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Grüne Tipps im Januar

Januar 2018 Anfang Januar werden die Tage schleichend länger – Ende des Monats ist bereits ein Mehr an Licht deutlich spürbar. Perfekt, um den Garten auf das neue Jahr vorzubereiten.


Kaum ein anderer Blütenstrauch hat eine so lange Blühzeit wie die Rose, von Ende Mai bis ins neue Jahr. Das ADR-Siegel ist Gewähr für Qualitäts-Rosen.
© Roth
Kaum ein anderer Blütenstrauch hat eine so lange Blühzeit wie die Rose, von Ende Mai bis ins neue Jahr. Das ADR-Siegel ist Gewähr für Qualitäts-Rosen.

nach obenZierpflanzen

Der Glücksklee (Oxalis tetraphylla) symbolisiert den Wunsch nach einem vielversprechenden Jahr 2018. Dieser vierblättrige Klee ist für den Daueraufenthalt in der Wohnung ungeeignet. Wenn Sie den Klee in den Garten pflanzen wollen, dann topfen Sie ihn bald in ein größeres Gefäß um, stellen die Pflanze an einen hellen, aber kühlen Platz und halten die Erde feucht. Im Mai pflanzen Sie dann den Klee – ohne Topf – an eine sonnige Stelle in den Garten. Weil die Pflanze nicht winterfest ist, benötigt sie Ihre Hilfe: Entweder graben Sie die Knollen im Herbst aus und überwintern sie frostfrei oder Sie schützen den Standort mit einer dicken Laubschicht und Nadelholzreisig vor Frost.

Immergrüne Gehölze, die im Winter Laub oder Nadeln tragen, können bei großer Schneelast auseinanderbrechen. Befreien Sie die Zweige durch vorsichtiges Schütteln von ihrer Last.

Auch intensiver Sonnenschein bei gleichzeitigem Frost gefährdet Gehölze, weil sich die von der Sonne beschienene Seite stark erwärmt, während der Rest der Pflanze dem Frost ausgesetzt bleibt. Schattenspender wie Nadelholzreisig halten die Sonnenstrahlen fern und schützen so vor einem krassen Temperaturunterschied.

Der Rasen sollte im Winter nicht betreten werden. Jeder Schritt würde die Schneedecke oder feuchte Erde verdichten und dadurch den Graswurzeln das Atmen erschweren. Noch gefährlicher ist das Betreten bei Frost, denn die gefrorenen Blätter können brechen.

Viele Laubholzhecken, die zu sehr in die Breite oder Höhe gewachsen sind, vertragen einen radikalen Rückschnitt. Sehr schnittverträglich sind Feldahorn (Acer campestre), Hainbuche (Carpinus betulus), Liguster (Ligustrum vulgare), Sauerdorn (Berberis thunbergii) sowie Rot- und Weißdorn (Crataegus oxyacantha und C. monogyna)

Auch vergreiste und nur noch mangelhaft blühende Ziersträucher erhalten durch einen starken Rückschnitt im Winter ihre jugendliche Form zurück. Frühjahrsblüher wie Blutjohannisbeere (Ribes sanguineum), Goldglöckchen (Forsythia intermedia), Kornelkirsche (Cornus mas), Mandelbäumchen (Prunus triloba und P. subhirtella) sowie Scheinhasel (Corylopsis pauciflora) schneiden Sie besser erst nach der Blüte.

Zimmerpflanzen leiden im Winter häufig unter trockener Luft und vor allem an zu geringer Lichtintensität. Wenn sich zusätzlich Staub auf den Blättern abgelagert hat, wird der Lichtmangel noch verstärkt. Ein reinigendes Duschbad ist dann für die Pflanzen Wellness pur. Decken Sie Blumenerde mit Folie ab, um sie nicht aus dem Topf zu spülen.

Was die Topfpflanzen nicht vertragen, ist verstärktes Gießen. Auf zu viel Nässe reagieren sie mit schlappem Aussehen, die Blätter verfärben sich gelb und fallen schließlich ab. Es ist gar nicht so einfach, das richtige Maß beim Gießen zu finden. Menschen mit dem grünen Daumen erfühlen den Feuchtigkeitsgehalt der Blumenerde. Wer unsicher ist, gießt das Wasser in den Untersetzer und entleert ihn nach einer Stunde.

nach obenObst

Verschiedene Temperaturbereiche an einem Baumstamm können zum Aufplatzen der Rinde führen. Hier hilft ein weißer Farbanstrich, der das Sonnenlicht reflektiert. So entstehen keine Temperaturunterschiede. Die Farbe kann aus 1,5 kg Branntkalk, 0,6 kg Tapetenkleister und 10 l Wasser angerührt werden. Im Handel angebotene Baumweißer haften aber oft besser und enthalten teilweise nützliche Nährstoffe.

