Inhalt
Ihre Sucheingabe:

Sie befinden sich hier: Gartenjahr > Grüne Tipps im Mai
← vorheriger BeitragGrüne Tipps im April
nächster Beitrag → Grüne Tipps im Juni

Grüne Tipps im Mai

Mai 2018 Noch ist der Winter nicht vollständig verschwunden. Mit den Eisheiligen, die regional unterschiedlich an drei bis fünf Tagen eintreffen, kommt häufig die Kälte zurück. Kalendarisch beginnen die Eisheiligen am 11. Mai (Mamertus) und enden am 15. Mai (Sophia von Rom). In den letzten Jahren haben sie sich aber jeweils einige Tage verspätet. Halten Sie vorsichtshalber Abdeckvließ für empfindlicher Pflanzen bereit.


Leuchtende Blütenfarben zeichnen den Island-Mohn ­(Papaver nudicaule) aus. Er blüht von Mai bis August. Der Island-Mohn ist eine relativ kurzlebige Staude, erneuert sich aber immer wieder durch Selbstaussaat.
© Roth
Leuchtende Blütenfarben zeichnen den Island-Mohn ­(Papaver nudicaule) aus. Er blüht von Mai bis August. Der Island-Mohn ist eine relativ kurzlebige Staude, erneuert sich aber immer wieder durch Selbstaussaat.

nach obenZierpflanzen

Viele Menschen verbinden mit dem Wonnemonat Mai das zarte Grün der sich entfaltenden Blätter sowie den Duft von Flieder und Maiglöckchen.

Wenn Sie den Duft mit ins Haus nehmen wollen, stellen Sie den Flieder sofort nach dem Schneiden tief in warmes Wasser. Damit die Stiele das Wasser auch aufsaugen können, müssen die Leitungsbahnen an der Schnittstelle offen sein. Daher ist der glatte Schnitt mit einem scharfen Messer so wichtig. Ihr Blumenstrauß hält besonders lange, wenn Sie vollständig ausgefärbte Blütenrispen auswählen und die Laubblätter weitgehend abstreifen.

Auch Maiglöckchen halten in der Vase länger frisch, wenn Sie im Garten nur Blütenstiele schneiden, an denen sich das erste Glöckchen einer Blütentraube bereits geöffnet hat, und diese gleich ins Wasser stellen.

Es ist Pflanzzeit für Dahlien, Gladiolen und andere im Sommer blühende Blumenzwiebeln und Knollen. Auch Gräser und Stauden, die ihre Blütezeit noch vor sich haben, wachsen jetzt problemlos an.

Charakteristisch für den Mai ist Waldmeister (Galium odoratum), ohne den es die Maibowle nicht gäbe. Für die Zubereitung der Bowle wird der noch nicht blühende Waldmeister gepflückt, zu einem Strauß gebunden und nach dem Anwelken in die Flüssigkeit gehängt. Dosieren Sie den Waldmeister sparsam, denn der Wirkstoff Cumarin kann bei zu hoher Dosierung Kopfschmerzen und Übelkeit hervorrufen. Waldmeister ist eine heimische Staude, die sich im Schatten von Gehölzen flächig ausbreitet. Er passt gut in naturnah gestaltete Gärten, wo sein Ausdehnungsdrang nicht stört.

Die Anzucht von Bartnelken (Dianthus barbatus), Goldlack (Erysimum cheiri), Königskerzen (Verbascum spp.), Marien-Glockenblumen (Campanula medium), Stockrosen (Alcea rosea) und anderen zweijährigen Pflanzen beginnt jetzt mit der Aussaat in Saatschalen oder Anzuchtplatten. Wenn die Sämlinge zu Jungpflanzen herangewachsen sind, setzen Sie sie dort ins Beet, wo sie im nächsten Jahr blühen sollen. Weniger aufwändig ist das direkte Aussäen an Ort und Stelle, allerdings sind die heranwachsenden Pflänzchen dann vielen Gefahren ausgesetzt.

