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Tomatenvielfalt
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Juli 2010 Tomaten sind das liebste Gemüse der Deutschen. Kein Wunderihr köstliches süß-fruchtiges Aroma verlockt Jung und Alt gleichermaßen. Dabei gibt es viele tolle Sorten zu entdecken.
Wer hätte je gedacht, dass sich die Welt der Tomaten so vielfältig präsentiert? Die Zahl der existierenden Sorten wird auf zirka 3.000 geschätzt und immer noch werden es mehr. Mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von etwa 17 Kilo pro Jahr steht die Tomate in Deutschland auf Platz 1 der beliebtesten Gemüse. Gesunde Inhaltsstoffe, ein hoher Vitamin C- und Carotin- Gehalt, viele Mineralien und nur 20 Kcal pro 100 g sind einige Gründe, weshalb die Tomate so gut in die moderne Ernährung passt. Diese Vitamine, Mineralstoffe, Carotine und Ballaststoffe machen Tomaten so gesund. Sie stärken die Abwehrkräfte und sollen sogar gegen Krebs schützen.
Geschmack liegt vorn
Entscheidend aber ist der fruchtig- süße Geschmack. Dabei schmecken die sommerlichen Genüsse frisch aus dem Garten geerntet einfach am besten. Daran reichen Tomaten aus dem Supermarkt lange nicht heran, denn sie werden meist zum besseren Transport und längerer Haltbarkeit halbreif geerntet. Neben Sonne, Reifezeit und Boden hat die Sorte den größten Einfluss auf das Geschmackserlebnis. Es gibt genügend Züchtungen, die sehr gut schmecken, vollrot geerntet werden können und sich viele Tage außerhalb des Kühlschranks halten. Sie bringen lange Trauben, an denen die Früchte bis zur Ernte haften und bleiben dabei schnittfest, einige auch besonders platzfest, was für den Ernteerfolg entscheidend ist. Länder wie England und Frankreich machen uns vor, wie es sein könnte: Dort ist jede Packung im Supermarkt mit Sortennamen ausgezeichnet und die schmackhaftesten Züchtungen machen am Ende das Rennen.
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Tomatenernte auf dem Balkon
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Tomatenernte auf dem Balkon
Auch auf dem Balkon kann man reichlich Tomaten ernten. Viele Sorten eignen sich gut für die Anzucht in Töpfen. An einem geschützten, sonnigen Standort gedeihen sie prächtig. Da sie für eine reiche Ernte viel Nährstoffe benötigen, sollten sie regelmäßig gedüngt werden. Stäbe geben den schwerbepackten Pflanzen festen Halt. Je nach Sorte kann von August bis in den späten Herbst hinein fast täglich geerntet werden. Die Früchte halten sich gut ein paar Tage.
Verschiedene Formen
Tomaten gibt es in einer bunten Vielzahl an Farben und Formen. Ob im Topf auf dem Balkon oder im Gemüsebeet im eigenen Garten, sie lassen sich je nach Sorte an sonnigem Standort leicht kultivieren. Die Klassiker sind Stabtomaten. Sie bringen meist gleichmäßig runde Früchte hervor und sind sehr ertragreich. Da sie bis zu 150 cm in die Höhe wachsen, gedeihen sie am besten an Stäben befestigt im Beet.
Beliebte, schmackhafte Sorten sind dabei 'Phantasia' (tolerant gegen Kraut- und Braunfäule), 'Harzfeuer', 'Sparta', 'Matina', die gestreifte 'Tigerella' oder die kleinfrüchtige 'Picolino'. Busch- oder Balkontomaten dagegen bleiben niedrig und haben einen kompakten, stark verzweigten Wuchs. Sie zeichnen sich durch einen frühen Ertrag aus. Sorten wie 'Balkonstar', 'Totem', 'Tumbler' oder 'Red Robin' eignen sich auch gut zur Kultur in Töpfen oder im Balkonkasten. Fleischtomaten wie die Sorten 'Maestra' (braunfäuletolerant) oder 'Myrto' bringen erstaunlich große Früchte mit viel Fruchtfleisch hervor, die sich ideal für Suppen oder Pastasaucen verwerten lassen. Ihr Fleisch ist etwas mehlig, dafür aber sehr ergiebig. Zur Gruppe der Eier-, Romana- oder Flaschentomaten gehören in der Regel längliche Tomaten mit einem hohen Trockensubstanzgehalt, die spät reifen. Sie sind lange haltbar und gut lagerfähig und werden daher gern zu Ketchup oder Saucen verarbeitet. Bewährt haben sich die typisch italienische Flaschentomate 'Corianne' und die gänseeigroße Roma-Tomate 'Conqueror'. Cocktail-, Kirsch- oder auch die neuen Datteltomaten bringen besonders kleine Früchte mit intensivem, süßem Tomatenaroma hervor. Sorten wie die Ampeltomate 'Tumbling Tom Red', die zuckersüße Cocktailtomate 'Sweet Million', die braunfäuletolerante 'Philovita' oder die pflaumenförmigen Datteltomaten 'Cupido' und 'Caprese' lassen sich gut in Ampeln und Töpfen auf der Terrasse oder dem Balkon ziehen und verlocken dort zum Naschen direkt vom Strauch (Sorten von Sperli und Kiepenkerl).
