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Stein, Dagmar

Romantisch und gepflegt: Englische Gärten


Englischer Garten
© Stein, Dagmar
Englischer Garten
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August 2011 Englische Gärten sind in Mode, doch mancher hat das Gefühl, die dafür nötige Perfektion nie zu erreichen. Kunst, Design und Gestaltung sind eng miteinander verknüpft. Die Auswahl und Komposition der verwendeten Pflanzen genügen auch hohen Ansprüchen. Doch allzu schwierig ist es nicht, auch bei uns englisches Flair in neue oder bestehende Gärten zu zaubern. Hier ein Blick auf die wichtigsten Gestaltungselemente.

Kaum ist man eingetreten, fühlt man sich bereits wie zu Hause. Das ist typisch für englische Privatgärten. Obwohl jeder einzelne vom persönlichen Charme der Besitzer geprägt ist, geht doch vieles auf gemeinsame Grundlagen zurück. Entscheidend für den englischen Stil ist eine gewisse Ordnung im Gartenraum.

Sitzplatz unter Kletterrosen. Oft versteckt im "geheimen Garten", gesäumt von alten bepflanzten Terrakottagefäßen.
© Stein, Dagmar
Sitzplatz unter Kletterrosen. Oft versteckt im "geheimen Garten", gesäumt von alten bepflanzten Terrakottagefäßen.
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nach obenGeschützt genießen

Hohe Hecken, Rankgitter oder Mauern rings um den Garten sorgen für Windschutz und überschaubare Gartensituationen. Hecken aus immergrünem Buchs, Eiben oder Hainbuche, die mit der Heckenschere in Bögen, Kugeln oder interessante Formen geschnitten sind, führen das Auge zu den Höhepunkten und vermitteln eine beruhigende Struktur. Auffällig sind die vielen gelbgrünen Sträucher. Sie sind Besonderheiten und nicht etwa (so wird bei uns oft vermutet) krank. Im Gegenteil − an regnerischen Tagen vermitteln die hellen Blickpunkte eine sonnige, aufmunternde Stimmung.

Verschiedene Sitzplätze im Garten erlauben die besten Ausblicke und verlocken zum Genießen. Oft steht dort eine formschöne Bank aus pflegeleichtem Teakholz, die Wind und Wetter trotzt und mit silbrigem Glanz zeitlose Schönheit bewahrt. Niemandem würde es einfallen, die Sitzmöbel ständig hin und her zu tragen oder mit Überzügen gegen jeden möglichen Regenschauer zu schützen.

nach obenEnglischer Rasen

Schmale Staudenbeete säumen den typisch englischen Rasen − kurz und immer gepflegt. Das bedingt jedoch konsequentes Mulch-Rasenmähen mindestens einmal pro Woche. Die sauber und dank der verbreiteten Walzenmäher niedrig gemähten Rasenflächen erfüllen im englischen Garten mehrere Funktionen. Pflegeleicht und preisgünstig in der Anlage, beruhigen die grünen Teppiche das Auge und lassen weder Schmutz noch Unkraut hochkommen. Hochwertige Rasenmischungen mit qualitätsvollem Saatgut legen den Grundstock dafür. Besonders empfehlenswert sind langsam wachsende Gräser mit dunkelgrüner Blattfarbe. Wer es weniger formal wünscht, legt Rasenwege an, auf denen man herrlich weich und erholsam zu Blickfängen wie Gartenpavillons, auffälligen Pflanzen, Pflanzinseln oder effektvoll arrangierten Figuren schlendert.

Romantische Rosen klettern an Pergolen, Mauern und Hauswänden empor.
© Stein, Dagmar
Romantische Rosen klettern an Pergolen, Mauern und Hauswänden empor.
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nach obenÜppige Rankpflanzen

