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Grüne Tipps im März

März 2018 Endlich ist wieder Gartenzeit. Jetzt, mit Beginn der Pflanzzeit für Gehölze, Stauden und Gräser, ist eine gute Gelegenheit, Neues auszuprobieren. Auch für Aussaaten von Blumen und Gemüse beginnt die Saison.


Der Name zeigt: Die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) ist etwas Besonderes. Ein exponierter Platz im Garten unterstreicht ihr majestätisches Aussehen.
© Roth
Der Name zeigt: Die Kaiserkrone (Fritillaria imperialis) ist etwas Besonderes. Ein exponierter Platz im Garten unterstreicht ihr majestätisches Aussehen.

nach obenZierpflanzen

Das junge Grün braucht Platz. Schneiden Sie vorjährige, eingetrocknete Ziergräser kurz und entfernen Sie die abgestorbenen Reste der Stauden. Zur weiteren Pflege des Staudenbeetes gehören das Auflockern der Erdkrume und das Verteilen von Komposterde zwischen den Pflanzen. Damit aktivieren Sie den Boden und versorgen die Stauden mit den notwendigen Nährstoffen.

Für Stauden, die ihre Blütezeit noch vor sich haben, ist jetzt und in den nächsten Wochen die Zeit zum Teilen ideal. Graben Sie dafür den Wurzelstock aus, zerschneiden Sie ihn in mehrere Teilstücke und pflanzen Sie diese möglichst an einer anderen Stelle wieder ein. Wenn kein Standortwechsel vorgenommen wird, sollten Sie, um Bodenmüdigkeit zu vermeiden, unbedingt die Erde auswechseln. Das Teilen von Stauden ist notwendig, um sie zu vermehren oder wenn die Pflanzen wegen ihres Alters kaum noch blühen und deshalb verjüngt werden müssen.

Wenn Schneeglöckchen (Galanthus spp.) ungestört wachsen können, bilden sie mit ihren Brutzwiebeln nach wenigen Jahren dichte Bestände. Ähnlich wie bei Stauden, lassen sich diese Frühlingsblüher durch mehrfaches Teilen eines Bestandes vermehren: Heben Sie mit der Grabegabel gleich nach der Blüte die belaubten Schneeglöckchen tief mit den Wurzeln aus. Teilen Sie je zehn Pflanzen ab, um sie in Gruppen an einen Standort zu setzen. Pflanzen Sie die Schneeglöckchen so tief wie sie zuvor standen. Ein großer Schuss Wasser und die zarten Wurzeln verbinden sich wieder mit der Erde.

Zwiebelblumen haben eine relativ kurze Vegetationszeit, in der sie alle notwendigen Nährstoffe aufnehmen müssen. Deshalb sollte eine Düngung frühzeitig, wenn die Blätter aus dem Boden sprießen, erfolgen. Geben Sie einen Volldünger, der alle fünf Hauptnährstoffe enthält. Die Nährstoffe aus mineralischen, wasserlöslichen Volldüngern stehen den Pflanzen sofort zur Verfügung, während die aus organischen Düngemitteln erst im Boden mineralisiert werden müssen, bevor die Wurzeln sie aufsaugen können.

Sobald der Rasen genügend abgetrocknet und wieder begehbar ist, können Sie mit der Wellnesskur beginnen. Zuerst wird abgeharkt, dann auf kurze Länge gemäht und, wenn erforderlich, vertikutiert. Den krönenden Schlusspunkt setzt eine Düngung. Verwenden Sie einen speziellen Rasendünger, der durch seinen hohen Anteil an Stickstoff den Gräsern besonders gut tut. Empfehlenswert sind Langzeitdünger, die den Rasen monatelang versorgen. Wenn nötig, können Sie auch Rasendünger mit Moosvernichter verstreuen.

Nutzen Sie die Pflanzzeit im Frühjahr. Neue Pflanzen geben dem Garten ein frisches Aussehen. Wer sich nicht mit Konfektionsware aus Bau- und Pflanzenmärkten umgeben möchte, sollte eigene Wege gehen und sich auf die Suche nach besonderen Pflanzen machen.

Ein vielseitig zu verwendender Zierstrauch für schwierige Standorte ist die Alpen-Johannisbeere (Ribes alpinum). Sie ist wegen ihres kompakten Wuchses hervorragend als Heckenpflanze geeignet und außerdem sehr anpassungsfähig. Die Alpen-Johannisbeere mag sowohl sonnige als auch schattige Standorte und fühlt sich in trockenen sowie feuchten Böden wohl. Selbst dem Wurzeldruck großer Bäume hält sie stand.

nach obenObst

Je nach Klimaregion endet für Kernobst der Baumschnitt Anfang März oder am Ende der zweiten Dekade. Mit dem Auslichten der Beerensträucher, Aprikosen, Kirschen, Pflaumen und Pfirsiche können Sie sich bis kurz vor der Blüte Zeit lassen. Bei Pfirsichbäumen gibt es eine Besonderheit: Neben dem Auslichten der Krone erfolgt kurz vor der Blüte ein „Fruchtschnitt“. Dabei werden die „falschen Fruchttriebe“, die nur Blütenknospen tragen, vollständig entfernt. Die „wahren Fruchttriebe“, an denen die Blüten- von zwei Blattknospen eingerahmt werden, kürzen Sie dann auf 40 bis 60 cm Länge oder auf vier bis sechs „Dreier-Knospen-Gruppen“. Die kurzen Frucht- oder Buketttriebe an den stärkeren Ästen bleiben ungeschnitten.Für wärmeliebende Obstgehölze, wie Aprikose, Pfirsich, Walnuss und Weinrebe, ist das Frühjahr die ideale Pflanzzeit.