Wasserpflanzen, die in Körben im Gartenteich stehen, möchten etwa alle zwei Jahre umgepflanzt werden. Verwenden Sie dafür Wasserpflanzenerde und entsprechend größere Gefäße. Wässern Sie die Wurzelballen gründlich, damit beim Einsetzen in den Teich keine Erde aufschwemmt.

Brechen Sie zumindest bei den jüngeren Rhododendron-Sträuchern die verwelkten Blütenstände aus. Dann entwickeln sich die nachwachsenden Triebe gleichmäßiger. Gehen Sie behutsam vor, denn die neuen Triebknospen sitzen dicht unterhalb der Blütenstände.

nach obenObst

Falls Sie die optimale Pflanzzeit im zeitigen Frühjahr verpasst haben, können Sie auch im Mai Obstgehölze pflanzen. Allerdings wachsen ab jetzt nur noch im Topf gezogene Gehölze mit festen Wurzeln sicher an. Bei anhaltender Trockenheit regelmäßig gießen.

Für wärmebedürftige Arten wie Weintraube und Kiwi ist der Pflanztermin nach den Eisheiligen nicht ungewöhnlich. Beide Obstarten eignen sich gut als Spalier an einer Hauswand. Pflanzen Sie aber nicht zu dicht an die Mauer, weil der Boden dort häufig zu trocken ist. Wein braucht mindestens 30 cm, Kiwi 50 cm Abstand.

Unreif geerntete Stachelbeeren haben eine zarte Fruchtschale und sind deshalb als Tortenbelag oder zur Herstellung von Marmelade besonders geeignet. Bei früh reifenden Sorten beginnt diese sogenannte „Grünpflücke“ Ende des Monats. Wenn Sie den Strauch nur teilweise beernten und alle paar Zentimeter eine Frucht hängen lassen, beschert die zweite Ernte besonders große Beeren.

Grauschimmel an Erdbeeren macht die Früchte ungenießbar. Die Infektion beginnt bei feuchtem Wetter während der Blüte. Zur Vorbeugung gegen den Pilzbefall halten Sie die Früchte durch Strohpackungen zwischen den Pflanzen trocken, entfernen kranke Blätter und Früchte, jäten regelmäßig und düngen im Frühjahr nur mit der kleinsten auf der Verpackung angegebenen Dosis. Außerdem sollte die Erdbeerpflanzung nicht älter als drei Jahre werden. Wählen Sie bei der Neuanlage widerstandsfähige Sorten und pflanzen Sie die Erdbeeren auf niedrige Dämme.

nach obenGemüse

In diesem Monat können Sie nahezu alle Gemüsearten aussäen, vorausgesetzt, Sie wählen Sorten, die im Sommer keine Blüten bilden, also nicht schossen. Beispielsweise lassen sich im Mai Erbsen, Karotten, Kohlrabi, Mangold, Porree, Radieschen, Rettich, Spinat sowie alle Kohlarten und Küchenkräuter säen.

Für Liebhaber herzhafter Salate wie Radicchio, Endivien und Salatzichorien, auch Zuckerhut genannt, beginnt Ende des Monats die Zeit fürs Aussäen. Kopf- und Eissalat sowie Eichblatt-, Romana-, roter und grüner Lollo-Salat sowie Babyleaf-Mischungen kann man selbstverständlich den gesamten Monat über säen.Wärmebedürftig sind Busch-, Stangen- und Sojabohnen, Gurken, Kürbisse, Melonen, Zucchini sowie Zucker- und Puffmais. Der früheste Aussaattermin für diese Gemüsearten ist Mitte Mai, in kühlen Lagen sogar zwei Wochen später.

Wer sicher sein will, misst die Bodentemperatur. Ein Braten-Thermometer ist dafür gut geeignet. Die Mindesttemperatur zur Aussaatzeit sollte bei Buschbohnen und Mais 12 °C sowie bei Stangenbohnen, Freilandgurken, Kürbis und Zucchini 15 °C betragen. Optimale Keimbedingungen herrschen bei 20 °C und mehr. Melonen mögen eher 25 °C.

