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Grüne Tipps im Februar

Februar 2018 Die dunkelste Jahreszeit liegt hinter uns, die Tage werden länger. Im Februar ist die Lichtmenge doppelt so hoch wie im Vormonat. Das spüren nicht nur die Schneeglöckchen, Krokusse und Winterlinge, auch für Gartenenthusiasten ist es das Startzeichen in die neue Saison. Los geht's!


Winterlinge (Eranthis hyemalis) zählen zu den ersten Nahrungspflanzen für hungrige Insekten, die gerade ihren Winterschlaf beendet haben. Hier stillt eine Schwebfliege ihren Hunger.
© Roth
Winterlinge (Eranthis hyemalis) zählen zu den ersten Nahrungspflanzen für hungrige Insekten, die gerade ihren Winterschlaf beendet haben. Hier stillt eine Schwebfliege ihren Hunger.

nach obenZierpflanzen

In geschützten Lagen kann Ende Februar der Boden frostfrei und soweit abgetrocknet sein, dass bereits Stauden und Gehölze gepflanzt werden können. Bevor die Stauden austreiben und die Zwiebelblumen ihr Laub in die Höhe strecken, sollten die abgestorbenen, vorjährigen Pflanzenreste abgeschnitten werden. Das geht mit einer Rasenkantenschere, oder auf größeren Flächen mit einer Motorsense, flott von der Hand.

Legen Sie das Schnittgut vorerst unzerkleinert auf einen gesonderten Haufen, damit die darin überwinternden Tiere ungestört ihre Winterruhe beenden können. Die abgeschnittenen Stauden sind dann später ein wertvoller Rohstoff für den Kompost.

Der Trend, mit Gräsern im Garten neue Akzente zu setzen, hält unvermindert an. In Staudengärtnereien wird das derzeit schon große Gräsersortiment laufend um Neuheiten ergänzt, sodass Sie für alle Gartensituationen die passenden Gräser finden können.

Die Waldrebe (Clematis spp.) gilt vielen Gärtnerinnen und Gärtner als Königin der Kletterpflanzen. Die optimale Zeit für den Rückschnitt ist je nach Art und Sorte unterschiedlich:

  • Waldreben (Blütezeit Juli–Oktober), die nur an neuen Trieben Blüten bilden, sollten jedes Jahr auf 30 bis 50 cm Höhe zurückgeschnitten werden. Dadurch entwickeln sich viele neue Triebe mit vollem Blütenansatz.
  • Früh blühende Clematis (Blütezeit April–Ende Juni) legen die Blütenknospen bereits im Vorjahr an. Diese Gruppe benötigt keinen Schnitt zur Steigerung des Blütenflors. Wenn Sie aber aus ästhetischen Gründen einen Rückschnitt wollen, dann ist unmittelbar nach der Blüte die optimale Zeit.
  • Die dritte Gruppe blüht sowohl an alten als auch an neuen Trieben (Blütezeit Ende Mai–Herbst). Hier genügt das Entfernen trockener Triebe im Februar.

Noch zwei Regeln: Kürzen Sie die neu gepflanzte Waldreben im Frühjahr auf 20 cm Höhe, damit sie sich zu gut verzweigen Pflanzen entwickeln. Bei vergreisten Clematis wirkt ein radikaler Rückschnitt wie ein Jungbrunnen.

nach obenObst

Falls Sie noch keine Zeit für den Rückschnitt Ihrer Obstgehölze hatten, sollten Sie jetzt an trockenen Tagen zu Baumschere und Säge greifen. Trockenes Wetter ist wichtig, um das Übertragen von Pilzsporen gering zu halten. Angenehm lässt es sich an frostfreien Tagen arbeiten. Für die Gehölze ist leichter Frost bis –5 °C ungefährlich.

Achten Sie jetzt auf den Befall durch folgende Schädlinge: Ballonartig aufgeblähte Knospen an Schwarzer Johannisbeere, seltener an Roter Johannisbeere und Stachelbeere, sind von der Johannisbeergallmilbe befallen. Diese nur 0,2 mm großen Tiere leben zu Tausenden in einer Knospe und verhindern deren Austrieb. Zur Bekämpfung müssen verdächtige Knospen im Winter, bevor die Milben sie im März und April verlassen, ausgebrochen und vernichtet werden. Bei starkem Befall kann ein radikaler Rückschnitt der Triebe helfen. Chemisch bekämpfbar sind die Milben nur, wenn sie die Knospen verlassen, um neue Lebensräume zu besiedeln. Zugelassen sind rapsölhaltige Pflanzenschutzmittel.