Exotische Farben
Zwar sind die meisten Tomaten typischerweise rot, doch gibt es von Grün über Gelb, Orange bis ins dunkle Violett ein weites Spektrum an andersfarbigen Sorten, die ihren roten Geschwistern auch im Geschmack nicht nachstehen. Die Früchte der 'Green Zebra' sind innen wie außen grün gesteift, eine grünrot gestreifte Fruchtzeichnung hat die neue aromatisch-fruchtige Cocktailtomate 'Zebrino' und auch die Auswahl an gelbund orangefrüchtigen Sorten ist groß. Besonders beliebt sind die gelbe Stabtomate 'Goldene Königin' oder die gelb-orange Pflaumen-Cherrytomate 'Yellow Pearshaped'. Besonderheiten wie die obstartige Wildform der Johannisbeertomate, Tomaten in paprikatypischer Fruchtform, schokoladendunkle Früchte oder vollaromatische alte Sorten beweisen aber auch, dass es noch ein beachtliches Potential an wohlschmeckenden Tomaten gibt und die Züchtungen durchaus noch nicht am Ende ihrer Möglichkeiten angelangt sind.
Tipps für volles Aroma
Guter Geschmack steigt mit dem Zuckergehalt. Hierfür sind ein sonniger, warmer Standort, ein offener Pflanzenwuchs und ausreichend Platz (z. B. 80 x 100 cm) entscheidend, denn die Sonne kann für viele Assimilate sorgen. Das regelmäßige Ausbrechen der Seitentriebe schafft Platz und erleichtert es der Pflanze, die Nährstoffe in die entscheidenden Fruchtansätze zu leiten. Lassen Sie die Früchte an der Pflanze ganz ausreifen. Je mehr Sonne und Wärme sie einfangen, desto besser entwickelt sich das Aroma. Die ersten Früchte an einer Traube schmecken besser als die letzten, weil sie gut mit Nährstoffen versorgt werden. Nicht allzuviel Stickstoff, aber viel Kali schon zur Pflanzung im Boden eingearbeitet, wirken sich verbessernd auf den Geschmack aus. Organische Dünger sollten sich zur Reifezeit schon umgesetzt haben. Ist der Boden reich an Mineralstoffen und fruchtbar, schmecken die Tomaten deutlich besser als auf einem mäßig versorgten Sandboden. Ist der Boden dagegen sandig, sollte man besonders auf gut schmeckende Sorten achten. Den besten Geschmack zeigen geerntete Tomaten bei Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad. Deshalb nicht in den Kühlschrank legen und unreife, grüne Tomaten im warmen Zimmer zum Nachreifen aufbewahren. Im Hochsommer sind Tomaten saftiger und süßer, dafür weniger fest und haltbar.
Krankheiten vorbeugen
Bei Regen springt die durch Pilze hervorgerufene Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infes tans) leicht vom Boden auf die Tomatenpflanze über. Die Krankheit wirkt sich verheerend auf die Ernte aus. Innerhalb kurzer Zeit verwelken und vertrocknen die Blätter, die Früchte werden braun und hart und schließlich stirbt die ganze Pflanze. Widerstandsfähige Sorten wie 'Phantasia' oder 'Philovita' zeigen zwar Symptome, gedeihen aber nach Entfernen befallener Blätter gut weiter. Da der Erreger an Wasser gebunden ist, schützten ein Regendach oder ein Tomatenzelt die Pflanzen vor Ansteckung. Weit verbreitet ist auch ein Befall durch das Tomatenmosaik- Virus. Hierbei treten vor allem Miss bildungen der Blätter, aber auch Flecken an den Früchten auf. Befallene Pflanzen bleiben in ihrem Wuchs zurück. Ärgerlich sind auch geplatzte Tomatenfrüchte. Dies kann passieren, wenn nach längerer Trockenheit viel Regen fällt oder wenn nach einer heißen Wetterphase eine starke Abkühlung folgt. Geplatzte Tomaten sehen zwar nicht so schön aus, können aber unbedenklich gegessen werden.
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SymAktiv©- Hydrogranulat
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SymAktiv©- Hydrogranulat
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