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Familienheim und Garten, Copyright: Siegfried Mairböck
 
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Autor
Roth, Wolfgang

Obstgarten


Wer ein Erdbeerbeet anlegen möchte, sollte vor dem 20. August pflanzen, um im nächsten Jahr reichlich ernten zu können. Bei einem späteren Pflanztermin reicht die Zeit für die Bildung vieler Blütenknospen nicht mehr aus. Damit die Setzlinge gesund starten können, sollten an dieser Stelle mindestens vier Jahre lang keine Erdbeeren gewachsen sein. Jungpflanzen mit einem festen, aber nicht verfilzten Wurzelballen wachsen sicher an, wenn sie nach dem Setzen kräftig angegossen werden.

Düngen im August mit einem Kaliumbetonten Volldünger, z. B. einem "Beerendünger", unterstützt die Bildung der Blütenanlagen und fördert die Widerstandskraft gegen Kälte.

Beerenobststräucher und Steinobst wie Kirsche oder Pflaume lichten wir gleich nach der Ernte und nicht erst im Winter aus. Die Wunden verheilen jetzt, wenn die Gehölze noch Blätter tragen, relativ rasch. Eine schnelle Wundheilung verringert die Infektionsgefahr durch Pflanzenkrankheiten.

Der Rückschnitt sollte nicht zu zaghaft durchgeführt werden, denn das Ziel ist die Verjüngung durch neue Triebe und Äste. Je stärker der Rückschnitt, desto kräftiger wird auch der Austrieb im nächsten Frühjahr sein. Ein weiteres Ziel ist das Öffnen der Baum- oder Stauchkrone für einen besseren Lichteinfall und eine stärkere Durchlüftung. Mehr Licht fördert die Fruchtqualität und der verbesserte Luftwechsel das schnelle Abtrocknen der Zweige. Dies verringert Infektionen.

Die im Juli abgeernteten Himbeerruten möglichst nah am Boden abschneiden. Anders werden die zweimal- oder herbsttragenden Himbeersorten behandelt. Bei denen haben Sie die Wahl zwischen Herbst- und Sommerschnitt. "Herbsthimbeeren" tragen an den diesjährigen Ruten bereits im Herbst und fruchten zur gewohnten Zeit im folgenden Frühsommer noch einmal. Wenn Sie im Herbst zurückschneiden, verlieren Sie die Ernte im Frühsommer, gewinnen aber einen größeren Ertrag im Herbst mit madenfreien Früchten.

Zur Herstellung von Marmeladen und Säften sind einige Wildobstarten hervorragend geeignet. Dazu zählen Hagebutten. Die Früchte der Apfelrose (Rosa rugosa) und der Hundsrose (R. canina) gelten als besonders wertvoll, weil sie viel Vitamin C enthalten. Aber auch Sanddorn (Hippophae rhamnoides), Kornelkirsche (Cornus mas) und Zierquitte (Chaenomelis japonica) sind reich an Vitamin C. Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) und Felsenbirne (Amelanchia ovalis) sind weitere Beispiele von begeh tem Wildobst.

Die Früchte sollten gleich nach der Ernte verarbeitet werden, weil sie schnell wertvolle Inhaltsstoffe verlieren.

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Beerendünger, Beerenobststräucher, Erdbeerbeet, Erdbeeren, Himbeerruten, Kirsche, Marmelade, Pflaume, Rückschnitt, Saft, Steinobst, zurückschneiden

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