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Das Dach: Gut gedämmt


as Beispiel der Steildachsanierung eines Wohnhauses aus den 30er Jahren zeigt, dass eine hochwertige Dämmung auf den Sparren eine bauphysikalisch und wirtschaftlich optimale Lösung ist.
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as Beispiel der Steildachsanierung eines Wohnhauses aus den 30er Jahren zeigt, dass eine hochwertige Dämmung auf den Sparren eine bauphysikalisch und wirtschaftlich optimale Lösung ist.
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Mai 2011 Wer heute baut oder saniert, achtet auf einen möglichst geringen Energiebedarf. Schließlich sollen die Heizkosten auch noch in Zukunft bezahlbar sein. Über ein ungedämmtes Dach geht viel Heizenergie verloren. Schon allein deshalb ist die Dachdämmung besonders wichtig.

In unserem Bildbeispiel war die Dacheindeckung so marode, dass neue Ziegel aufs Dach mussten. Wenn eine solche Maßnahme ansteht, sollte man sich überlegen, ob nicht eine Aufsparrendämmung infrage kommt, bietet sie doch einige Vorteile: Das Dach ist komplett geschlossen, es gibt weniger "Problemstellen", als bei der Zwischensparrendämmung.

In unserem Fall wurde mit hochwertigen Polyurethan-Elementen gearbeitet. Die Dämmelemente haben eine extrem niedrige Wärmeleitfähigkeitsstufe, sind formstabil und nehmen kein Wasser auf. Für spezielle Anwendungen, beispielsweise im Dach oder zur Dämmung des Dachbodens, gibt es Verbundelemente mit zusätzlichen Funktionsschichten (Holzwerkstoffe, Ausbauplatten, Unterdeckbahnen und so weiter). Damit kann der ausführende Handwerker mehrschichtige Aufbauten in einem Arbeitsgang herstellen.

nach oben Ab 2012 muss der Dachboden gedämmt sein

Nachrüsten ist Pflicht:
Egal ob er genutzt wird oder nicht: Ab 2012 ist die Dämmung des Dachbodens laut Energieeinsparverordnung (EnEV) vorgeschrieben. Das Dach muss nach der Sanierung mindestens einen Wärmedämmwert (U-Wert) von 0,24 W/(m2K) erreichen. Wer den Dachraum nicht oder nur als Abstellraum nutzt, kommt mit einer Dämmung der obersten Geschossdecke deutlich günstiger weg als etwa mit einer kompletten Dachsanierung. Dank der guten Dämmleistung benötigt eine nachträgliche Dachbodendämmung zum Beispiel mit Polyurethan nur eine sehr geringe Aufbauhöhe, die weniger Raum als bei anderen Materialien in Anspruch nimmt.

Energieeinsparung und CO2-Minderung pro Jahr

Wärmedurchgang im Dach vor Sanierung17.250 kWh/a
Wärmedurchgang nach Sanierung1.970 kWh/a
Energiepreis 2009 (Heizöl) inklusive elektrischer Hilfsenergie0,073 Euro/kWh
Jährliche Einsparung von Heizöl1.520 Liter/Jahr
Energiekosteneinsparung im ersten Jahr1.115 Euro/Jahr
CO2-Minderung (Beispiel Ölheizung)4.730 kg/Jahr
Quelle: IVPU

nach oben Die Dämmfakten

Die Leistung eines Dämmstoffes erkennt man an seiner Wärmeleitfähigkeitsstufe (WLS) - je kleiner, desto besser. Bereits 12 Zentimeter dicke Polyurethan-Dämmelemente der WLS 024 genügen, um die EnEV- Anforderungen zu erfüllen.

nach oben Dachboden

Die druckfesten und formstabilen Polyurethan-Elemente können Heimwerker ohne weiteres selbst verlegen. Soll der Dachstuhl als begehbarer Nutz- und Stauraum oder Trockenboden dienen, sind Verbundelemente mit einer Trittschicht ideal.

nach oben Dachstuhl

Das Steildach wird mit einer 140 mm dicken PolyurethanHartschaum-Dämmung der Wärmeleitfähigkeitsstufe 024 saniert. Diese Dämmstoffe dämmen um zwei Drittel besser als Dämmstoffe der WLS 040. Außen auf den Dachstuhl verlegt, wird die komplette Konstruktion - in diesem Fall Traufwie auch Giebelseite - vollständig eingehüllt. So entstehen keine Wärmebrücken und die Dachkonstruktion ist vor Temperatureinflüssen geschützt.

