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Grüne Tipps im Juni

Juni 2018 Jetzt stellen sich die Pflanzen so stark auf Wachstum ein wie in keinem anderen Monat. Sie profitieren von der steigenden Bodentemperatur und dem intensiven Licht der langen Tage. Das bedeutet aber auch, dass es im Garten viel zu tun gibt: Blumenbeete und Rasen warten auf Pflege, Sommerblumen und viele Gemüsearten wollen gepflanzt oder gesät werden, und bei einigen Gehölzen ist ein Pflegeschnitt erforderlich.


Die seidig leuchtenden Blütenblätter des Islandmohns (Papaver nudicaule) sprengen die schützende Knospe und drängen ans Licht.
© Roth
Die seidig leuchtenden Blütenblätter des Islandmohns (Papaver nudicaule) sprengen die schützende Knospe und drängen ans Licht.

nach obenZierpflanzen

Wenn Sie im Herbst bunte Blumensträuße schneiden möchten, wird es Zeit für die Aussaat von Bechermalven (Lavatera trimestris), Kornblumen (Centaurea cyanus), Garten-Feldrittersporn (Consolida ajacis), Ringelblumen (Calendula officinalis) und Sonnenblumen (Helianthus annuus).

Den „Wildwuchs“ an Formgehölzen, beispielsweise an Buchsbaumkugeln, können Sie jetzt korrigieren. Wählen Sie für das „In-Form-Schneiden“ kühles, regnerisches Wetter, damit die Verletzungen an den Blättern möglichst wenig austrocknen und die weißen Streifen aus abgestorbenem Gewebe unauffällig schmal bleiben.

Pflegearbeiten im Juni:

Durch regelmäßiges Ausputzen verwelkter Blüten regen Sie viele Gartenblumen an, neue Knospen zu bilden. Besonders dankbar sind öfter blühende Rosen, im Frühsommer blühende Stauden sowie Balkon- und Terrassenpflanzen.

Wenn windanfällige Stauden Stützhilfen benötigen, sollten Sie diese frühzeitig aufstellen. Dann können die Pflanzen sie überwachsen, wodurch die Stützen beinahe unsichtbar werden.

Schneiden Sie die Blätter der Frühlingsblüher erst ab, wenn die Zwiebeln alle Nährstoffe eingezogen haben und das Laub vertrocknet ist.

Soll Ihr Rasen dem englischen Vorbild ähneln, ist häufiges Mähen, mindestens ein Mal wöchentlich, unumgänglich. Die optimale Halmlänge beträgt 4 bis 5 cm, bei anhaltender Trockenheit 6 cm. Bei jedem Mähgang sollten Sie die Gräser maximal um ein Drittel kürzen.

Die meisten Teekräuter, wie Minze oder Salbei, ernten Sie vor der Blüte, weil die Blätter dann den höchsten Gehalt an ätherischen Ölen aufweisen. Lavendel braucht dafür etwas mehr Zeit, also schneiden Sie ihn erst in voller Blüte. Die beste Tageszeit für die Ernte ist ein sonniger Morgen, nachdem der Tau abgetrocknet ist. Trocknen Sie die Kräuter an einem luftigen Platz im Dunklen, denn Sonnenlicht zerstört die Farbe und die Inhaltsstoffe.

Im Handel finden Sie oft blühende Stauden im XXL-Format. Diese im Topf herangezogenen Pflanzen sind wie geschaffen dafür, Lücken im Blumenbeet sofort zu schließen. Achten Sie auf gesunde Pflanzen mit hellen Wurzeln, denn die wachsen sicher an. Heben Sie das Pflanzloch großzügig aus, damit noch Platz für nahrhafte Pflanzerde bleibt. Stellen Sie den Wurzelballen vor dem Einpflanzen in ein Wasserbad. Nach dem Pflanzen angießen, und bei trockenem Wetter alle paar Tage wässern.

nach obenObst

Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) gilt in der Regel als Wildobst. Als ein- oder mehrstämmiger Großstrauch ist er aber auch im Garten eine Bereicherung. Die Kulturform des Schwarzen Holunders wird in mehreren Sorten angeboten, beispielsweise mit besonders großen Beeren. Neben den Früchten sind die würzig duftenden Blütenrispen begehrt. Daraus lässt sich leckeres Gelee, Eierpfannkuchen und Holunderblütensirup zubereiten. Ernten Sie die frisch aufgeblühten Rispen bei Sonnenschein, denn dann ist das Aroma besonders intensiv.

Nach einem starken Rückschnitt der Obstbäume im Winter bilden sich oft viele Neutriebe (Wasserreiser), die eigentlich nicht benötigt werden. Bei Kernobst reißen Sie diese Triebe ab, wenn sie 30 cm lang geworden und noch krautig sind. Daher der Fachausdruck „Juniriss“. Dieser brutal anmutende Eingriff wird vom Baum gut vertragen und spart viel Arbeit. Steinobst ist empfindlicher. Hier beseitigen Sie die Neutriebe besser mit der Gartenschere.

