Der vierblättrige
Glücksklee (Oxalis deppei), der uns verheißungsvoll ins neue Jahr geleitet hat, fühlt sich auf der Fensterbank neben anderen Topfblumen wohl. Allerdings braucht er bald einen größeren Topf mit frischer Blumenerde. Wenn der Glücksklee nach den Eisheiligen in den Garten gepflanzt wird, wächst er zu einem dekorativen Bodendecker heran und erfreut uns mit rosa Blüten bis zum Frost.
Einen Hauch von Frühling bescheren uns jetzt die in den Gärtnereien vorgetriebenen
Blumenzwiebel-Töpfe. Narzissen, Tulpen, Hyazinthen und Krokusse sind beliebte Frühlingsboten. Wen eher das Ausgefallene lockt, sollte es mit Puschkinie (Puschkinia scilloides var. libanotica), Zwergschwertlilien (Iris reticulata und I. histrioides), Schachbrettblume (Fritillaria meleagris), Balkanoder Vorfrühlingsanemone (Anemone blanda) probieren. Alle Zwiebelblumen können nach dem Verblühen in den Garten gepflanzt werden.
Sogar im Januar können überwinternde
Kübelpflanzen von Blattläusen, Roter Spinne, Weißer Fliege und ähnlichen Schädlingen befallen werden. Wenn wir die Plagegeister frühzeitig bemerken, genügt zur Bekämpfung das Abspritzen mit Wasser, Zerdrücken oder Sprühen mit einem Präparat aus Kaliseife.
Genau wie wir leiden die
Zimmerpflanzen häufig unter zu trockener Luft in den Wohnungen. Das darf uns aber nicht dazu verleiten, verstärkt zu gießen. Schlaffe, gelbe oder abfallende Blätter können auf Wassermangel deuten, sind aber überwiegend ein Hinweis auf zu nasse Wurzelballen. Das richtige Gießen ist gar nicht so einfach. Menschen mit dem Grünen Daumen erfühlen den Feuchtigkeitsgehalt der Blumenerde. Wer unsicher ist gibt so viel Wasser, dass es sich im Untersetzer sammelt und entleert ihn nach einer Stunde.
Ziersträucher-Rückschnitt
Ziersträucher, deren Blühwilligkeit stark nachgelassen hat, erweckt ein starker Rückschnitt im Winter zu neuer Blütenfülle. Besonders dicht gepflanzte Gehölze schwächen sich gegenseitig, vergreisen und blühen nur noch mangelhaft. Konsequentes Auslichten oder der radikale Schnitt bis zwanzig Zentimeter über dem Boden bringen neuen Schwung in alte Ziersträucher. Die im zeitigen Frühjahr blühenden Gehölze schneiden wir erst nach der Blüte.
Allgemeines / BodenbearbeitungJetzt im Winter ist es kaum vorstellbar, dass wir durch die Klimaerwärmung in neunzig Jahren im Süden und Osten Deutschlands unter Dürre leiden und Tagestemperaturen von fast fünfzig Grad erreichen können. Das sagt der Kieler Klimaforscher Mojib Latif voraus, wenn die Erwärmung um vier bis fünf Grad bis zum Jahr 2100, wie vom UNKlimarat als möglich vorhergesagt wird, einträfe. Was wird dann in unseren Gärten wachsen?