© Roth, Wolfgang
Es scheint als spiegle sich der „Goldene Oktober“ in den Blüten des Sonnenauges (Heliopsis scaba). Diese imposante, bis 130 cm hohe Staude, ist ein Blickfang im Garten und eine haltbare Zierde in der Vase.
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Viele einjährige
Sommerblumen werden unansehnlich und können von den Beeten geräumt werden. Sinnvoll ist die Entsorgung auf dem eigenen Kompost.
Stauden hingegen lassen wir unberührt und schneiden sie erst im Frühjahr zurück. Denn oft sehen Blütenstände auch in der kalten Jahreszeit attraktiv aus. Sie bieten Insekten Überwinterungsmöglichkeiten und die Samen sind eine Futterquelle für Vögel.
Wintergrüne Stauden wie Bartfaden (
Penstemon digitalis), Teppich-Fetthenne (
Sedum spurium) oder Stachelnüsschen (
Acaena buchananii) dürfen nicht unter einer Laubschicht verschwinden. Sie brauchen, wie auch der Rasen und wintergrüne Ziergräser, Licht und Wind, der die Blätter abtrocknet.
Rasen muss im Oktober sicherlich noch gemäht werden. Er sollte aber nicht ganz kurz geschoren in die Winterruhe gehen. Eine kalireiche Düngung im Herbst macht den Rasen fit für die kalte Jahreszeit. Im Fachhandel werden spezielle Rasendünger für die Anwendung im Herbst angeboten.
Wer jetzt noch einen Rasen anlegen möchte, sollte einen Rollrasen wählen, der wie Teppichrollen auf dem gelockerten und planierten Gartenboden ausgerollt wird. Ein Vorteil des Fertigrasens ist neben der schnellen Benutzbarkeit auch die garantierte Qualität. Bei herkömmlicher Raseneinsaat kann das Auflaufen von Unkräutern nicht ausgeschlossen werden.
Tipp: Rosen überwintern
Beet-, Edel- und Zwergrosen schneiden wir nach dem Blattfall um die Hälfte zurück. Das verringert den Wasserverlust durch Verdunstung und spricht optisch an. Vor starkem Frost schützt ein Erdhaufen - ähnlich einem Maulwurfshügel - den wir in der Mitte der Pflanze aufschütten. Zusätzlich kann mit Nadelholzzweigen abgedeckt werden. Bei Strauch- und Kletterrrosen genügt Nadelholzreisig als Winterschutz.
Die Kronen von Stammrosen packen wir in Nadelholzzweige und Sackleinen ein. Plastik und perforierte Folie sind ungeeignet.
Wenn Sie einen
Strauch oder kleineren Baum umpflanzen möchten, ist im Oktober die beste Zeit, weil die Gehölze jetzt noch einwurzeln und dadurch einen guten Start für den Austrieb im Frühjahr bekommen. Warten Sie bis die meisten Blätter abgefallen sind und versuchen Sie beim Ausgraben einen möglichst großen Wurzelballen zu erhalten. Nach dem Einpflanzen reichlich wässern. Für Gehölze, die auch im Winter belaubt sind, ist das Frühjahr oder der Spätsommer die ideale Pflanzzeit.
Für alle Rosen gilt, übertriebene Stickstoffdüngung im Sommer hemmt die Holzreife und somit die Frosthärte.