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Grüne Tipps im April

April 2019 Gärten sind Lebensräume: Sie sind Heimat für Pflanzen und bieten Nahrung für Insekten, Vögel und kleinere Wirbeltiere. Je vielfältiger Sie den Garten gestalten, desto wertvoller wird er für die Umwelt. Jetzt in der Pflanzzeit ist der perfekte Moment, um mit neuen, ausgewählten Stauden, Blütensträuchern und Obstgehölzen die Artenvielfalt zu fördern.


Die Forsythie kam erst 1833 nach Europa und hat sich in kurzer Zeit den Ruf als wohl bekanntestes Frühlings­gehölz erworben.
© Roth
Die Forsythie kam erst 1833 nach Europa und hat sich in kurzer Zeit den Ruf als wohl bekanntestes Frühlings­gehölz erworben.

nach obenZierpflanzen

Blumenzwiebeln und Knollen von nicht winterharten Sommerblühern kommen ab April in die Erde. Diese Pflanzengruppe zeichnet sich durch wunderschöne, oft bizarr geformte Blüten aus. Dazu zählen Blumenrohr (Canna-Indica-Hybriden), Dahlie, Gladiole oder Jakobslilie (Sprekelia formosissima), Kaphyazinthe (Lachenalia aloides), Korallentröpfchen (Bessera elegans) und die rankende Ruhmeskrone (Gloriosa superba).

Die Wellness-Kur für den Rasen beginnt mit gründlichem Abharken. Danach mähen Sie die Halme kurz. Falls nötig, vertikutieren Sie die Fläche noch. Eine Wohltat für den strapazierten Rasen ist eine dünne Schicht Komposterde (etwa 1–2 l/m2). Sie kommt sowohl den Gräsern als auch dem Bodenleben zugute. Mit der Gabe eines Rasen-Langzeitdüngers schließen Sie die Kur ab.

Stauden sind dankbar für eine Düngung. Mit 3 l Komposterde und 50 g Hornspänen je m² Beet fördern Sie sowohl das Wachstum als auch die Blühfreude. Besonders hungrig sind hohe Stauden, die viel Masse bilden.

Trittsteine zwischen Stauden und im Blumenbeet ermöglichen einen sicheren Stand beim Jäten. Sie ersparen uns mühsames Balancieren und den Pflanzen zerstörerische Tritte. Besonders harmonisch fügen sich Natursteine aus der Region ein.

Zwei sehr beliebte Frühblüher, das Mandelbäumchen (Prunus triloba) und die Hänge-Kätzchenweide (Salix caprea), brauchen gleich nach der Blüte einen starken Rückschnitt. Dadurch entwickeln sich viele junge Zweige, die im Sommer verstärkt Blütenknospen fürs nächste Jahr anlegen und außerdem widerstandsfähig gegen Pilzkrankheiten sind.

nach obenObst

Kälteeinbrüche gefährden die Blüten der Obstgehölze. Im Fall der Fälle schützen Sie Beerensträucher und kleine Obstbäume mit einer Vliesabdeckung.

Damit die Erdbeerfrüchte sauber bleiben und weniger Grauschimmel bekommen, legen Sie Stroh oder Holzwolle um die Pflanzen. Warten Sie mit dieser wirkungsvollen Maßnahme bis nach den Eisheiligen. Denn eine Mulchschicht im April verzögert die Erwärmung des Bodens und damit die Entwicklung der Pflanzen.

Für gesundes Wachstum und gute Erträge sorgt eine ausgewogene Düngung. Verwenden Sie einen speziellen Beerendünger, der alle erforderlichen Nährstoffe in einem für Beerenobst abgestimmten Verhältnis enthält.

Wer im Sommer ein neues Erdbeerbeet anlegen möchte, darf dort nur bestimmte Pflanzen als Vorkultur verwenden. Günstig wirken sich Gründünger wie Tagetes, aber auch Erbsen, Möhren, Radieschen, Salat oder Spinat aus. Tabu sind Erdbeeren, Bohnen, Kartoffeln und Tomaten.

Falls Sie noch nicht zum Pflegeschnitt der Obstbäume gekommen sind, greifen Sie bald zur Schere: Es ist besser, jetzt zu schneiden als gar nicht.

