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Familienheim und Garten, Copyright: Siegfried Mairböck
 
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Autor
Roth, Wolfgang

Gemüsegarten


Auch im Winter kann das unbeheizte Gewächshaus zur Anzucht von Gemüse genutzt werden. Zur Aussaat im September sind unter anderm Salate wie Löffelkraut (Cochlearia officinalis), Winterpor tulak (Montia per foliata), Salatrauke (Eruca sativa) und Feldsalat (Valerianella locusta) oder Radieschen (Raphanus sativus) geeignet. Außerdem können Winterendivien (Cichorium endivia) und Winterkopfsalat (Lactuca sativa) gepflanzt werden.

Im Freiland lohnt nur noch zu Beginn des Monats die Aussaat von schnell wachsendem Gemüse. Für die diesjährige Ernte eignen sich Gartenkresse (Lepidium sativum), Radies, Salatrauke und Stielmus (Brassica rapa). Ebenfalls können noch Feldsalat, Winterpor tulak, auch Postelein genannt, und Winterspinat (Spinacia oleracea) gesät, aber erst im Frühjahr geerntet werden.

Liebhaber von frischen, aromatischen Frühlngszwiebeln sollten jetzt Winterschalotten, Winterzwiebeln und Knoblauch als "Steckzwiebeln" pflanzen. Sobald die Blätter des Rhabarbers abgestorben sind, kann die Staude durch Teilung vermehrt werden. Dazu graben wir den Wurzelstock aus, teilen ihn mit einem Spaten in mehrere Stücke und pflanzen diese in ein neues mit Komposterde angereichertes Beet. Der Pflanzabstand beträgt 90 Zentimeter. Für den Rhabarber wirkt das Teilen wie ein Jungbrunnen. Er wird im nächsten Sommer zu kräftigen Pflanzen heranwachsen.

Späte Gemüse wie Kohlarten, Möhren, Porree und Sellerie wachsen noch täglich. Häufiges Hacken und bei Trockenheit Wässern steigern den Zuwachs. Wenn beim Rosenkohl die Triebspitze ausgebrochen wird, wachsen die oberen Röschen schneller und holen den Größenunterschied zu den unteren Röschen auf. Der Ertrag fällt dann gleichmäßiger aus. Der richtige Zeitpunkt fürs Entspitzen ist, wenn die unteren Röschen einen Zentimeter Durchmesser erreicht haben, aber nicht später als Ende September.

Kohlhernie oder Kohlkropf ist eine ansteckende Pilzkrankheit, die alle Kohlarten, insbesondere aber Kohlrabi, befällt. Die erkrankten Pflanzen kümmern, welken bei geringer Trockenheit und bilden knollenartig verdickte Wurzeln aus. Um die Krankheit einzudämmen, müssen die befallenen Wurzeln mit anhaftender Erde aus dem Garten entsorgt werden. Weil die Sporen der Kohlhernie viele Jahre im Boden überdauern, dürfen auf diesem Beet vier Jahre lang keine Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler wachsen. Zusätzlich den Boden stärker kalken als gewohnt.

Eine weitere Gefahr für den Kohl sind die gefräßigen Raupen des Kohlweißlings, die sich einfach absammeln lassen.

In kalten Lagen müssen wir uns bereits auf Minusgrade einstellen. Vor dem ersten Frost Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis und Bohnen ernten. Mit Gemüsevlies lassen sich leichte Nachtfröste abwehren.

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Schlagworte dieser Seite:

Gemüse, Kresse, Kräuter, Küchenkräuter, Kürbis, Liebstöckel, Melisse, Portulak, Radies, Rhabarber, Schnittlauch, Stielmus, Thymian, Winterspinat

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