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Familienheim und Garten, Copyright: Siegfried Mairböck
 
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Autor
Roth, Wolfgang

Obstgarten


Wenn Erdbeerpflanzen in der nächsten Saison noch einmal tragen sollen, sind jetzt einige Pflegemaßnahmen erforderlich. Gleich nach der Ernte werden die Laubblätter etwa fünf Zentimeter über dem Erdboden abgemäht. Dadurch bilden die Pflanzen zahlreiche neue, vitale Laubblätter. Die alten, eventuell mit Schädlingen und Krankheiten befallenen Blätter werden abgeräumt, Unkraut und Ranken entfernt und die Erde flach mit der Hacke gelockert. Einen besonderen Wachstumsschub bekommen die Pflanzen durch düngen mit einem speziellen Beerendünger oder eine satte Gabe Kompost. Die Neuanlage eines Erdbeerbeetes sollte während der optimalen Pflanzzeit zwischen dem 20. Juli und dem 20. August er folgen. Ein späterer Termin würde zu einem geringeren Ertrag im Folgejahr führen.


Süß- und Sauerkirschen, aber auch die anderen Steinobstarten, werden gleich nach der Ernte zurückgeschnitten, weil die Wunden in dieser Jahreszeit schnell verheilen. Der Baumschnitt im Winter wird nicht so gut ver tragen.

An Sauerkirschen können die alten, langen, oft peitschenartigen Fruchtzweige bis zu einem jungen Nebenast zurückgeschnitten werden. Durch den starken Rückschnitt provozieren wir einen kräftigen Neuaustrieb mit vitalen Zweigen.

Wenn zum Abfangen von Kirschfruchtfliegen Ende Mai gelbe Leimtafeln aufgehängt wurden, müssen diese umgehend entfernt werden, weil sie auch nützliche Insekten gefährden. Die Leimtafeln haben ihre Funktion gleich nach dem Rotfärben der Kirschen er füllt. Auch Obststräucher sind nach dem Abernten mit dem Rückschnitt an der Reihe. Wenn jedes Jahr zwei bis drei der ältesten Triebe bodennah abgeschnitten werden und die gleiche Anzahl Neutriebe nachwachsen, bleibt der Strauch über Jahrzehnte ertragreich.

Bei den im Juli reifenden Himbeeren (im Gegensatz zu den Herbsthimbeeren) werden die nachwachsenden Bodentriebe, selektiert und teilweise entfernt. Je Meter Beetlänge bleiben zwölf bis fünfzehn gesunde, mittelstarke Triebe stehen, während die anderen bodennah abgeschnitten werden. Nach der Ernte entfernen wir dann die abgetragenen Ruten, so dass nur die ausgewählten Jährlinge übrig bleiben. Im Frühjahr selektieren wir noch einmal auf zehn bis zwölf Ruten.

Für Kernobst ist die Zeit des so genannten Sommerschnitts gekommen. Dabei werden alle kranken, sich aneinander scheuernden und miteinander konkurrierenden Zweige entfernt. Bäume die wenig Obst tragen, können durch einen starken Sommerschnitt zu besseren Er trägen im nächsten Jahr angeregt werden.

An Spalierobst, Brombeeren, rankenden Kiwis und Weinstöcken kürzen wir die Geiztriebe auf zwei bis drei Blätter. Die Fruchttriebe an Wein und Kiwi werden vier Blätter oberhalb der letzten Frucht gekappt.

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Schlagworte dieser Seite:

Beerendünger, Brombeeren, Erdbeeren, Kernobst, Kirschfruchtfliegen, Leimtafeln, Sauerkirschen, Spalierobst, Süßkirschen

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