Kletterpflanzen hüllen das Haus ein − sie sind sorgfältig ausgesucht, damit sie keinen Schaden anrichten. Kaskaden von romantischen Kletterrosen besiedeln zum Beispiel Pergolen und Wände, ranken sich dekorativ um die Türen und bilden den Rahmen für grandiose Ausblicke. Nicht wegzudenken aus englischen Gärten ist auch das umwerfend süß duftende Geissblatt, besser bekannt als Jelängerjelieber (Lonicera). Von ihm schwärmten zahlreiche Dichter der Romantik. Es gibt viele reich blühende rote, rot-weiße oder gelb-orange Sorten und sogar wintergrüne für den Balkon. Traumhaft schön sind im Frühling die blauen oder weißen Blütentrauben der fernöstlichen Glycinen, besser bekannt als Blauregen (Wisteria). Sie ranken sich stimmungsvoll an Hauswänden oder Pergolen empor. Lässt man sie ungestört, hangeln sich die blütenreichen Triebe leicht 5 bis 8 Meter in die Höhe. Romantisches Aussehen erhält der Garten zudem mit schmuckvollen Kletterhilfen wie Rosenbögen, Rankwänden oder einem "Gazebo", einer filigranen Laube aus Metall.

nach obenKein Garten ohne Rosen

Für Rosenpracht und Rosenduft sind Englands Gärten berühmt. Duftende, nostalgisch gefüllte Rosen in dezenten Farben gehören zum englischen Garten genauso wie die passende Unterpflanzung aus Lavendel, Katzenminze oder Duftnelken. Mit den pflegeleichten, gesunden und obendrein herrlich duftenden Englischen Rosen des Züchters David Austin (FuG, Juni 2011) fühlt man sich gleich in die viktorianische Zeit um 1900 zurückversetzt.

Seine Kreuzungen von historischen Sorten (meist nur einmal blühend, viel Duft) mit modernen Züchtungen brachten tolle neue Sorten hervor, die mit mehrfacher Blüte, historisch anmutend gefüllten Blüten und strauchartigem Wuchs gut zu Staudenrabatten passen. Züchtungen wie 'Chaucer', 'Graham Thomas', 'Wife of Bath', 'Gertrude Jekyll', 'Lilian Austin', 'Charles Austin' und 'Prioress' bilden den ganzen Sommer über Knospen, duften berauschend und wintern nicht aus.

nach obenLändliche Idylle

Die Landschaft in den Garten zu holen, gehört auf dem Lande zu den gern praktizierten Tricks. Schafe und Kühe grasen friedlich auf den Weiden − kein störender Zaun hindert sie scheinbar am Herankommen dicht ans Haus. Eine optische Täuschung, denn ein "Ha-hawall" ist es, der den Zugang verwehrt. Er besteht aus einem etwa einen Meter tiefen senkrecht abfallenden Graben oder aus einem Wasserbecken. Beide sind für die Tiere unüberwindbar.

Beete quer vor einem Sitzplatz findet man selten, vielmehr soll sich der Blick in die Weite öffnen und an einer Figur, einem Baum oder einem Wasserbecken fangen. So gibt es neben verschlungenen Pfaden, die zu "secret gardens" (versteckt liegenden schönen Gartensituationen) führen, immer wieder Blickachsen, die dem Ganzen Großzügigkeit verleihen.

nach obenGuss aus England − Schalen, Urnen und Originelles

Wer Altes und Bewährtes wiederverwendet, wird meist belohnt, denn oft sind Tore, Zäune und Gefäße von früher ausdrucksvoller und schöner als neue. Was neu aussieht, wie beispielsweise Terrakottagefäße, kann man mit Joghurt oder in Gartencentern erhältlicher Paste einstreichen, damit sich in kürzester Frist Algen ansetzen. Doch auch Neues hat seinen Reiz. Frühlings- und Sommerblumen wie Primeln, Ranunkeln, Schneeflockenblume und duftende Kapuzinerkresse kommen in Pflanzschalen, Urnen und Pokalen aus Gusseisen hervorragend zur Geltung. Diese typisch englische Gartenzier ist ebenso haltbar wie verspielt.

An der Haustür begehren Gäste mit einem soliden Türklopfer Einlass. Das ist viel stilvoller als eine der üblichen Klingeln. Auch Türglocken sind eine originelle Alternative, wenn man sich im Haus oder im Garten bemerkbar machen möchte.

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Buchs, Design, Eibe, Geissblatt, Gestaltung, Hainbuche, Hecke, Kunst, Pflanzinseln, Rankgitter, Rasenmähen, Sitzplätze, Staudenbeet, Teakholz, Walzenmäher, englischer Garten

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