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Grüne Termine im April

Ton in Ton in leuchtendem Gelb: Vorn Tulpen und im Hintergrund Narzissen.
© Roth
Ton in Ton in leuchtendem Gelb: Vorn Tulpen und im Hintergrund Narzissen.

April 2017 "Der April macht was er will". Das Wetter ist unzuverlässig und schlägt Kapriolen, aber auf den Verlauf der Sonne ist Verlass: Die Tage werden immer länger und die Kraft der Sonnenstrahlen nimmt spürbar zu.


nach obenZierpflanzen

Die Rasenpflege beginnt mit gründlichem Abharken, damit keine alten Laubblätter das Gras beschatten oder Zweigstücke beim Mähen stören. Danach wird gemäht und eventuell vertikutiert. Eine Wohltat für den strapazierten Rasen ist eine dünne Schicht Komposterde, die zugleich das Bodenleben aktiviert. Mit der Gabe eines Rasen-Langzeitdüngers schließen Sie das Wellness-Programm ab.

Fehlstellen im Rasen können Sie mit frischer Rasensaat reparieren.

Mit Beginn der Forsythienblüte sollten Rosen geschnitten werden. Unabhängig von der Rosen-Art sind abgestorbene, durch Frost geschädigte oder erkrankte Zweige bis ins gesunde Holz abzuschneiden.

Beet-, Edel- und Bodendecker-Rosen bilden die Blüten an dem jungen Austrieb. Wenn Sie die vorjährigen oder noch älteren Zweige auf 15 bis 20 cm Länge kürzen, löst das einen starken Austrieb und somit ein üppiges Blühen aus. Unterstützen Sie die Rosen zusätzlich mit einer Düngung oder einer Gabe Komposterde. An Strauchrosen, die mehrmals im Jahr blühen, werden die mehr als vier Jahre alten Triebe ganz entfernt und alle anderen Zweige um ein Drittel gekürzt.

Auch Kletterrosen blühen üppiger, wenn sie durch Herausschneiden alter Äste verjüngt werden.

Rosen, die nur einmal im Jahr blühen, bleiben im Frühjahr ungeschnitten, weil sie bereits die Blütenknospen für den Sommer im vergangenen Jahr gebildet haben.

Dahlien gibt es in unzähligen Sorten mit vielen Blütenfarben, sehr verschiedenen Blütenformen und unterschiedlicher Wuchshöhe. Besonders groß wurde die Sorte `Kalinka` im Dahliengarten in Hamburg, die eine stolze Höhe von 3,o3 m erreichte. Dahlien blühen unermüdlich von Juni bis zum ersten Frost. Sie sind ein Blickfang im Garten, ihre Blüten halten lange in der Vase und sie sind in der experimentierfreudigen Küche beliebt, weil sie Farbe in leckere Salate bringen.

Die Knollen können Sie jetzt in Blumenerde eintopfen, an einem hellen, mäßig warmen Ort antreiben und nach den Eisheiligen in den Garten pflanzen. Vorsicht bei Spätfrösten, die oberirdischen Pflanzenteile vertragen keine Minusgrade. Es ist auch möglich, die Knollen direkt ins Beet zu setzen. Warten Sie damit aber noch bis Ende des Monats. Vor dem Pflanzen sollten die Knollen einige Stunden lang im Wasser quellen. Die Knollen werden relativ flach gepflanzt. Eine Erdabdeckung von 5 cm genügt.

Zwischen Stauden und vor Gehölzen findet sich oft noch Platz für weitere Zwiebel- und Knollengewächse, die im Sommer mit farbenfrohen Blüten überraschen. Von April bis Mai können Garten- oder Kronenanemone (Anemone coronaria), Gladiole (Gladiolus-Hybriden), Minigladiole oder Abendblume (Ixia-Hybriden), Montbretie (Crocosmia x crocosmiiflora), Tiger- oder Muschelblume (Tigrida pavonia), Schönhäutchen (Hymenocallis narcissiflora) sowie Sommerhyazinthe (Galtonia candicans) gepflanzt werden. Wer im Sommer Schnittblumen für üppig gefüllte Vasen ernten möchte, sollte im April einjährige Blumen aussäen. Geeignet sind unter anderem Bechermalven (Lavatera trimestris), Sommermalve (Malopa trifida), Edelwicke (Lathyrus odoratus), Indiananessel (Monarda x hybrida), Jungfer im Grünen (Nigella damascena) und Schmuckkörbchen (Cosmos bipinnatus).

nach obenObst

Junge Obstbäume, Him- und Brombeeren, Johannis- und Stachelbeersträucher brauchen nicht viel, aber doch etwas Dünger. Entweder verteilen Sie 3 bis 4 l Kompost­erde je m² oder streuen Beerendünger nach Gebrauchsanweisung gleichmäßig unters Blätterdach. Beerendünger sind Volldünger mit reduziertem Stickstoff-Anteil.

