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Winterliche Pflege gängiger Zimmerpflanzen

November 2004 Während der langen Winterzeit sehnt sich der Mensch in der Stadt nach frischem lebendigen Grün. So wie die ländliche Bevölkerung das "Grün" ständig um sich hat, fehlt es dem Städter nur zu oft. Je nach persönlichem Empfinden kann die Beschäftigung mit "Blüten- und Blattpflanzen" zusätzliche Erlebniseindrücke ins Bewusstsein rufen, die dazu beitragen, kleine Ruhepunkte im eigenen "Grün" zu erleben.


nach obenKlima – Herkunft

Im Begriff Klima werden alle meterologischen Erscheinungen zusammengefasst. Wie die Farbenpracht tropischer Vögel zeichnet sich auch die bunte Welt der Sommerblumen, Schmuckpflanzen durch ihre einmaligen schillernden Farben aus. Ihre Heimat sind die Tropen und Subtropen (sub = unterhalb des Äquators).

Herkunftsmäßig ergeben sich für die jeweiligen Pflanzen die Kulturmethoden, die vom Gärtner einzuhalten sind. Zur fachgerechten Pflege wurden folgende Wärmegrade festgelegt:
  • Kalthaus: 6 bis 12 °C
  • Warmhaus: 20 bis 25 °C
  • Temperiertes Haus: 15 bis 18 °C

nach obenUmgang mit Zimmerpflanzen – Gieß- und Wurzelschäden

Wasser ist ein notwendiges Element und der wichtigste Pflanzennährstoff und dient dem Transport der Nährstoffe. Sie besteht zu 95 % aus Wasser. Obgleich das Gießen so leicht erscheint, will es doch erlernt sein. Nur zu oft hört man den Ausspruch vom "grünen Daumen". Realität: … lieber weniger wässern als zuviel. Ein Zuviel schadet den Pfleglingen (Wurzelschäden).

nach obenKleingewächshaus – häusliche Räumlichkeiten

Eine Haltung von Blütenpflanzen "unter Glas" ist ideal auch bei geringen Platzverhältnissen. Zumal man es auch vom Hersteller unterteilen lassen kann: temperierte und Kalthauspflanzen. Eine Reihe bekannter und anspruchsvoller Blütenpflanzen möge Ihnen die Wahl erleichtern helfen.

Kreuzkraut, Aschblume

Farbige Aschenblumen, Cinerarien im Gewächshaus.
© Esebeck
Farbige Aschenblumen, Cinerarien im Gewächshaus.
Es gehört zu einem der volkstümlichsten Blütenpflanzen. Sein älterer botanischer Name war Cineraria. Die gültige Bezeichnung heute Pericallis hybrida. Bekannt wurde es durch die treffenden Bezeichnung "Läuseblume".

Die Stammform der Wildpflanze hat sich auf den Kanarischen Inseln angesiedelt. Erst durch züchterische Entwicklung kam es zu den zahlreichen Farbsorten. Die einstigen grellen Farbsorten wurden inzwischen zu gedämpften Tönen abgestimmt. Temperaturen 8 bis 10 °C. Bei höherer Wärme sind sie überhäuft von hungrigen Blattläusen!

Fuchsie (Fuchsia)

Fuchsie
© Esebeck
Fuchsie
Sie ist eine der beliebtesten Beet- und Topfpflanzen; auch als dekorative Kübelpflanze hat sie sich eingebürgert. Benannt wurde sie nach Leonhard Fuchs (1501–1566), bedeutender Arzt und Botaniker. Ab 1850 beschäftigte man sich in Deutschland mit der Kultur und Züchtung zugleich. Sie stammt aus Südamerika.

Das reichblühende Nachtkerzengewächs bevorzugt den Halbschatten. Durch mehrmaliges Stutzen entstehen buschige Pflanzen; ebenfalls lassen sich Hochstämmchen heranziehen. Überwinterung hell bei 10 °C, stets sparsam gießen. Die schwarzen Früchte sind gekocht oder roh mit Zucker genießbar.

Kamelie (Camellia)

Kamelie 'Ezo Nishiki'
© Opitz
Kamelie 'Ezo Nishiki'
Das Teegewächs wurde nach G. J. Kamel (1661–1701) benannt und ist in Ostasien beheimatet. Im 19. Jhrt. eine Modeblume wurde sie durch den Dumas-Roman "Die Kameliendame", unsterblich gemacht. Am Naturstandort ein hoher Baum (bis 10 m). Im wärmebegünstigten England häufig als Heckenform angepflanzt. Durch Züchtung entstanden zahlreiche Sorten: neben einfachlütigen gibt es auch Farbvariationen ähnlich den Pfingstrosen. Eine Temperatur bis zu 10 °C ist nicht zu überschreiten. Sommerhaltung halbschattig im Freien. Außerdem gibt es kältetolerante Sorten wie Camellia sasanqua. Blüte Januar bis März, duftend, weißrosa, die uns oft als Herbstblüher bereits erfreuen. Schäden: trockene warme Luft, Temperaturschwankungen. Standort nicht verändern (Knospenfall). Kalkfreies Wasser!

Kakteen – Sukkulente – Pflanzenhobby

Blattkaktus
© Esebeck
Blattkaktus
Die "Stacheligen Gesellen" und weitere wasserspeichernde Gewächse bewohnen physiologisch trockene Gebiete und sorgen mit spezifizierten Wassergeweben um Trockenzeiten gesund zu überleben. Agaven erreichen ein hohes Alter und sterben nach der Blüte ab. Seit 150 Jahren sind sie als Zierpflanzen bekannt. Beide Schmuckpflanzen werden sommertags im Freien gehalten, wintertags bei 8 bis 10 °C, mäßig gießen!

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Schlagworte dieser Seite:

Fuchsie, Kaktus, Kamelie, Kreuzkraut, Zimmerpflanze

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