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Autor
Schmidt, Joachim

Entenhaus für den Gartenteich


Entenhaus für den Gartenteich
© Schmidt, Joachim
Entenhaus für den Gartenteich
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Juli 2010 Viele Tiere aus der Natur haben sich an die Menschen gewöhnt. Manche sind sogar ständige Gäste im Hausgarten, zumal wenn es hier immer etwas zu futtern gibt. Besonders die Stockenten sind fast zu Haustieren geworden. Sie leben auch mitten in der Stadt und nehmen bei ihrer Wanderung mit den Küken sogar Polizeischutz in Anspruch. Es genügt schon ein kleiner Teich im Garten, um Enten ein Zuhause zu bieten. Und einen geschützten Platz, auf dem sie ihr Nest bauen und brüten können, haben sie dann schnell entdeckt. Das reizvolle Häuschen im Bild oben wurde nach dem Vorbild historischer Entenhäuser entworfen und selbst gebaut. Auch ohne Enten wurde es zum Blickpunkt im Garten.

Da Enten nur von April bis Ende Mai in den Garten kommen, steht das Entenhaus während der weiteren Sommerzeit leer. Deshalb sollte es auch ohne Enten ein Schmuckstück für Garten und Teich sein.

Dieses Entenhaus wurde nach historischem Vorbild entworfen, so wie es früher auf den Teichen von Herrenhäusern und Gutshöfen zu finden war. Die sechseckige Grundform ist dem runden Nest angepasst, und die Seitenwände aus luftig gesetzten Holzleisten schützen Nest und Ente. Sie lassen ein wenig Durchblick auf die Umgebung, denn Enten sind keine Höhlenbrüter.

© Schmidt, Joachim
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Besonders attraktiv, aber auch das Teuerste, ist das aus Kupferblech gefalzte Dach. Es besteht aus 6 Segmenten, die mit sogenannten Stehfalzen verbunden werden. Das kann nur der Klempner oder Blechschlosser. Zinkblech wird zwar ein wenig billiger, aber entscheidend ist der Arbeitslohn. Deshalb muss man einen Handwerker finden, der Spaß an einer solchen Arbeit hat oder einen Lehrling daran üben lässt.

Auch die Plattform, auf der das Häuschen steht, ist sechseckig. Ente und Küken können ums Häuschen herumlaufen, und die vorgebaute Trittstufe macht es den Küken einfacher, aus dem Wasser heraufzuklettern.

Der Bau des Häuschens erfordert handwerkliches Geschick, speziell für die Fertigung der tragenden Rahmen. Der erste Rahmen für die Plattform. Der Zweite besteht aus 6 Segmentbrettern, die auf die Bretter der Plattform geschraubt werden. Den oberen Rahmen für die Wände bildet eine sechseckige (wetterfeste) Sperrholzplatte, die in der Mitte kreisförmig ausgeschnitten ist. Das Dach wird mittels angelöteter Blech laschen aufgesetzt. Am besten zeichnet man den Grundriss des Häuschens auf eine Platte und orientiert sich dabei am Kantenmaß von 57 cm (siehe Zeichnung links oben).

Soll das Entenhaus im Wasser stehen, muss ein "Bock" aus Latten gebaut oder ein Sockel aus Ziegeln auf die Folie gesetzt werden. Alle Holzteile sollten nicht imprägniert sein, damit die Tiere keinen Schaden nehmen. Das Dach schützt gut vor Regen und alles kann schnell wieder austrocknen. Hölzer unter Wasser verfaulen ohnehin nicht.

nach oben Tipps für den Umgang mit Enten

Im April suchen Stockenten den Platz für ihre Nester. Dort paaren sie sich dann auch - am liebsten auf dem Wasser. Danach legen sie innerhalb einer Woche bis zu 13 Eier und beginnen zu brüten. Während der 28 Tage Brutzeit verlässt die Ente zweimal täglich für kurze Zeit das Nest, um zu fressen. Dann will sie gern gefüttert werden. Mit Vollkorn- oder Roggentoastbrot und einer Handvoll Maiskörner.

Obwohl die Eier nacheinander im Verlauf einer ganzen Woche gelegt wurden, schlüpfen alle Küken am selben Tag. Sie können sofort laufen und schwimmen. Jetzt kann man die Entenfamilie beobachten und auch füttern.

Diese Phase ist für die Kleinen gefährlich. Raben, Katzen und andere Raubtiere erbeuten viele Jungtiere. Darauf muss man sich einstellen. Doch die Zeit der Freude und Ängste ist kurz. Nach rund einer Woche verlässt die Entenmutter mit ihrer Kinderschar den Garten und begibt sich zurück in die Natur zu größeren Gewässern.

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basteln, Enten, Gartenteich, Teich

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