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Nitratgeminderte Ernte von Wurzelgemüse

Oktober 2002 Vor jeder Gemüseernte sollte sich der Gartenbesitzer fragen: Habe ich auch alles getan, um die Nitratbelastung des Ernteguts hinreichend zu senken? Kurz vor der Ernte gibt es noch Möglichkeiten, die genutzt werden sollten. Die letzte Woche kann ganz entscheidend sein, den Nitratspiegel herabzusetzen, und der Erntetag insbesondere.


Auf gut feuchten Böden werden Nitratvorräte schneller abgebaut als bei Wassermangel. Auch die letzte sonnige Woche vor der Ernte hilft da wesentlich. Am Erntetag ist Sonne am allerwichtigsten. Dazu wird der Abbau radikal unterstützt, wenn man auf dem Ernteteil entlang der Reihen den Spaten mit wenig Abstand senkrecht einsticht und das Wurzelgemüse etwas anhebt, wobei der größte Teil der Saugwurzeln abreißt. Nun stehen fast nur noch die Nitratvorräte in den Pflanzen zur Verfügung und werden an einem sonnigen Tag stark genutzt, von den Blättern vereinnahmt, zu organischen Baustoffen umgearbeitet und den Wurzeln ohne Nitratbelastung zugeführt.

nach obenErnte und Lagerung

Möhren oder Mohrrüben

Geerntet werden sollte am Nachmittag, so spät wie möglich, wie es das Licht erlaubt. Möhren oder Mohrrüben lassen sich nun leicht aus dem Boden ziehen. Das Kraut wird abgedreht, ohne die Rüben zu verletzen. Beschädigte, geplatzte, angefrorene, aber auch zu große und zu kleine Möhren werden dem alsbaldigen Verbrauch zugeführt. Eine gewisse Menge sollte man im Freien belassen und gegen Frost mit einer dicken Laubdecke schützen. Möhren auf dem Beet unter Schutzmaterial behalten voll ihre Vitamine und bleiben besonders frisch. Der Garten sollte jedoch frei von Mäusen sein.

Rettich

Winterrettiche werden wie Möhren behandelt und gelagert. Überwinterung im Boden unter einer dicken Schutzdecke hat sich bei Schwarzem Rettich bewährt.

Knollensellerie

Knollensellerie erhält durch die herunterhängenden Blätter befriedigenden Frostschutz bis Ende Oktober/Anfang November, je dichter die Pflanzen stehen, desto besser. Nach dem Herausnehmen der Knollen zieht man die Blätter mit den Stielen ab, bis auf die Herzblättchen, putzt nach, um die Stielreste zu entfernen und kürzt die Faserwurzeln etwas ein. Die Knollen werden in Sand eingeschlagen, die Herzblättchen nicht bedeckt. Gesunde Sellerieblätter kann man als Würzkraut einfrieren oder trocknen. Diese werden zerrieben in dichtschließende Büchsen gefüllt.

Gelbe Rüben oder Wruken

Gelbe Rüben oder Wruken sind eine willkommne Abwechslung im Winterspeisezettel. Sie sind frostempfindlich und lagern gut im kühlen Keller in Sand. Mittelgroße, nicht zu hohe, mehr flache Knollen haben den besten Geschmack und halten sich am längsten.

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Gelbe Rüben, Knollensellerie, Mohrrüben, Möhre, Nitrat, Nitratbelastung, Rettich, Schwarzer Rettich, Winterrettich, Wruken

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