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Lebensräume


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Nur spezielle Obstsorten sind für eine Spaliererziehung geeignet.

Der Juni wird gerne als Rosenmonat bezeichnet. Es ist die Zeit des Blühens und Duftens. Der Juni ist in diesem Jahr aber auch der Monat, in dem die Bundesprüfungskommission im 22. Bundeswettbewerb „Die besten Eigenheimsiedlungen” ihre Besichtigungen der 24 Siedlergemeinschaften durchführt, die sich auf Landesebene im Jahr 2000 für den Bundeswettbewerb qualifiziert haben.

In den Bewertungsbereichen heißt es u. a. unter Punkt 2.6 „Ist der Wohnwert des Hauses unter Einbeziehung der umgebenden Freifläche („grünes Wohnzimmer”) gewährleistet?”. Hier fallen mir spontan Kletterpflanzen ein, die derzeit mit ihrer Wuchskraft Zäune, Lauben, Pergolen aber auch Innenhöfe und Hausfassaden begrünen. Oft zeigt sich üppiges Blattwerk und bunte Blütenpracht auf kleinstem Raum. Doch Vorsicht! Manchmal wird die Wuchskraft der Kletterpflanze gründlich unterschätzt. Bauschäden an der Fassade, Regenrinne bzw. am Dach sind die Folge.




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Die Wuchskraft von Kletterplanzen wird oft unterschätzt. Auf Bauschäden an Haus und Dachrinne ist zu achten.

Nun, früher kannte man diese Probleme nicht. Warme Mauerwände dienten zur Bepflanzung von Obstbäumen. Diese sogenannten Obstspaliere am Haus wurden von unseren Vorfahren mit viel Einfühlungsvermögen, genauem Beobachten der Triebbildung, kurz gesagt mit großem gärtnerischen Können gepflegt. Eine gute Sortenkenntnis war notwendig, da nicht alle Obstarten bzw. -sorten für eine Spaliererziehung am Haus geeignet sind. Leider sieht man heute immer weniger solche Anbauformen. Spielt neben dem fachlichen Wissen die Ungeduld, oder besser der Faktor Zeit eine Rolle dabei? Alles muss schnell gehen. Kletterpflanzen wachsen schnell, denken wir an mehrjähriges Efeu, Wilden Wein, Knöterich oder Blauregen aber auch die einjährigen Vertreter wie Prunkwinde (Ipomoea tricolor), Sternwinde (Quamoclit lobata) oder die Schwarzäugige Susanne (Thunbergia alata). Ob Obstspalier oder Kletterpflanze, beides sind Gestaltungselemente für den Garten und sollten öfter dort zu finden sein.
Übrigens, es gibt eine Bauernregel, die hoffentlich in diesem Jahr nicht Wahrheit wird, denn Regen hatten wir genug:

„Wenn es zu Pfingsten regnet, regnet es sieben Sonntage hintereinander.”
In diesem Sinne, keine Regel ohne Ausnahme.

Axel Ackermann

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