lieber bei den Schöpfern der neuen Rechtschreibung orientiert, kann schließlich nur schmunzeln. Diejenigen nämlich, die den Konsonanten – entgegen der bisherigen Regelung – teilweise einen Aufschlag von 50 % verordneten (Schifffahrt, Schnellläufer, Kämmmaschine u. a.), zeigen sich bei den Vokalen mathematisch sehr verunsichert: ein "e"/zwei "e" (Differenz gegenüber der obigen Diktion von "nur" 100 %!) inmitten einer solchen "Rübe"? Sie werfen das Handtuch und gestatten beides: Rote Be(e)te – genau wie zuvor schon der Duden.

Für mich jedenfalls – völlig unmaßgeblich! – sind Beete immer noch das, worauf die Bete (die es ja in roten, weißen und gelben Sorten gibt) wachsen. Und das tun sie nach Direktaussaaten von April bis Ende Juni in Reihenabständen von 25 bis 30 cm und nachträglichem Verziehen in den Reihen auf 6 bis 8 cm, gewollt kleine Rüben ("Babybeets") auf 2 bis 3 cm.

Pflanzen aus zu zeitiger April-Saat können u. U. schossen. Spätaussaaten eignen sich besonders auch für die Lagerung (Mieten, kühler Keller).

Weniger bekannt: Die Blätter der Roten Bete – am liebsten jung, heller im Farbton und runder in der Form mit betont roten Nerven – werden auch wie Spinat oder Salat genossen.
© Titze, Winfried
Weniger bekannt: Die Blätter der Roten Bete – am liebsten jung, heller im Farbton und runder in der Form mit betont roten Nerven – werden auch wie Spinat oder Salat genossen.
Weniger bekannt dürfte die Verwendungsmöglichkeit junger Blätter als Spinat oder Salat sein. Rundes Laub mit betont roten Nerven wird dafür bevorzugt.

Zu beachten ist, dass sich aus einem "Samenkorn", Knäuel genannt, meist mehrere Keimlinge/Pflanzen entwickeln. Nur aus sogenannter Monogermsaat gehen "Solisten" hervor. Die Pflanzung nach Anzucht von Setzlingen auf dem Saatbeet ist ebenfalls möglich.

Hinsichtlich des Nährstoffbedarfs zählen Bete zu den Mittelstarkzehrern. Sie sind von Natur aus nitratreich, deshalb sind zu hohe Stickstoffgaben und der Anbau im Schatten zu vermeiden. Die Pflanzen sollten regelmäßig gehackt und, besonders zur Keimung und zur Zeit der Rübenbildung, bewässert werden. Bete nicht nach Spinat, Mangold oder Melde (ggf. Futterrüben) anbauen!

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