Autor
Roth, Wolfgang
Gemüsegarten
- Gartenmonat November
Im Garten ist es ruhig geworden. Viele Tiere bereiten sich auf den Winter vor und suchen einen dauerhaften Schlafplatz. Dafür geeignet sind Reisighaufen, unter Sträuchern liegen gelassenes Laub und nicht abgeschnittene Stauden. Hier finden Tiere nicht nur Unterschlupf, sondern auch artgerechtes Futter. Vielleicht ist der Igel in Ihrer Nachbarschaft auf dieses Nahrungshabitat angewiesen, um sich die nötigen Fettreserven für den Winter anzufressen.
© Roth, Wolfgang
Wildfrüchte sammeln ist ein spezielles Naturerlebnis. Mispeln (Mespilus germanica) sind erst nach dem ersten Frost erntereif. Schon die Römer benutzen die Mispel als Heilpflanze oder verarbeiteten sie zu Marmelade und Saft.
Bis aufs Ernten ist wenig zu tun. Wer dennoch aktiv sein möchte, könnte eine Kräuterspirale anlegen. Die gartenübliche Größe schwankt zwischen einem und drei Metern Durchmesser. Zuerst wird eine spiralförmige Mauer von außen nach innen aus Bruch- oder Feldsteinen und ohne Mörtel errichtet. Achten Sie auf Standfestigkeit. Bei der größeren
Kräuterspirale sollte die Basis der Mauer 50 Zentimeter breit sein und sich nach oben hin auf die Hälfte verjüngen. Die Endhöhe kann bei der großen Variante bis zu einem Meter betragen.
Den Spiralgang füllen wir mit Bauschutt oder groben Schotter auf. Dadurch wird das Wasser abgeleitet und die Wärme gespeichert. Die abschließende Bodenschicht, in die im Frühjahr die Pflanzen gesetzt werden, besteht im oberen Bereich aus Sand und Kies mit wenig Gartenerde vermischt. Nach unten hin wird das Substrat immer "fetter", also zunehmend mit Kompost und Gartenerde vermischt. Die Pflanzen mit dem höchsten Nährstoffbedarf wie Liebstöckel, Schnittlauch und Zitronenmelisse werden im unteren Teil gepflanzt, während sich oben im trockenen, warmen und nährstoffarmen Bereich Salbei, Thymian und Oregano wohl fühlen. Im mittleren Teil würden sich Bohnenkraut, Kerbel und Pimpinelle wohl fühlen.
Tipp
Im unbeheizten Gewächshaus oder Frühbeet ist die Gemüsesaison noch nicht vorbei. Löffelkraut (Cochlearia officinalis), Portulak (Portulac sativa), Postelein (Montia perfoliata), Salatrauke (Eruca sativa) und Wilde Rauke (Diplotaxis tenuifolia) können noch ausgesät werden.
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