Tipp: Abdecken mit Gemüsevlies verhindert, dass die tagsüber gewonnene Bodenwärme nachts verloren geht.

Für Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Kopfsalat, Rot-, Spitz-, Weiß- und Wirsingkohl ist jetzt Pflanzzeit. Für Bleichsellerie, Rosenkohl und Sommerporree beginnt sie in der zweiten Maihälfte und noch etwas später für Knollensellerie, Kürbisgewächse, Paprika und Tomaten. Im Gewächshaus kann selbstverständlich etwas früher gepflanzt werden.

Zum Nachpflanzen in lückenhafte Gemüsereihen eignet sich besonders Kopfsalat, weil seine Kulturdauer kurz ist. Pflanzen Sie die Setzlinge so flach in die Erde, dass sie noch „pendeln“ können. Bei guten Wachstumsbedingungen beginnt die Ernte nach fünf Wochen. Auch Kohlrabi-Setzlinge haben eine kurze Entwicklungszeit und sind ebenfalls gute Lückenfüller.

Beim Pflanzenkauf von Tomaten, Gurken, Paprika oder Auberginen haben Sie die Wahl zwischen zwei Varianten: den Sämlingen oder den Veredlungen. Veredlungen bringen höhere Erträge und bessere Fruchtqualität. Zudem sind sie deutlich widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten als Sämlingspflanzen. Wer beim Anbau nur beschränkte Möglichkeiten für den Fruchtwechsel hat, z. B. im Gewächshaus, ist mit Veredlungen besser beraten, auch wenn sie teurer sind.

Pflegemaßnahmen:
Im Gegensatz zu den buschig wachsenden Balkontomaten, sollen sich Stabtomaten nicht verzweigen. Deshalb entfernen Sie wöchentlich die an den Blattachseln wachsenden Geiztriebe .

Wenn Erbsen etwa 15 cm hoch gewachsen sind, häufeln Sie die Pflanzen mit Erde an, um deren Standfestigkeit zu verbessern.

Blütenstände des Rhabarbers entfernen.



← vorheriger BeitragGrüne Tipps im April
nächster Beitrag → Grüne Tipps im Juni
Drop Scones
Zum Tee bei der Königin
Ungewöhnlicher Gleichklang unterschiedlicher Pflanzen: Sowohl in der Tulpenblüte als auch in den Blättern des Fächerahorns spiegelt sich das feurige Rot und die flammenartige Form wider.
Grüne Tipps im April
Der Apfeldorn (Crataegus 'Carrierei') ist ein kleinkroniger Baum, der gut in Vorgärten passt. Seine orange­roten Beeren bleiben bis zum Winter hängen.
Grüne Tipps im November

Schlagworte dieser Seite:

Aussaat, Bartnelken, Erdbeeren, Flieder, Königskerzen, Maiglöckchen, Rhabarber, Rhododendron, Stabtomaten, Stachelbeeren, Waldmeister, Wasserpflanzen

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um alle Artikel mit diesem Schlagwort anzuzeigen.

Bitte melden Sie den Kommentar nur, wenn er andere Menschen beleidigt, beschimpft oder diskriminiert, oder Äußerungen enthält, die Gesetze verletzen (beispielsweise zu einer Straftat aufrufen).

Diesen Artikel kommentieren (0)

Ihr Kommentar


Datenschutz | Impressum | Kontakt
Die Website enthält Bilder von www.pixelio.de

Familienheim und Garten Verlagsgesellschaft mbH

Copyright

Familienheim und Garten
Verlagsgesellschaft mbH
Bonn, 2018

Entwicklung/Realisierung

MultimedaConcept, Bonn
Kennedyalle 17, 53175 Bonn
office@mmcm.de
www.mmcm.de