Unter watteartigen Belägen auf der Rinde von Apfel- und anderen Obstbäumen verstecken sich oft Blutlaus-Kolonien. Beim Zerdrücken der Läuse tritt eine blutähnliche braunrote Flüssigkeit aus. Blutläuse überwintern häufig im unteren Stammbereich und lassen sich dort durch Abbürsten einfach bekämpfen. Bleiben die Tiere ungestört, dann verbreiten sie sich im Mai über die Baumkrone. Der Baum reagiert auf den Befall mit krebsartigen Wucherungen.

nach obenGemüse

Ein früher Aussaattermin im Freiland erweist sich oft als Fehlstart. Es ist sicherer, mit der Aussaat von Frühgemüse, wie Möhre, Petersilie, Spinat oder Zwiebel, bis zum März zu warten. Denn dann beschleunigt die höhere Bodentemperatur das Auflaufen der Saat und verringert das Risiko einer Infektion.

Deutlich sicherer sind Aussaaten im unbeheizten Gewächshaus oder Frühbeet. Hier kann, wenn Vlies zur Abdeckung bereit gehalten wird, die Gemüsesaison schon jetzt beginnen. (Zum Gärtnern in Gewächshäusern lesen Sie: Gemüse unter Glas.)

In einem beheizten Gewächshaus mit tags 12 °C und nachts 10 °C können Brokkoli, Frühkohl (Wirsing und Weißkohl), Kohlrabi, Kopf- und Pflücksalat zur Anzucht von Jungpflanzen ausgesät werden. Auf der Fensterbank gelingt das Heranziehen von Setzlingen in befriedigender Qualität nur bei gleichen Temperaturen und ausreichendem Licht.

Weniger riskant ist die Anzucht von Puffbohnen auf der Fensterbank, weil die Zöglinge bis -3 °C vertragen und deshalb frühzeitig an einen geschützten Ort ins Freie gebracht werden können. Dadurch verkürzt sich ihre „Leidenszeit“ bei unzureichenden Lichtverhältnissen am Fenster.

Prüfen Sie älteres Saatgut auf dessen Keimkraft. Dazu legen Sie feuchtes Fließpapier auf einen Teller, darauf einige zu überprüfende Samenkörner und decken alles mit einer Frischhaltefolie ab. Wenn die Samen nicht austrocknen und nicht im Wasser schwimmen, werden nach einiger, für jede Gemüseart charakteristischen, Zeit Keime sichtbar. Geht mehr als 50 Prozent der Saat auf, kann sie verwendet werden.

Bei trockener, kühler und dunkler Lagerung beträgt die Haltbarkeit der Samen von Schwarzwurzeln und Wurzelpetersilie ein Jahr. Dill und Schnittlauch können bis zu zwei Jahren; Feldsalat, Petersilie, Tomaten und Zwiebeln bis zu drei Jahren; Bohnen, Erbsen, Kopfsalat, Möhren und Sellerie bis zu vier Jahren; Kohlarten, Radies, Rettich, Spinat und Rote Bete bis zu fünf Jahren und Gurken und Kürbisse bis zu sechs Jahren aufbewahrt werden.

Frühbeete können Sie mit einem Trick auf natürliche Weise beheizen. Voraussetzung sind zwei Dinge: Erstens, um die Sonnenenergie bestmöglich auszunutzen, müssen die Frühbeet-Fenster in einem flachen Winkel geneigt und nach Süden ausgerichtet sein. Die zweite Voraussetzung ist Pferdemist, der während des Verrottens Wärme erzeugt. Aus dem Frühbeet wird eine Schicht Erde abgetragen und Pferdemist 20 bis 30 cm hoch eingebracht. Diese Mistpackung muss anschließend festgetreten und gewässert werden. Den Abschluss bildet eine 20 cm starke Erdschicht, in die Sie, nach der ersten Wärmeentwicklung, die Pflanzen einsetzen.

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Aussaattermin, Clematis, Freiland, Frühbeet, Gehölz, Lagerung, Rückschnitt, Schnittgut, Schwarzwurzeln, Schädlinge, Stauden, Waldrebe

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