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Unbelebte Schadursachen


Bis die Früchte und Blüten überhaupt für uns und vorher vielleicht noch für die schädlichen Lebewesen zur Verfügung stehen können, werden die Pflanzen den unbelebten Wachstumsfaktoren wie Klima, Boden und Chemikalien ausgesetzt.

Wenn wir bereit wären, in unseren Gärten auf „Exoten“, die in anderen klimatischen Zonen akklimatisiert sind und deshalb nur dort optimal wachsen können, zu verzichten, würden wir uns viel Ärger ersparen.

Nicht in jedem Gebiet und in jedem Garten von Flensburg bis zum Bodensee können z.B. die Weinreben genauso gut wachsen wie in der Toscana oder zumindest am Kaiserstuhl oder im Rheingau. Es ist uns nur eben nicht immer bewusst oder wir wollen nicht immer daran glauben. Mit unserem „grünen Daumen“ oder durch einen Wintergarten lässt sich nicht alles ausgleichen, besonders dann nicht, wenn wir darin verschiedene Pflanzen mit unterschiedlichen Ansprüchen pflegen wollen.

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Eisenmangel

Pflanzen sind, wie wir schon geklärt haben, uns in einem voraus: sie können assimilieren. Das Licht ist also für die Pflanzen lebensnotwendig. Nicht nur die Intensivität des Lichtes, sondern auch die Tageslänge ist von größter Bedeutung.

Obwohl wir im Gegensatz zu den Pflanzen das Licht nicht unbedingt brauchen, nimmt unser Wohlbefinden mit der abnehmenden Tageslänge im Herbst ab. Auch unsere eigenen Abwehrkräfte, nicht nur das Wohlbefinden, werden dann mit der zunehmenden Tageslänge im Frühjahr immer besser.

Hitze und Frost
Extreme Hitze kann, genauso wie auch starker Frost, die Blüten, Blätter, Früchte oder sogar die ganze Pflanze beschädigen oder sie zumindest schwächen.


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Chlorose

Unterkühlung führt auch bei uns zur Erkältung. Die wiederum schwächt unsere eigenen Abwehrkräfte, was uns empfindlicher gegenüber den durch lebende Infekte (Bakterien, Viren, Pilze) verursachten Krankheiten macht.

Die starken Winde können nicht nur ganze Wälder entwurzeln, auch menschliche Opfer sind hin und wieder zu beklagen.
Vor Hagel können die Gartengewächse, genauso wie auch vor starkem Schneefall oder heftigen Regenfall draußen nicht sicher geschützt werden. Wir können dagegen in die Räume flüchten.

Bodeneigenschaften
Die Erde bzw. der Boden ist für die Pflanzen ein sehr wichtiges Medium, da sie darin verwurzelt sind und daraus die Nährstoffe aufnehmen.

Alle Bodeneigenschaften, wie Bodenart und -struktur, Bodenfeuchtigkeit, chemische Zusammensetzung des Bodens, sind für die Pflanzen wichtig - sie können das Wachstum fördern oder bremsen.

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Ein zu feuchter, zur Staunässe neigender Standort ist sauerstoffarm, was zum „Ersticken“ der Wurzel und folglich zur erhöhten Gefahr deren Ansteckung durch Fäulniserreger führt. Das gleiche gilt für das Gießen der Blumentöpfe.
Der pH-Wert des Bodens (Säure des Bodens) spielt z.B. bei den Moorbeetpflanzen, wie Rhododendren oder Azaleen, eine entscheidende Rolle. Auf kalkhaltigen Böden kommt es nämlich meistens zur Chlorose (Eisenmangel) und zur allgemeinen Schwächung der Pflanzen.

Kalziummangel kann wiederum zu Blütenendfäule der Tomaten und zu Stippigkeit der Äpfel führen.

Ziel der Ernährung (bei Pflanzen nennen wir es Düngung) ist die Wachstumsförderung. Nur eine Vollernährung mit allen notwendigen Nährstoffen kann es garantieren. Eine einseitige Düngung z.B. nur mit Bittersalz (nur Magnesium) oder Hornmehl (nur Stickstoff) bringt einerseits die Überversorgung und gleichzeitig aber Mangelerscheinungen. Sie ähnelt nämlich der „Trennkost“, deren Ziel doch die Abnahme des Gewichtes, nicht dessen Zunahme ist.
Die Auswirkung jedes für die Pflanzen geeigneten Stoffes kann einen positiven oder aber einen negativen Effekt haben. Ob der Stoff nützt oder tötet, hängt bekanntlich nicht nur von dem Stoff selbst, sondern besonders von der Dosis ab. Dies gilt genauso für die Pflanzen wie für uns.
Eine Überdosierung von Medikamenten oder von Nährstoffen kann sogar töten.

Überdüngung und Überdosierung von Pflanzenschutzmitteln kann sowohl für die Pflanzen als auch für Umwelt und den Anwender selbst schädlich sein. Deshalb sollte sie unbedingt vermieden werden.

Wachstumsstörungen, die auf unbelebte Einflüsse zurückzuführen sind, haben nicht nur direkte Folgen. Die geschwächten Pflanzen fallen nämlich vielen Krankheiten und auch manchen Schädlingen schneller zum Opfer. Die gut ernährten dagegen sind stärker und dadurch auch widerstandsfähiger. Ihre natürlichen Abwehrkräfte sorgen meistens dafür, dass sie zumindest für viele sog. Schwächeparasiten doch „eine Nummer zu groß“ sind.
Über die Gegenspieler, d.h. über die belebten Schadursachen lesen Sie bitte in der nächsten Folge.

Griegel

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