Beerenobst startet mit einer Düngung schwungvoll in die neue Saison. Spezieller „Beerendünger“ mit einem hohen Anteil an Kalium und Magnesium eignet sich besonders.

nach obenGemüse

Tipps für eine erfolgreiche Gemüsekultur:
  • Reservieren Sie für die Gemüsebeete das sonnigste Stück des Gartens. Auch die sorgfältige Bodenbearbeitung ist sehr wichtig. Die Erde soll tiefgründig gelockert und die obersten 5 cm von fein-krümeliger Struktur sein.
  • Notwendig ist eine ausreichende Humusversorgung, die Sie langfristig durch Fruchtwechsel mit Gründünger oder durchs Untergraben von Stalldung erreichen. Direkt vor oder während der Kultur sorgt eine Gabe von 3 l Komposterde/m2 für eine sofort wirksame Humusversorgung.
  • Wählen Sie nur Sorten, die für den gewünschten Aussaat- oder Pflanz­termin geeignet sind. Sie sollten außerdem robust und widerstandsfähig gegen Pflanzenkrankheiten sein.
  • Wenn Sie abschließend das frisch bestellte Beet mit einem Gemüsevlies zum Schutz vor Kälte, Platzregen und Schädlingen bedecken, dürfte mindestens der Start in die Gemüsesaison gelungen sein.
  • In milden Klimaregionen können bereits etliche Gemüsearten ins Freie gesät werden. Aber Vorsicht, Sämlinge und junge Pflanzen sind empfindlich! Sie vertragen einen späteren Starttermin besser als den risikoreichen Frühstart.
  • Für eine frühe Aussaat sind Dicke Bohnen, Erdbeerspinat, Küchenzwiebel, Mairübe, Möhre, Pastinake, Pflücksalat, Radies, Rote Bete, Schalerbse, Schwarzwurzel und Spinat geeignet. Auch das Aussäen einiger Küchenkräuter wie Gartenkresse, Kerbel, Pimpinelle, Petersilie und Schnittknoblauch ist möglich.
  • Ende des Monats beginnt die Pflanzzeit für Blumen- und Spitzkohl, Brokkoli, Kohlrabi, Kopfsalat und Wirsing sowie für Steckzwiebel und Knoblauch. Beachten Sie, dass für diesen frühen Aussaat- und Pflanztermin nur spezielle Sorten geeignet sind. Und bedecken Sie die frisch bestellten Beete zum Schutz vor Frost, Schlagregen und hungrigen Tieren mit Gemüsevlies.
  • Ab Anfang des Monats kann die Anzucht von Auberginen, Gewächshausgurken, Paprika und Tomaten beginnen. Die Samen benötigen zum Keimen 20 bis 22 °C. Auch die heranwachsenden Pflänzchen mögen Temperaturen von tags 18 bis 20 °C und nachts 15 °C. Schon die Keimlinge brauchen viel Licht und beanspruchen den hellsten Platz am Fenster aber ohne direktes Sonnenlicht.
  • Die vorgenannten Gemüsearten wollen alle kräftig wachsen und sich zu großen Pflanzen entwickeln. Sie brauchen deshalb viele Nährstoffe und ausreichend Platz für die Wurzeln. Ein weiteres Umtopfen in nahrhaftes Substrat und in größere Töpfe wird kaum zu vermeiden sein.

Grundlage für eine reiche Kartoffelernte sind gesunde Saatkartoffeln, am besten aus zertifiziertem Anbau. Wer zeitig ernten möchte, braucht eine entsprechend frühe Sorte und sollte die Pflanzkartoffeln vier Wochen vor dem Pflanztermin (in den meisten Regionen Mitte bis Ende April) zum Keimen veranlassen. Am sichersten beenden die Knollen ihre Keimruhe, wenn sie für zwei bis drei Tage bei Zimmertemperatur lagern. Anschließend legen Sie die Saatkartoffeln nebeneinander in flache Kisten und stellen sie an einen hellen Ort bei 10 bis 15 °C. Die gedrungenen, grünen Keime verschaffen den Kartoffelpflanzen den gewünschten Vorsprung.

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Johannisbeeren

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Anzucht, Aussaat, Baumschnitt, Johannisbeere, Kartoffelernte, Rasen, Schneeglöckchen, Schneiden, Wurzelstock, Ziergräser

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