Pfirsichbäume sind speziell. Damit die Früchte eine gute Qualität erreichen, müssen Sie kurz vor der Blüte schneiden, und zwar, sobald Sie die schmalen Blattknospen von den runden Blütenknospen unterscheiden können. Die „wahren Fruchttriebe“ erkennen Sie daran, dass die Blüten- von zwei Blattknospen eingerahmt werden. Diese kürzen Sie auf 40–60 cm Länge, bzw. auf vier bis sechs „Dreier-Knospen-Gruppen“. „Falsche Fruchttriebe“, die nur Blütenknospen tragen, entfernen Sie vollständig. Die Buketttriebe (kurze Triebe mit mehreren Blütenknospen) an den stärkeren Ästen bleiben ungeschnitten.

Die Pflanzzeit für die meisten Obstbäume und Beerenobststräucher läuft immer noch auf hohen Touren. Jetzt beginnt sie auch für die Wärme liebenden Obstarten wie Fruchtfeige, Himbeere, Kiwi und Weinrebe.

nach obenGemüse

Die eigene Anzucht von Jungpflanzen ist etwas knifflig, denn das Verhältnis von Temperatur und Licht muss stimmen. Wenn sich die Sämlinge zu langen, dünnen Pflänzchen entwickeln, leiden sie wahrscheinlich an Lichtmangel. Es hilft, die Anzuchtschalen dichter an die geputzte Fensterscheibe heranzurücken oder mit einer speziellen, wachstumsfördernden Lampe zu belichten.

Die Aufzucht von Gurken, Kürbissen, Melonen und Zucchini gelingt ab April am besten. Ein guter Platz ist die Fensterbank bei mindestens 20 °C. Säen Sie die Samen einzeln in Töpfe oder Anzuchtplatten aus, damit jede Pflanze einen stabilen Wurzelballen bilden kann. Das schont den Wurzelbereich beim Umtopfen oder Einpflanzen ins Beet, der Störungen sonst schlecht verträgt.

Die Samen von Basilikum brauchen zum Keimen Licht und Wärme (zwischen 15 und 18 °C). Die in Töpfe ausgesäten Samen nur andrücken und dann vorsichtig mit der Brause gießen. Damit sie nicht austrocknen, decken Sie die Gefäße mit Glasscheiben oder Haushaltsfolie ab.

Auf die Gemüsearten, die bereits im März in den Garten ausgesät werden konnten, folgen nun Mangold, Mark- und Zuckererbsen, Rote Bete, Sommerzwiebeln und Küchenkräuter wie Blattkoriander, Bohnenkraut, Borretsch und Dill.

Wählen Sie Sorten, die für einen frühen Aussaattermin geeignet und gegen Krankheiten widerstandsfähig sind.

Gemüsesamen brauchen für die Keimung oft etwas länger. Damit Sie trotzdem zwischen den Reihen hacken können, um die Bodenfeuchtigkeit zu erhalten und Unkraut zu entfernen, markieren Sie die Reihen mit schnell auflaufenden Radieschen. Dabei genügt es, wenn Sie bei der Aussaat im Abstand von einem Meter je einen Radieschensamen zwischen die der Gemüse auslegen.

Vorgetriebene Dicke Bohnen, Grünspargel, Kopfsalat, Knoblauch, Steckzwiebeln, Topinambur sowie mehrjährige Küchenkräuter können bereits ins Freie gepflanzt werden. Jungpflanzen von Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi und Kopfkohl schützen Sie dagegen noch mit Gemüsevlies.

Die Ernte von Rhabarber dauert nur von April bis Ende Juni. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einen braucht die Pflanze Zeit zur Regeneration, zum anderen steigt im Sommer der Gehalt an Oxalsäure. Seit Kurzem gibt es Sorten, die weniger bis kaum Oxalsäure enthalten, z. B. 'Livingstone'. Diese Neuzüchtungen können bis zum Herbst beerntet werden, benötigen jedoch zwischendurch Erholungsphasen, um Kraft für den kommenden Austrieb im Frühjahr zu speichern.

Wenn Sie möglichst bald reife Komposterde „ernten“ möchten, dann setzen Sie jetzt den Komposthaufen um. Das Durchmischen des Rohkompostes und die zunehmende Frühjahrswärme beschleunigen die Rotte (mehr dazu: Wie arbeiten Komposter?). 

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Schlagworte dieser Seite:

Anzucht, Blumenzwiebeln, Hänge-Kätzchenweide, Jungpflanzen, Mandelbäumchen, Pfirsichbäume, Pflegeschnitt, Rasen, Rhabarber, aussäen

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