Die Wurzeln der Quitte sind frostempfindlich. Eine dicke Mulchschicht aus Falllaub schützt sie vor starker Kälte. Ebenso empfindlich sind Birnenbäume, die auf Quitte veredelt wurden. Quitten-Sämlinge werden gerne als Veredlungsunterlage genommen, wenn die Birnenbäume kompakt und nicht allzu groß werden sollen.

Rodung und Neupflanzung sind zwar beschwerlich, aber manchmal der einzige Weg zu einem bedarfsgerechten Obstgarten. Bei einer Neuanlage können Sie auf kompakt wachsende Baumformen und resistentere Sorten achten. Kleine Baumformen erfordern weniger Arbeit, machen eine Leiter überflüssig und bringen bereits in ein bis zwei Jahren Erträge. Sobald der Boden frostfrei und abgetrocknet ist, können Sie mit dem Pflanzen beginnen. Im Gegensatz zur Containerware, die beinahe ganzjährig gesetzt werden kann, müssen wurzelnackte Gehölze bis März in die Erde.

Wer noch keine Zeit für den Rückschnitt hatte, kann bei trockenem Wetter und geringem Frost Kernobst und Beerensträucher auslichten. Entfernen Sie bei diesem Arbeitsgang auch alle Fruchtmumien und erkrankten Zweige. Schneiden Sie die Befallsstelle bis etwa 20 cm weit ins gesunde Holz zurück.

Stütz- oder Baumpfähle halten nicht ewig. Sie sollten auf Standfestigkeit und die Bindung auf Haltbarkeit kontrolliert werden. Achten Sie auch darauf, dass kein Etikett oder Ähnliches den Ast abschnürt und in die Rinde einwächst.

Meisen, Spatzen und viele andere standorttreue Vögel sehen sich schon jetzt nach Nisthöhlen um. Deshalb ist die Zeit günstig, um neue Nistkästen aufzuhängen und die alten zu säubern. Für das Reinigen benötigen Sie keine chemischen Mittel; es genügt ein gründliches Ausbürsten oder kräftiges Ausspülen mit einem Wasserstrahl.

nach obenGemüse

Bei entsprechender Kulturweise und der richtigen Sortenwahl können Sie nun Grün- und Rosenkohl, Porree (Lauch), Schwarzwurzel, Topinambur sowie Feldsalat, Löffelkraut (Cochlearia officinalis) und Postelein (Montia perfoliata) ernten.

Da der Winter noch lang sein kann, ist es auch jetzt noch sinnvoll, leere Gemüsebeete mit Laub, Stroh oder Ernterückständen zu bedecken. Diese Mulchschicht ist für die im Boden lebenden Mikroorganismen eine wärmende Decke und bewahrt die Bodenkrume vor Schlagregen, Austrocknung und Erosion.

Die unterschiedlichen mikroklimatischen Gegebenheiten eines Gartens lassen sich im Winter besonders gut herausfinden. Beobachten Sie, wo der Schnee am schnellsten taut oder an welcher Stelle sich der Raureif am längsten hält. Den wärmsten Platz reservieren Sie z. B. für mediterrane Küchenkräuter und den sonnigsten Ort für das Gemüsebeet. Auch der Wind hat großen Einfluss auf das Gartenklima. Hecken, Sträucher, Spalierobst oder geflochtene Weidenwände halten Zugluft fern und schaffen ein mildes Klima.

Schnittlauch treibt frisches Grün, wenn Sie den Wurzelballen aus der kalten Erde ausgraben, eintopfen und ans Küchenfenster stellen. Die abgeerntete Staude kann, sobald die Erde aufgetaut ist, wieder ins Kräuterbeet gesetzt werden. Wenn Sie beim Einpflanzen den Boden mit etwas Komposterde anreichern, erholt sich der Schnittlauch wieder.

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Baumstamm, Gartenjahr, Glücksklee, Laubholzhecken, Nisthöhlen, Rasen, Rückschnitt, Schnittlauch, Ziersträucher, Zimmerpflanzen

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