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Weidenbauten − Lebendige Bauwerke im Garten

Weidenkuppel über Kompost
© Sven Görlitz
Weidenkuppel über Kompost

September 2005 Skeptisch schauen die Nachbarn über die Hecke. Was hat wohl dieses igluförmige Gebilde für eine Bedeutung, das gerade aus einem Haufen Zweige und ein paar Metern Schnur entsteht? Es bedarf einiger Erklärung, dass hier gerade eine Weidenkuppel gebaut wird, die in Zukunft den Komposthaufen verstecken und beschatten soll.


Aus Weidenruten lassen sich die verschiedensten Bauwerke in unseren Gärten erstellen. Weidenruten haben die besondere Fähigkeit, wenn sie in den Boden gesteckt werden, im nächsten Jahr wieder auszutreiben. Diese Eigenschaft wurde schon lange zur Ufer- und Böschungssicherung genutzt, doch erst in den letzten Jahren haben Weidenbauten auch in unsere Gärten Einzug gehalten.

Weidenzaun
© Sven Görlitz
Weidenzaun
Der Phantasie sind beim Bauen keine Grenzen gesetzt: ob als Flechtzaun, schattenspendende Pergola, lebendes Kunstwerk, zur Grundstücksbegrenzung oder als Weidenhütte mit Kriechtunnel für Kinder – mit einem Weidenbau können Sie Ihren Garten mit etwas Einzigartigem aufwerten, das man nicht im Baumarkt von der Stange kaufen kann.

nach obenDie Weide – Eine Lebenskünstlerin

Etwa 300 bis 500 verschiedene Weidenarten besiedeln die Erde, vom tropischen Äquator bis in die Alpen auf Höhen von 3.400 m. Die Wuchsformen reichen dabei von 30 m hohen Bäumen bis hin zu Zwerg- und Teppichformen. Weiden können sich also an viele Standortbedingungen anpassen und sie vertragen Überfüllungen und Überschwemmungen.

nach obenGeeignete Arten für Weidenbauten

Die bei uns vorkommende Korbweide (Salix viminalis) oder Silberweide (Salix alba) besitzen eine gute, vegetative Vermehrbarkeit. Das heißt, in den Boden gesteckte Zweige dieser Arten wachsen leicht an. Zu beachten ist, dass sich die Silberweide ohne Schnitt zu einem großen Baum entwickelt, während die Korbweide eher strauchartig wächst.

nach obenZeitpunkt

Der beste Zeitpunkt für den Weidenschnitt und das Bauen von Weidenbauten ist von Mitte Oktober bis Ende März. Wird nicht direkt nach dem Schnitt mit dem Bauen begonnen, empfiehlt es sich die Ruten kühl und feucht zu lagern.

nach obenSchneiden

Um Weidenschnittgut zu beziehen kann man bei Naturschutzverbänden und Gemeindeämtern (Gartenbauamt, Straßenmeisterei) anfragen, die oft Standorte nennen können, an denen man Weiden selbst schneiden kann. Inzwischen kann man Weidenruten auch über Firmen beziehen. Für lebende Bauwerke benötigt man austriebsfähige Ruten mit einer Stärke von 1 bis 3 cm. Für Flechtarbeiten braucht man möglichst dünne und biegsame Ruten.

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Autor Manfred Eckermeier liebt kleine Flechtzaunlösungen wie die von Brügmann
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So ein schattiges Tipi ist genau das Richtige für mich. Ich spiele doch so gerne Indianer. Dann kann ich vor dem Zelt einen Regentanz abhalten und mir leckere Regenwürmer anlocken. Und dann mache ich mir meine Leibspeise: gegrillten Wurm am Stock! Frohes Bauen wünscht Wühlfried vom Untergrund
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Weidenbauten - Lebendige Bauwerke im Garten

Schlagworte dieser Seite:

Korbweide, Silberweide, Weide, Weidenzaun

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