Weitere Schnittmaßnahmen:

Sommerhimbeeren werden meistens in Reihen gezogen und an einem Drahtspalier festgebunden. Für einen vollen Ertrag genügen zehn Ruten je laufendem Meter. Die überschüssigen Ruten schneiden Sie dicht über dem Boden ab.

Herbsthimbeeren baut man meistens flächig in einem Beet an. Dabei sind 25 bis 30 Ruten je Meter Beetlänge optimal. Die Ruten finden in einem 80 cm breiten und auf vier Pfählen waagerecht über dem Beet fixierten Maschengitter Halt. Dieses Stützgitter ziehen Sie, entsprechend dem Wuchs der Ruten im Laufe der Saison, bis 90 cm in die Höhe.

Nach der Blüte der Weinreben kürzen Sie die Ranken oberhalb der letzten Traube auf 5 bis 8 Blätter. Die Triebe ohne Fruchtansatz entfernen Sie bis auf ein Blatt.

Besonders Beerenobststräucher, kleinwüchsige Obstbäume und Spalierobst leiden bei Trockenheit an Wassermangel. Eine Mulchschicht aus Rinden- oder Gartenkompost spart Wasser, schützt die Wurzel und unterdrückt Unkräuter.

nach obenGemüse

In kalten Lagen beginnt Anfang des Monats die Pflanzzeit der wärmebedürftigen Gemüsearten wie Freilandgurke, Kürbis, Paprika, Tomate und Zucchini. Für Rosenkohl endet sie bereits am 10. Juni, weil er 20 bis 25 Wochen braucht, bis er erntereif ist. Knollensellerie, Porree, Salat, Sellerie, Blumen-, Grün- und Kopfkohl können Sie auch noch später setzen.

Die Auswahl an Gemüsearten, die Sie jetzt noch aussäen können, ist riesig: Bohnen, Chinakohl, Knollenfenchel, Kohlrabi, Lauchzwiebel, Mairübe, Mangold, Möhre, Pastinake, Radieschen, Rettich, Rote Bete, Stielmus, Spinat sowie Winterporree. Ebenso vielfältig sind Blattsalate wie Batavia-, Eis-, Kopf- und Romanasalat sowie Endivien und Zichorien mit ihrer angenehm bitteren Geschmacksnote und die schnell wachsenden Asia- und Babyleaf-Salate.

Damit Spargelpflanzen genügend Zeit zur Erholung bleibt, gilt der 24. Juni als Stichtag für die letzte Ernte. Nun brauchen sie Nährstoffe. Bei Bleichspargel tragen Sie dafür zunächst die Dämme zur Hälfte ab. Rechnen Sie etwa 4 kg Volldünger für 50 Pflanzen. Wenn Sie zusätzlich verrotteten Stallmist oder Komposterde ausbringen, brauchen Sie vom Volldünger entsprechend weniger.

Salat- oder Schlangengurken sind besonders wärmebedürftig und werden überwiegend im Gewächshaus angebaut. Die Jungpflanzen entspitzen Sie einmal, damit sie sich verzweigen. Dann ziehen Sie die Gurken mit zwei Trieben weiter, die Sie, jeden für sich, an eine Halteschnur binden. Das, was im Laufe der Wochen nachwächst, wickeln Sie regelmäßig um die Schnüre. Weitere Seitentriebe schneiden Sie ab. Das gilt genauso für die ersten Früchte, falls sie unterhalb des sechsten Laubblatts entstehen. Darüber lassen Sie jeweils eine Frucht pro Blatt reifen. Männliche Blüten, die Sie am fehlenden Fruchtansatz erkennen, entfernen Sie vor dem Aufblühen. Mit gärtnerischem Geschick und etwas Glück ernten Sie zehn bis zwölf etwa 300 g wiegende Gurken je Pflanze.

Im Gewächshaus und Frühbeet kann es unerträglich heiß werden. Dagegen hilft reichliches Lüften und sogar Durchzug. Dauerschatten wirkt sich für die Pflanzen nachteilig aus, weil sie dann bei bedecktem Himmel unter Lichtmangel leiden.

Im Gemüsebeet lässt sich Unkraut mit der Rübenhacke rückenschonend beseitigen. Dafür ziehen Sie beim Rückwärtsgehen die Hacke flach durch den Oberboden. Bei Unkräutern mit einer Pfahlwurzel, wie Löwenzahn oder Distel, hilft allerdings nur das Aushebeln der Wurzel mit einem Unkrautstecher.

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Schlagworte dieser Seite:

Ausputzen, Blumensträuße, Frühbeet, Gewächshaus, Holunder, Pflanzzeit, Rasen, Schnitt, Sommerhimbeeren, Spargelpflanzen, Stauden, Unkraut, Wildwuchs

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