Bei anhaltender Trockenheit unbedingt wässern, mindestens 20 l je m². Mulch unter den Gehölzen hilft Wasser sparen.

Ähnliches gilt für Erdbeeren. Wobei 1/3 der Düngermenge zum Vegetationsbeginn und der Rest nach der Ernte verabreicht wird.

Die Blüten der Erdbeeren, besonders bei frühen Sorten, sind frostempfindlich und sollten mit Gemüsevlies vor Minusgraden geschützt werden.

Das Ausbringen von Stroh zwischen den Erdbeerreihen hat etliche Vorteil, die aber erst nach den Eisheiligen, wenn die Frostgefahr weitgehend vorüber ist, zum Tragen kommen. Die isolierende Wirkung der Strohschicht ist jetzt von Nachteil, weil sie die Erwärmung des Bodens verzögert. Im Gegensatz dazu kann die unbedeckte, dunkle Erde die tagsüber gewonnene Wärme speichern und sie in den kalten Nächten an die Pflanzen abgeben.

Der April ist eine ideale Pflanzzeit für Immertragende Erdbeeren, deren Erntezeit mit geringer Unterbrechung von Juni bis Oktober reicht. Möglich ist auch das Pflanzen Einmaltragender Erdbeeren, wenn die Setzlinge gut entwickelt sind und einen kräftigen Wurzelballen haben.

nach obenGemüse

Aussaaten sind möglich: Blatt- und Kopfsalat, Dicke Bohnen, Kopfkohl, Löwenzahn, Mangold, Möhren, Pastinake, Rote Beete, Radies, Spinat, Schal-, Mark- und Zuckererbsen, Schwarzwurzeln und Sommerzwiebeln; ferner Kräuter wie Blattkoriander, Bohnenkraut, Borretsch, Gartenkresse, Kerbel, Petersilie und Schnittlauch. Wählen Sie Sorten, die für einen frühen Aussaattermin geeignet und gegen Krankheiten widerstandsfähig sind.

Rosenkohl ist ein gesundes, gut schmeckendes Wintergemüse mit einer langen Kulturzeit. Die Jungpflanzen-Anzucht dauert 5 Wochen und beginnt mit der Aussaat zwischen April und Mai ins Freiland- oder Frühbeet. Die Jungpflanzen werden dann von Ende Mai bis Ende Juni im Abstand von 60 × 50 cm an den endgültigen Standort gesetzt. Rosenkohl ist anspruchsvoll. Er bevorzugt mittlere bis schwere humusreiche Böden mit guter Kalkversorgung sowie ausreichend Wasser. Sein Nährstoffbedarf ist hoch. Mit einer Kombination aus Komposterde und Volldünger können Sie seinen Hunger stillen.

Gepflanzt werden vorgetriebene Dicke Bohnen, sowie Grünspargel, Kopfsalat, Knoblauch, Steckzwiebeln, Topinambur und mehrjährige Küchenkräuter. Geschützt unter Gemüsevlies wachsen Blumenkohl, Brokkoli, Kohlrabi und Kopfkohl.

Angefressenes Wurzelgemüse ist recht unappetitlich. Schuld sind Gemüsefliegen, die ihre Eier, aus denen gefräßige Maden schlüpfen, an den Wurzeln ablegen.

Ein dicht mit dem Boden abschließendes Insekten-Abwehrnetz oder Gemüsevlies, das gleich nach dem Bestellen des Beetes aufgelegt wird, verhindert den Schädlingsbefall. Eventuell können Sie mit dieser Methode auch die Früchte kleinkroniger Obstbäume vor Maden schützen. Verhüllen Sie nach der Blüte, wenn die Befruchtung abgeschlossen ist, die Baumkrone mit dem Vlies und binden es am Stamm zu.

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Blattknospen, Bodenbearbeitung, Frühlingsblüher, Komposterde, Saatgut, Vögel, Wetterkapriolen

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