Das Unterdach ist sofort nach der Verlegung dicht, da das Steildachsystem aus Polyurethan durch eine integrierte, zweite wasserführende Ebene gleichzeitig die Zusatzfunktion der Wasserableitung, als Unterdeckbahn unter der Bedachung, übernimmt. Die umlaufende Nut- und Feder-Verbindung erleichtert das Verbinden der einzelnen Polyurethan-Elemente zu einer wärmebrückefreien Dämmschicht. Polyurethan ist geschlossenzellig, das heißt der Dämmstoff besteht aus Milliarden kleiner geschlossener Zellen, die die Übertragung von Kälte und Wärme auf ein Minimum reduzieren.

nach oben Gesundes Wohnen

Die weit verbreitete Meinung, dass Häuser atmen müssen und über so genannte diffusionsoffene Konstruktionen die Feuchtigkeit aus der Raumluft nach außen transportieren, wird aus bauphysikalischer Sicht nicht bestätigt. Maximal 4 % der Raumfeuchte gelangen durch die Außenbauteile nach außen. Gegen dicke Luft hilft also nur lüften - mindestens dreimal am Tag für mindestens fünf Minuten Stoßlüften.

Bei Zwischensparrendämmungen liegt die Tauebene in der tragenden Holzkonstruktion und es können Feuchtigkeitsschäden entstehen. Bei einer Sanierung mit Aufsparrendämmung ist dies ausgeschlossen, da alle Holzbauteile von der warmen Raumluft umgeben werden.

nach oben Umweltaspekt

Während die alten Traufbohlen noch aus Holz waren, entschied sich in unserem Beispiel Architekt Lamprecht bei der Sanierung für den Einsatz von Bohlen aus recyceltem Polyurethan. Als Dämm- und Konstruktionsbaustoff ist recyceltes Polyurethan eine Alternative zu Produkten auf Holzbasis. Die neue Traufbohle ist mechanisch hoch belastbar, sehr hart und feuchtigkeitsresistent. Homogene Materialstruktur und Dichte sind für die guten Dämmeigenschaften verantwortlich.

Geringer Ölverbrauch wirkt sich nicht nur positiv auf den finanziellen Spielraum aus, sondern entlastet auch die Umwelt. Die Tabelle oben zeigt die jährliche Einsparung an CO2 in Kilogramm.

Die Steildachsanierung beinhaltet eine neue Ziegeleindeckung, die im Zuge der Instandhaltung erforderlich ist (Regendichtheit, Optik des Daches). Die Energiekosteneinsparungen ermöglichen eine schnelle Refinanzierung der ohnehin entstandenen Sanierungskosten.

nach oben Wärmeschutz in Sommer und Winter

Dachflächen können sich an heißen Sommertagen auf über 80° C aufheizen. Der Schutz vor Sommerhitze sollte bei einer Dachsanierung deshalb Bestandteil der Planungen sein. Bauteile nehmen mittags Wärme auf und geben sie nachts wieder ab. Durch das Speichern und Abgeben der Wärme aus Bauteilen werden die Temperaturspitzen im Innenraum abgepuffert. Als Wärmepuffer wirken beispielsweise massive Wände und Decken, die in direktem Kontakt mit der Innenraumluft stehen und die Wärme gut leiten. Wärmedämmstoffe sind aufgrund ihrer niedrigen Wärmeleitfähigkeit und geringen Masse per se keine guten Wärmespeicher. Sie sollen ja schließlich dämmen und nicht Wärme speichern. Im Hinblick auf den sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz sollte ein Dach deshalb auf der Außenseite eine sehr gute Wärmedämmung haben, um Transmissionswärmegewinne und - verluste zu minimieren. Aufgrund der extrem niedrigen Wärmeleitfähigkeit lassen Polyurethan-Dämmstoffe bei gleicher Dicke rund 40 Prozent weniger Wärme in den Dachraum, als andere Dämmstoffe. In der kalten Jahreszeit ist die Einsparung kostbarer Heizenergie um 40 % höher, und die Kälte bleibt draußen.

Ratgeber 'Dämmen - Energiesparen - Wohnen'
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Ratgeber 'Dämmen - Energiesparen - Wohnen'
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nach oben Ratgeber: Dämmen

Mehr Informationen und Tipps bietet der Ratgeber "Dämmen - Energiesparen - Wohnen", der kostenlos im Internet unter http://www.daemmt-besser.de heruntergeladen werden kann. Die Planungshilfe "Steildach dämmen mit Polyurethan-Hartschaum" kann kostenlos beim IVPU bestellt werden. Kontakt: IVPU - Industrieverband Polyurethan-Hartschaum e.V. Im Kaisemer 5, 70191 Stuttgart, E-Mail: info@daemmt-besser.de; Internet: http://www.daemmt-besser.de und http://www.daemmrendite.de

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Schlagworte dieser Seite:

Aufsparrendämmung, Dach, Dachboden, Dachdämmung, Dämmung

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